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Mozilla, baby!

antville.org
 Sunday, 1. July 2001 

CNet-Special darüber, wie "Corporate Software" verkauft wird.

Yummo: Kreolische Hühnersuppe, Knoblauchverseuchte Flusskrebse, Karamellisierter Brotpudding mit Butter-Rumcreme - richtig, wir waren im Bayou. Verpflegungsmässig stinkt der 15. Bezirk schon sehr gegen den 2. ab.

lnk ~ cmt
 Saturday, 30. June 2001 

"Wir haben uns beide noch gewundert." Eminent lustig, angefangen schon damit, dass sie überhaupt ein Auto in die Luft jagen wollten.

Oah. Eine Euroranch Clubnacht fast so schön wie beim ersten Mal, bzw. eigentlich schöner aber dann etwas zu kurz bzw. etwas zu abrupt im Ausklang.

Bee ist ein ziemlich spannendes und gut gezeichnetes Comic. Schaut so aus als sollte man den Zeichner, Jason Little, im Auge behalten. Der Einfluss von Dan Clowes ist nicht zu übersehen, was mir natürlich sehr gefällt.

Eine kleine Anmerkung zu Antville, es gibt die Zutaten natürlich auch zum Downloaden: Helma 1.2 Test und /apps/antville über anonymes CVS von :pserver:anonymous@coletta.helma.at:/opt/cvs, Passwort "". Eventuell könnte es sogar ohne SQL-Datenbank (sprich mit zero setup) funktionieren, das habe ich noch nicht probiert. Diskutiert wird das ganze auf der Hop Mailing List.

lnk ~ cmt
 Friday, 29. June 2001 

A test installation of our blogware project code-named Antville is running on a top secret server. Kudos to Robert for bringing it this far all by himself. Don't be fooled by its rough appearance and pre-alpha-ish features, this can be anything we want it to be in very short time. Well, almost anything that is.

Also mir gefällt das. (via STYP)

Tobi hat gerade eine neue Abkürzung gecoint: KGB (steht für KulturGrossBau)

Auszucheckende Spracheinstellungen bei Google, entdeckt von Chris: "Hacker", "Elmer Fudd" und "Bork, bork, bork!". Latein ist auch ganz ok, aber wtf ist "Pig Latin"?

Jon Udell hat einen sehr schlauen Artikel namens "Applications First" im aktuellen Linux Magazine geschrieben, der leider noch nicht online ist. Jon fängt an bei der "Entdeckung Windows": "The plain truth is that users care about applications and will run them on the shoddiest of substrates, as Microsoft well knows. OS/2 was, after all, once a joint IBM/Microsoft effort - until a bright programmer in Redmond figured out how to make DOS/Windows run in protected mode. Microsoft immediately dumped OS/2 and abandoned all the developers that it had been urging to write for OS/2's Presentation Manager GUI." Er geht dann weiter zur "Entdeckung Web": "By the time the Web happened, application software was already well into its baroque phase. It was impossible to care about the next version of MS Office, which only wrapped more incidental features around the core functionality that people actually used. The Web showed us just why applications had grown so stale; they were not connected to anything." Der Schluss, den Udell aus all dem zieht ist der, dass das "Nachbauen" von Windows nicht reichen wird, um Linux auf dem Desktop erfolgreich zu machen. Was nötig ist sind "neuartige" Applikationen, Anwendungen die anders ticken und übrigens ruhig auch auch Windows laufen dürfen. Als Hoffnungsträger nennt Udell Ximian, von dem er hofft, dass es mehr werden könnte als GNOMEs Antwort auf Microsoft Outlook.

Bottom line: it doesn't matter how shitty the software, what matters is the things it lets you do - eben wie Windows 3.1 und Netscape 0.9 im damaligen Kontext. Da fällt mir was auf: Wer weiss ob es Netscape (die Firma) heute noch geben würde, wenn sie erst mit Version 3.1 richtig "durchgebrochen" wären.

lnk + 1 cmt (p3k)
 Thursday, 28. June 2001 

Ein Paradoxon, von dessen Richtigkeit ich unerschütterlich überzeugt bin, ist dass bei der Auswahl eines Software-Versorgers Sympatie eine grosse Rolle spielen muss, und zwar gerade dann, wenn man eine rationale Entscheidung nicht nur für sich allein, sondern für andere Benutzer treffen will. Software entscheidet sich nämlich in einem Punkt wesentlich von Gemüse. Gemüsehändler sucht man nach der Frische ihrer Ware aus und vergisst sie nach dem Kauf. An Softwareherstellern hängt man aber, solange man die Software benutzt, und das Wissen um diese unsichtbaren Fäden macht den Unterschied zwischen einem erfahrenen und einem unerfahrenen Software-Aussucher aus. Jetzt fällt mir gerade noch ein guter Vergleich ein: Sich für Software entscheiden ist wie die Hochzeit in einer Mafia-Familie. Man hat ab sofort nicht nur die schöne Braut (=Software) am Tisch sitzen, sondern auch den Schwiegervater und den Rest der Verwandtschaft. So you better like them. Der Grund warum ich das alles sage ist der, dass mir KnowNows neue Site suspekt ist und mir das reicht, die Sache zu ignorieren. Joel Spolsky und ex-KnowNow-Mitarbeiterin Megnut geht's übrigens ähnlich.

Naja, nach dem ersten Kaffee werd ich mir das ganze vielleicht doch mal anschauen.

Meine Putzfrau ist auf Hochzeitsreise in Polen, erste Anzeichen der Entropie machen sich bemerkbar.

Microsoft droppt SmartTags. Ein schöner Erfolg für jene, die die öffentliche Diskussion darüber geschürt haben, hierzulande z.B. P3K.

Es sollte eine Gnu Public License für Musik geben, die es beispielsweise unmöglich machen könnte, zur Prime Time im ORF für eine Bob Marley-CD zu werben.

lnk + 3 cmt (grob, chris, murx)
 Wednesday, 27. June 2001 

This way: Katatonik zerlegt einen Text von Isolde Charim im Standard. Man kann es noch einfacher ausdrücken: die Leute haben Robert Hochner gern gehabt. Nicht dass ich hier eine anti-intellektuelle Stimmung verbreiten möchte, aber es ist unglaublich vorgestrig, Phänomene wie Liebe oder Gernhaben dann und genau dann hinterfragen zu müssen, wenn sie medial vermittelt entstehen.

Murx, jüngster Henso.com-Neuregistrant, liefert Background zu seiner vorbildlich aufgebauten Site namens murx.atat.at.

Absurde Träume und renitente alte Leute, ich bin ein Fan von ORF ON Comics. Flaschko hat meines Empfindens etwas nachgelassen, der Dämon Damenlikör zieht sich mittlerweile etwas. Dafür hat Mahlers neuer Wurf namens Molch vielvaschbreschend begonnen. Bin gespannt ob er das auch halde kann.

Mir ist noch nicht ganz klar, was Macromedia SiteSpring können soll, das good old CVS und ein etwas avanciertes Projektblog nicht kann - abgesehen vom Lock-In, that is.

A List Apart hat den bislang umfassendsten Artikel zu Microsofts SmartTags, der mir untergekommen ist. Fast schon eine Spur zu umfassend vielleicht.

SmartTags auf App-Server- oder Application-Ebene abzudrehen ist eine nette Geste, gleichzeitig aber ein (nebenbei gesagt heuristischer) Eingriff in den Zuständigkeitsbereich des Autors von Template und Inhalt der Seite. Vor allem wenn dieser gar nicht gefragt wird. Natürlich ist das Grundproblem, dass es ein Opt-In statt eines Opt-Outs geben sollte. Aber so wie die Dinge liegen - Opt-Out im HTML-Quelltext - sollte das Sache des Site-Owners sein, nicht die des Server-Betreibers.

Aber halt: gerade sehe ich, dass man SmartTags auch über HTTP-Header abdrehen kann. Das ändert die Sachlage natürlich grundlegend. Gibt's eine Bestätigung, ob das auch wirklich funktioniert?

henso.com workspace

Unser Refugium, gebaut um Milch und Köpfe kühl zu halten.

lnk + 3 cmt (katatonik, hns, cabdelh)
 Tuesday, 26. June 2001 
Ich glaube ja, dass er die Kamera absichtlich hat laufen lassen. Wahrscheinlich hat er nur nicht damit gerechnet, dass die Bilder woanders gleich archiviert werden. Indizien:
  1. Holländer
  2. 17 Jahre alt
  3. Die Kamera ist genau aufs Bett gerichtet, naja, fast jedenfalls
  4. Kommt schon in einem meiner Lieblingsfilme vor, der in ähnlichem Milieu spielt. Und auch da geht's daneben, weil nicht nur seine Freunde, sondern auch ihre Eltern online sind
  5. Kommt mir verdächtig vor, wie da alle Stellungen durchexerziert werden (aber vielleicht bin ich einfach schon alt)

Alles gelogen, ich hab mir gerade ein neues Handy bestellt. Naja, war fast geschenkt (999 Ösen) und ist die logische Fortsetzung meines good old 6150.

Herausforderung: Auf der Mobilkom A1-Seite herausfinden, welche Handies zu welchen Preisen angeboten werden. Ich gebe nach einer verzweifelten Viertelstunde mit der Erkenntnis auf, dass diese Information auf der Site einfach nicht existiert und bin plötzlich doch wieder froh, bei one zu sein.

Interessantes zum österreichischen Handymarkt, nicht ganz brandaktuell.

Svens Resümee zum St. Pölten-Ausflug der Eurancheros, ein erhebendes Stück Netzliteratur. Bebildert auch. Ich war übrigens nicht dabei, weil an diesem Tag und um diese Zeit keine saubere Unterwäsche zur Verfügung stand.

Scott Rosenberg sagt enorm richtige Dinge über den Zustand des Webs.

Nie mehr nicht wissen wie man's ausspricht: Merriam Webster hat jetzt ganz wunderbare Aussprachebeispiele im Online-Dictionary. Einfach auf das rote Lautsprecher-Icon klicken. Terrific!

lnk + 8 cmt (murx, rosengelb, hns)
 Monday, 25. June 2001 

Gestern erst beim dritten Versuch aus dem Haus gekommen und ein sehr gutes Konzert von New Wet Kojak im Flex gesehen. Valina hab ich leider grösstenteils verpasst, scheinen aber auch gut gewesen zu sein. Irgendwie der Höhepunkt des Abends war aber doch, als mir Tom und Peter Pfister von der Grazer Band namens "Feinkost Hofer" erzählten, die Titel wie "Great balls called Eier" im Repertoir hatten. Und chra, die erzählt hat, wie Hans Platzgumer sie vor so zirka einem Jahrzehnt nach einem Prong-Konzert angerufen hat, um zu erfahren, wie man Flageolett-Töne macht. Das ausschlaggebende Lied war glaub ich "Third from the Sun" (MP3 anybody?).

Seltsame Parallelen: Auch mir ist in der Nacht auf Freitag die Festplatte am iBook verlorengegangen. Allerdings hat Tobi sie am Samstag mittels Norton Utilities wieder hingebogen. Und ein Fest gab's bei mir bekanntlich auch.

Tobi hat in den letzten Tagen das Helma-Build-Environment wunderbar ausgebaut und vollendet. Test-Packages für Windows und Unix stehen bereit - alles frisch aus dem CVS zusammengemischt. Der Tar-Task war ein verdammt harter Brocken, wir sassen oder knieten heute wohl über eine Stunde fluchend und stöhnend vor der Build-Kiste.

XML-RPC @ Apache geht in die heisse Phase, heute abend (Westcoast-Zeit) soll der Projektvorschlag fertig sein. Die Email-Frequenz hat sich deutlich erhöht, was ziemlich blöd ist, wenn man eigentlich früh schlussmachen wollte.

lnk ~ cmt

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