henso.com
Home
Archive
Search

rss feed for this page

DELI
HLM

LNGR
EURN
OON
CHLM
POOL
ELPH
RIST
SOFA
SENS
P3K
FM4
SCRP
MAL
RNS
GDNY
ELEG
OSNS
SLSH

Mozilla, baby!

antville.org
 Freitag, 6. Juli 2001 

ORF ON: In China gab es in den letzten 3 Monaten 1.781 Hinrichtungen - sogar für ein unfassbar grosses Land unfassbar viel. Unfassbar auch, dass die Todesstrafe bei Bestechung, Zuhälterei, Steuerbetrug, Benzindiebstahl oder Verkauf von gesundheitsschädlichen Lebensmitteln verhängt wird.

Wie ich 17 war hab ich mit zwei Freunden ein zwei mal den Versammlungen der ersten und damals einzigen Südtiroler Amnesty International-Gruppe beigewohnt. Allerdings erinnere ich mich besser an die Fahrt dorthin als an die Versammlungen selbst. Wir trafen uns in einem Frauenberatungszentrum, in dem zwei junge (für uns damals natürlich alte) ausgebildete Hebammen arbeiteten, mit deren Autobianchi wir dann zur Amnesty-Versammlung irgendwo in der Nähe von Eppan fuhren. Im Auto lief Musik von Bob Marley aus einem Ghettoblaster. Schon komisch dass gerade die Fahrt im Autobianchi und die Tatsache, dass es sich bei den zwei Frauen um Hebammen handelte so tiefen Eindruck hinterlassen haben.

Gestern nacht die Dokumentation des äusserst interessanten und nicht Hop-unähnlichen Midgard-Projektes durchpflügt. Empfohlen für jeden Hop-Kollaborateur. Besonders das hierarchische Aneignen von Inhalt und Style ist etwas, das beim Hop prinzipiell vorhanden aber noch nicht voll aufgeblüht ist.

Antville war gestern ein Hauptthema in der wöchentlichen Couchrunde des Helma-Steering-Commitees. Die kollektive Richtungsfindung macht wunderbare Fortschritte. Noch geht es vor allem darum, die Sachen zu entdecken, die Antville sein kann, aber langsam juckt es mich schon, diesbezüglich in die Tasten zu greifen.

Die Übernahme von Helma-XML-RPC durch Apache scheint seit gestern abend so gut wie fix. Allerdings wird das Projekt nicht bei der Jakarta-Partie, landen, sondern bei Apache XML, was mir recht ist, solange es ein unabhängiges top-level-Projekt ist. Über unsere Auseinandersetzungen darüber auf der Mailing-List gibt's sogar schon einen Artikel auf xmlhack, dem Boulevardmagazin der Markup-Szene.

Peter Merholz, seit langem bekannt als Ansteller kluger Beobachtungen, über den allgegenwärtigen Hang zur Geheimnistuerei.

Hey, ich mag Spaghettiträger! Werd mir wohl auch sowas zulegen.

lnk + 14 cmt (hannes, hns, grob, goldchen, katatonik, chris, p3k, rosengelb)
 Donnerstag, 5. Juli 2001 

Mir ist schlecht: Anfeindungen, finanzielle Scherereien, stagnierendes Privatleben, Wohnung im Chaos. Irgendwann hatte ich schon mal mehr zu lachen.

Schätze es ist Zeit für einen "bold leap" in Sekor drei.

Wenigstens beim Hop läuft alles smooth, wenn ich auch grad nicht viel dazu beitrage.

Es wundert mich, dass niemand meine gestrige Entdeckung aufgegriffen hat, dass notify.at gegen österreichisches Strafgesetz verstösst. Was soll ich machen, der Staatsanwaltschaft einen Hinweis geben? Oder jemanden kontaktieren, der sich für die Sache interessiert?

Holy moly, die UMTS-Trottel sind scared shitless vor Grassroots-Funknetzen, die auf dem IEEE 802.11-Standard aufbauen. Mit gutem Grund. Ich hab 802.11-FunkLANs im Büro und zuhause, und was soll ich sagen: es rockt. Mit einer etwas grösseren Antenne könnte ich die ganze Gegend um den Westbahnhof an mein Kabelmodem hängen.

Das neue ORF-Gesetz wurde heute im Nationalrat beschlossen. Für ORF ON bedeutet dies kurz gesagt mehr Geld und weniger Freiheit. Mehr Geld weil das Web Teil des öffentlich-rechtlichen Auftrages wird. Weniger Freiheit aus demselben Grund.

lnk + 13 cmt (hannes, rosengelb, chronistin, goldchen, hns, p3k, chris, stefanp)
 Mittwoch, 4. Juli 2001 

Yauw, spannende Grabenkämpfe bei Apache. Ich behalte die Verschwörungstheorien für mich, die öffentliche Diskussion läuft hier. Zusammengefasst geht es um die Frage, ob XML-RPC zum Apache/XML-Projekt kommt (IBM/SOAP-Standpunkt, wollen ich und Jason auf keinen Fall) oder zu Jakarta (unser heftiger Wunsch). Stundenlang politische Emails schreiben saugt Esel. Aber hey, gemeinsame Feinde verbinden!

Alle meine Quellen drängen mich dazu, einen Artikel namens One Dead Opossum von Del Miller zu lesen. Mein Interesse war gering als ich feststellte, dass es sich um einen biologisch verbrämtes Anti-Microsoft-Pamphlet handelt, eine Sorte Text also, die dieser Tage auf einschlägigen Weblogs im Dutzend gehandelt wird. Jetzt habe ich dem Drängen nachgegeben. Im ersten Teil des Artikels beschreibt Miller, wie er eines Nachmittags ein offensichtlich krankes Opossum torkelnd seinen Garten betreten sieht und wie er dieses Tier am nächsten Tag tot vor seinem Fenster liegend findet. Ausgehend vom Motiv der toten Beutelratte im Garten schwenkt der Autor über zu Microsofts Plänen und Visionen: .NET, Passport, service based revenues und dergleichen. Dabei stellt er durchaus interessante und nachvollziehbare Überlegungen an. Es bleibt zwar das Gefühl, dass Microsoft in seinem derzeitigen Zustand wenig mit einem sterbenden Nagetier zu tun hat (abgesehen vielleicht vom Gefühl, das beide in Herrn Miller erregen), aber wer wird da so penibel sein, wenn er a) eine nett-grauslige Anekdote und b) schlaue Gedanken zur Softwarepolitik geliefert bekommt. Ja, ich würde die Lektüre sogar gerade aufgrund der fein erzählten Opossumsgeschichte empfehlen, die interessante Fragen zu Schicksal und Betroffensein aufwirft.

Aus irgendeinem Grund der nichts mit zoologischem Wissen zu tun hat bin ich übrigens der Überzeugung, dass es sich beim überfahrenen und bemalten Tier auf der Cluetrain-Site ebenfalls um ein Opossum handelt ... err, gehandelt hat. Opossen sind offensichtlich "Die Tiere mit der Arschkarte". Das kommt davon, wenn man sich 70 Millionen Jahre lang nicht weiterentwickelt.

Clay Shirky: The Case Against Micropayments. Wie vorgestern gesagt stimme ich Shirkys pessimistischer Einschätzung aus dem einfachen Grund zu, dass es angenehmer ist, einmal bewusst ein paar Dollar zu zahlen als an allen Ecken des Internet mehr oder weniger unbewusst Groschen, Pennies, Pfennige und Cents zu bluten.

Rosengelb legt im gestrigen Forum einen Link zu El Awadallas hervorragender Seite über Pyramidenspiele und Multi-Level-Marketing. Wenn man die Bereitschaft, täglich mit zwei SMSen beschossen zu werden, als nicht geringen Einsatz (bzw. als Einsatz mit nicht geringem Wert) betrachtet, so wären die Betreiber von notify.at laut § 168A Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Im Gesetzestext ist die Rede vom "Wert" des Einsatzes, nicht aber dass der Einsatz finanzieller Natur sein muss bzw. von welcher Seite der Einsatz finanziell abgegolten wird. Und da die Werbegelder sowohl das Unternehmen als auch die Gewinnhoffnungen der Teilnehmer finanzieren sollen, kann man wohl davon ausgehen, dass es sich um einen nicht geringen Wert handelt. notify.at - ein Fall für die Staatsanwaltschaft?

britney_spears_topless_and_undies_NOT_a_fake.gif

Wie üblich ist Mozille mit dem neuen Release 0.9.2 wieder ein beeindruckendes Stück schneller, angenehmer und stabiler geworden. Version 1.0 gegen Ende des Sommers scheint realistisch. Eine interessante Eigenschaft von verspäteter Software ist ja die, dass die Verspätung vergessen und wurscht ist, sobald die Software dann endlich da ist und tut was sie soll. Erstmals kann ich mir vorstellen, dass dieses Mozilla ernsthafte Teile des Browsermarktes zurückgewinnen kann. Das einzig Nervende ist eigentlich, dass Fenster in den Vordergrund geschaltet werden, wenn eine Seite fertig geladen ist - für einen Mehrfenster-Surfer wie mich sehr unangenehm.

Das neue film.at-Design gefällt mir. Wie üblich haben sich die User masslos darüber aufgeregt, hat Manfred Wuits auf Matthias' gestriger Geburtstagsgrillfete erzählt.

lnk + 5 cmt (p3k, bruno, hns)
 Dienstag, 3. Juli 2001 

Luke Tymowski: "Magazines and books no longer tell us exactly what is wrong with Microsoft products". Microsofts Politik des schweren Werbedollars - verlässliche Strategie oder Schuss ins eigene Knie?

Interview mit Matthew Linderman and Jason Fried, zwei von vier Webdesignern bei 37signals. Favorite quote: "I think we attract clients who feel the same way."

Lots of Antville ideas.

notify.at, ein SMS-Werbung-Pyramidenspiel made in AT.

Ich finde die Netz-Coverage im Standard miserabel. In der Druckversion gibt's da die Rubrik mit dem alles sagenden Titel "NetBusiness" - nur was mit grossem Geld (oder enttäuschten Hoffnungen darauf) zu tun hat darf hier rein. Das Internet in seiner Haupteigenschaft als gesellschaftliches und kulturelles Phänomen (und ich meine nicht diese Art von Kultur) wird konsequent und sauber ausgeklammert. Online gibt es etwas mehr Produktankündigungen und weniger New Economy-Bullshit, wesentlich wohler fühle ich mich hier aber auch nicht. Ganz frei vom Netbiz-Hype ist hingegen der gute alte Falter, was aber angesichts der weitgehenden Netz-Unbeflecktheit jener Redaktion wahrscheinlich nicht als Verdienst anrechnet werden kann. Höchste Zeit, dass jemand den österreichischen Zeitungsschreibern eine gescheite Aufwach-Watschen verpasst.

Erstmals aufgefallen ist mir dieser Zustand übrigens, wie ich in einer grossen japanischen Tageszeitung einen Artikel über jenen jungen holländischen Weltenbummler gelesen habe, der seine Website zur kostenlosen Unterkunftssuche benutzt. Ein anderes Beispiel für angenehm unprätentiöse Web-Coverage liefert der Heise-Verlag.

Da habt ihr's: sogar Tex Rubinowitz findet in BETF's Disussionsforum das Internet eigentlich öd - und das nach 1185 Beiträgen auf alles-bonanza.de.

Wieder mal ein netter Google-Referer: kill people in habbo hotel.

Napster ist tot. Kein Wunder, jetzt wo es seinem grössten Feind gehört.

lnk + 10 cmt (chris, hns, p3k, chronistin, rosengelb)
 Montag, 2. Juli 2001 

Speziell für hans_heinz und andere Liebhaber italienischen Liedguts: Antonello Venditti - Bomba o non bomba (128 kb/s, runde 5 MB). Text und Tabs werden gratis dazugeschmissen.

"A Firenze dormimmo da un intellettuale" - Wie ich 14 war bin ich mit Freunden durch die Toscana getrampt, auf der Rückfahrt sind wir nach Florenz gekommen, wir haben im Park geschlafen, am nächsten Tag jemanden nach dem Weg gefragt, ein Mädchen ein oder zwei Jahre älter als wir, aus irgendeinem Grund hat sie uns dann begleitet, und irgendwann war ich plötzlich mit ihr allein und wir sind Hand in Hand und fast ohne ein Wort zu sagen durch die Parks gegangen. Das war aber jetzt kein romantisch verklärtes Schweigen, sondern ein verkrampft panisches. Bei mir jedenfalls. Ich war verlottert und hatte kein sauberes T-Shirt mehr und es kam mir vor wie Stunden. Ihr Name war Giulia Bosi und sie wirkte erwachsen. Sie trug einen Rock, hatte eine Brille und einen grossen Busen samt BH. Ihr Vater war Redakteur bei einer wichtigen Tageszeitung, Florentiner Establishment. Und sie hat erzählt, dass sie Stewardess werden wolle und dass sie ein paar Monate später bei einer Gameshow auf einem Berlusconi-Sender als Kandidatin auftreten würde. Ich hab sie nie wieder gesehen, aber ab und zu sucht mich die Erinnerung heim.

Chris hat übers Wochenende eine HopShell gebastelt. Check it out!

Blackbox goes Open Source, but where's the code?

Scott McCloud erklärt Micro-Payments in Bild und Text (via RIST). Favorite quote: "It would finally start a real "new economy". Meiner Meinung haben wir ja mit PayPal schon eine allgemein nutzbare und akzeptable Lösung, ich jedenfalls zahle bekomme lieber einmal 5 Dollar als 20 mal 25 Cent.

Naja, es gibt noch keine Möglichkeit, meine PayPal-Reichtümer auf ein österreichisches Konto zu bringen, aber ich hoffe das kommt noch ;-)

Interview with a content management heretic.

Die Hundekostüm-Mafia wird immer dreister. Jetzt gehen sie aber einen Schritt zu weit: Ärmel so am Hundskostüm anzunähen, dass das Viech von vorn wie ein kleines Männchen ausschaut. Wo sind die Tierschützer, wenn man sie braucht?

lnk + 3 cmt (kris, chris, h_h)
 Sonntag, 1. Juli 2001 

CNet-Special darüber, wie "Corporate Software" verkauft wird.

Yummo: Kreolische Hühnersuppe, Knoblauchverseuchte Flusskrebse, Karamellisierter Brotpudding mit Butter-Rumcreme - richtig, wir waren im Bayou. Verpflegungsmässig stinkt der 15. Bezirk schon sehr gegen den 2. ab.

lnk ~ cmt
 Samstag, 30. Juni 2001 

"Wir haben uns beide noch gewundert." Eminent lustig, angefangen schon damit, dass sie überhaupt ein Auto in die Luft jagen wollten.

Oah. Eine Euroranch Clubnacht fast so schön wie beim ersten Mal, bzw. eigentlich schöner aber dann etwas zu kurz bzw. etwas zu abrupt im Ausklang.

Bee ist ein ziemlich spannendes und gut gezeichnetes Comic. Schaut so aus als sollte man den Zeichner, Jason Little, im Auge behalten. Der Einfluss von Dan Clowes ist nicht zu übersehen, was mir natürlich sehr gefällt.

Eine kleine Anmerkung zu Antville, es gibt die Zutaten natürlich auch zum Downloaden: Helma 1.2 Test und /apps/antville über anonymes CVS von :pserver:anonymous@coletta.helma.at:/opt/cvs, Passwort "". Eventuell könnte es sogar ohne SQL-Datenbank (sprich mit zero setup) funktionieren, das habe ich noch nicht probiert. Diskutiert wird das ganze auf der Hop Mailing List.

lnk ~ cmt

Not logged in. Click here to log in.

 comments