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Mozilla, baby!

antville.org
 Donnerstag, 28. Juni 2001 

Ein Paradoxon, von dessen Richtigkeit ich unerschütterlich überzeugt bin, ist dass bei der Auswahl eines Software-Versorgers Sympatie eine grosse Rolle spielen muss, und zwar gerade dann, wenn man eine rationale Entscheidung nicht nur für sich allein, sondern für andere Benutzer treffen will. Software entscheidet sich nämlich in einem Punkt wesentlich von Gemüse. Gemüsehändler sucht man nach der Frische ihrer Ware aus und vergisst sie nach dem Kauf. An Softwareherstellern hängt man aber, solange man die Software benutzt, und das Wissen um diese unsichtbaren Fäden macht den Unterschied zwischen einem erfahrenen und einem unerfahrenen Software-Aussucher aus. Jetzt fällt mir gerade noch ein guter Vergleich ein: Sich für Software entscheiden ist wie die Hochzeit in einer Mafia-Familie. Man hat ab sofort nicht nur die schöne Braut (=Software) am Tisch sitzen, sondern auch den Schwiegervater und den Rest der Verwandtschaft. So you better like them. Der Grund warum ich das alles sage ist der, dass mir KnowNows neue Site suspekt ist und mir das reicht, die Sache zu ignorieren. Joel Spolsky und ex-KnowNow-Mitarbeiterin Megnut geht's übrigens ähnlich.

Naja, nach dem ersten Kaffee werd ich mir das ganze vielleicht doch mal anschauen.

Meine Putzfrau ist auf Hochzeitsreise in Polen, erste Anzeichen der Entropie machen sich bemerkbar.

Microsoft droppt SmartTags. Ein schöner Erfolg für jene, die die öffentliche Diskussion darüber geschürt haben, hierzulande z.B. P3K.

Es sollte eine Gnu Public License für Musik geben, die es beispielsweise unmöglich machen könnte, zur Prime Time im ORF für eine Bob Marley-CD zu werben.

lnk + 3 cmt (grob, chris, murx)
 Mittwoch, 27. Juni 2001 

This way: Katatonik zerlegt einen Text von Isolde Charim im Standard. Man kann es noch einfacher ausdrücken: die Leute haben Robert Hochner gern gehabt. Nicht dass ich hier eine anti-intellektuelle Stimmung verbreiten möchte, aber es ist unglaublich vorgestrig, Phänomene wie Liebe oder Gernhaben dann und genau dann hinterfragen zu müssen, wenn sie medial vermittelt entstehen.

Murx, jüngster Henso.com-Neuregistrant, liefert Background zu seiner vorbildlich aufgebauten Site namens murx.atat.at.

Absurde Träume und renitente alte Leute, ich bin ein Fan von ORF ON Comics. Flaschko hat meines Empfindens etwas nachgelassen, der Dämon Damenlikör zieht sich mittlerweile etwas. Dafür hat Mahlers neuer Wurf namens Molch vielvaschbreschend begonnen. Bin gespannt ob er das auch halde kann.

Mir ist noch nicht ganz klar, was Macromedia SiteSpring können soll, das good old CVS und ein etwas avanciertes Projektblog nicht kann - abgesehen vom Lock-In, that is.

A List Apart hat den bislang umfassendsten Artikel zu Microsofts SmartTags, der mir untergekommen ist. Fast schon eine Spur zu umfassend vielleicht.

SmartTags auf App-Server- oder Application-Ebene abzudrehen ist eine nette Geste, gleichzeitig aber ein (nebenbei gesagt heuristischer) Eingriff in den Zuständigkeitsbereich des Autors von Template und Inhalt der Seite. Vor allem wenn dieser gar nicht gefragt wird. Natürlich ist das Grundproblem, dass es ein Opt-In statt eines Opt-Outs geben sollte. Aber so wie die Dinge liegen - Opt-Out im HTML-Quelltext - sollte das Sache des Site-Owners sein, nicht die des Server-Betreibers.

Aber halt: gerade sehe ich, dass man SmartTags auch über HTTP-Header abdrehen kann. Das ändert die Sachlage natürlich grundlegend. Gibt's eine Bestätigung, ob das auch wirklich funktioniert?

henso.com workspace

Unser Refugium, gebaut um Milch und Köpfe kühl zu halten.

lnk + 3 cmt (katatonik, hns, cabdelh)
 Dienstag, 26. Juni 2001 
Ich glaube ja, dass er die Kamera absichtlich hat laufen lassen. Wahrscheinlich hat er nur nicht damit gerechnet, dass die Bilder woanders gleich archiviert werden. Indizien:
  1. Holländer
  2. 17 Jahre alt
  3. Die Kamera ist genau aufs Bett gerichtet, naja, fast jedenfalls
  4. Kommt schon in einem meiner Lieblingsfilme vor, der in ähnlichem Milieu spielt. Und auch da geht's daneben, weil nicht nur seine Freunde, sondern auch ihre Eltern online sind
  5. Kommt mir verdächtig vor, wie da alle Stellungen durchexerziert werden (aber vielleicht bin ich einfach schon alt)

Alles gelogen, ich hab mir gerade ein neues Handy bestellt. Naja, war fast geschenkt (999 Ösen) und ist die logische Fortsetzung meines good old 6150.

Herausforderung: Auf der Mobilkom A1-Seite herausfinden, welche Handies zu welchen Preisen angeboten werden. Ich gebe nach einer verzweifelten Viertelstunde mit der Erkenntnis auf, dass diese Information auf der Site einfach nicht existiert und bin plötzlich doch wieder froh, bei one zu sein.

Interessantes zum österreichischen Handymarkt, nicht ganz brandaktuell.

Svens Resümee zum St. Pölten-Ausflug der Eurancheros, ein erhebendes Stück Netzliteratur. Bebildert auch. Ich war übrigens nicht dabei, weil an diesem Tag und um diese Zeit keine saubere Unterwäsche zur Verfügung stand.

Scott Rosenberg sagt enorm richtige Dinge über den Zustand des Webs.

Nie mehr nicht wissen wie man's ausspricht: Merriam Webster hat jetzt ganz wunderbare Aussprachebeispiele im Online-Dictionary. Einfach auf das rote Lautsprecher-Icon klicken. Terrific!

lnk + 8 cmt (murx, rosengelb, hns)
 Montag, 25. Juni 2001 

Gestern erst beim dritten Versuch aus dem Haus gekommen und ein sehr gutes Konzert von New Wet Kojak im Flex gesehen. Valina hab ich leider grösstenteils verpasst, scheinen aber auch gut gewesen zu sein. Irgendwie der Höhepunkt des Abends war aber doch, als mir Tom und Peter Pfister von der Grazer Band namens "Feinkost Hofer" erzählten, die Titel wie "Great balls called Eier" im Repertoir hatten. Und chra, die erzählt hat, wie Hans Platzgumer sie vor so zirka einem Jahrzehnt nach einem Prong-Konzert angerufen hat, um zu erfahren, wie man Flageolett-Töne macht. Das ausschlaggebende Lied war glaub ich "Third from the Sun" (MP3 anybody?).

Seltsame Parallelen: Auch mir ist in der Nacht auf Freitag die Festplatte am iBook verlorengegangen. Allerdings hat Tobi sie am Samstag mittels Norton Utilities wieder hingebogen. Und ein Fest gab's bei mir bekanntlich auch.

Tobi hat in den letzten Tagen das Helma-Build-Environment wunderbar ausgebaut und vollendet. Test-Packages für Windows und Unix stehen bereit - alles frisch aus dem CVS zusammengemischt. Der Tar-Task war ein verdammt harter Brocken, wir sassen oder knieten heute wohl über eine Stunde fluchend und stöhnend vor der Build-Kiste.

XML-RPC @ Apache geht in die heisse Phase, heute abend (Westcoast-Zeit) soll der Projektvorschlag fertig sein. Die Email-Frequenz hat sich deutlich erhöht, was ziemlich blöd ist, wenn man eigentlich früh schlussmachen wollte.

lnk ~ cmt
 Sonntag, 24. Juni 2001 

Ich finde es beruhigend, dass im Fernsehen grad nur Werbung für handfeste Werte läuft: Autos und Fertignahrung und dergleichen.

"I could get lazy just thinking about it", sagt Johnny Cash über dieses Lied:

Show me that river, take me across
Wash all my troubles away
Like that lucky old sun give me nothing to do
but roll around heaven all day

lnk ~ cmt
 Samstag, 23. Juni 2001 

Hey! Es ist noch genug Wein und Bier übrig für das nächste Henso-dot-com-Fest in zwei Wochen. Mal schauen, vielleicht hält das Essen auch so lange.

P3K: Jetzt wo ich das sehe bin ich mir sicher, dass ich mal so ein Teil hatte. Ich glaube es war bei meinem Sony-Monitor dabei. Leider keine Ahnung, wo es steckt: entweder es ist in irgendeinem der vielen kleinen Kartons (hinter der Couch oder in einem Regal) oder aber es ist futsch :-(

lnk + 2 cmt (grob, goldchen)
 Freitag, 22. Juni 2001 

Wow, alles shiny new im Westen. So ein Büro möcht ich auch mal haben.

hyperhero.com, eine Seite mit hohem what-the-fuck-factor, via chra.

Jetzt mit 2000% mehr Inhalt: Mumbleboy.

Achjo, hier meine Adresse für heute abend:
Mariahilfer Str. 158/241, 1150 Wien. Das ist die äussere Mariahilfer ca. 300 Meter hinterm Westbahnhof, Stiege 2 gleich links im Hauseingang, auf der Klingel steht "Wallnöfer".

lnk + 7 cmt (sinvlem, chris, chronistin, rosengelb, grob)

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