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Mozilla, baby!

antville.org
 Tuesday, 10. July 2001 

Ich weiss nicht, ob man das schon merkt, aber Tobi und ich haben beschlossen, Helma.org ganz und gar den Hop-Entwicklungsaufgaben anstatt der Schmackhaftmachung für potentielle Hop-Enduser zu widmen. Es ist nämlich eine unglückliche no-win-Situation, Komplexitäten gleichzeitig lösen und verstecken zu wollen. Wenn wir soweit sind, den Hop an Enduser pitchen zu wollen, werden wir dafür wahrscheinlich helma.at aus der Frühpension holen und reaktivieren.

Gerade habe ich ein bisschen weinen müssen, als ich "Die Nacht in der ich starb / sangen diese Jungs ein Lied" vom Tomte hörte. So ein trauriges und schönes Lied. Im gleichen Moment wusste ich, dass ich das als billige Emotion auf Henso.com verbraten können würde.

Eines der grauslichsten Wörter der deutschen Sprache ist wahrscheinlich "Leitbild", vor allem wenn es aus der vertrockneten Kehle einer 90er-Jahre-Marketingabteilung aufsteigt. Kein Wunder, dass die Suche danach gleich zweimal zu Siemens führt. Vielleicht brauchen wir auf Helma ja auch ein Leitbild-Diagramm mit bunten Aquarellklecksen. Oder ich ein persönliches Leitbild. Dann könnte ich auf Parties sagen, dass mein Leitbild "Emotional Playboy" ist oder so. Hey das war ein Witz, ok? Nicht dass mir das wieder ewig nachhängt.

So, das ist sie jetzt, die Ankündigung: Diesen Samstag steigt bei mir die nächste Fete, und ich hoffe sie wird alles in den Schatten stellen, was bisher dagewesen ist. Diesmal werd ich sogar Einladungen verschicken.

P3k berichtet über Auseinandersetzungen um das Aussehen von Microsofts CEO Steve Ballmer.

Aus gut unterrichteten Kreisen habe ich erfahren, dass Bruno Haid und Chris Langreiter am 13. Juli in Wien weilen werden. Oje, das kollidiert mit dem Geburtstagsessen meines Bruders, sehe ich gerade. Vielleicht bleiben sie ja bis Samstag?

Wollte ich schon vor längerer Zeit mal linken: Japan Webdesign von Barske & Hinterding.

lnk + 25 cmt (chris, p3k, motz, der schockwellenreiter, hannes, hns, goldchen, hinterding, katatonik, bruno, rosengelb)
 Monday, 9. July 2001 

Langsam bin ich des GPL-Bashens wie hier von Craig Burton müde. Zur Information: die GNU General Public License (GPL) ist eine Softwarelizenz, die verlangt, dass freie Software frei bleibt. Burton macht sich darüber lustig, dass die GPL keine attraktiven Audioplayer hervorbringt. Darüber kann man sich angesichts der nicht unbedeutenden Compiler oder Betriebssysteme, die unter GPL entstanden sind, wohl hinwegtrösten. Für mich stellt die GPL einen extrem wichtigen Eckpunkt in der Softwarelandschaft dar, wenn ich für meine Projekte auch liberalere Lizenzen verwende.

Suse 7.2 ist ziemlich gut. Suse hat zwar in den letzten Jahren einen Haufen Sympatiepunkte bei mir verloren, KDE 2.1.2 und die Feinabstimmung machen aber viel davon wieder wett.

KDE gehört natürlich ebenso zu den Softwaren, die es ohne GPL nicht geben würde.

Endlich ist das Setup des internen Hop-App-Entwicklungsservers fertig. Die zwei wichtigsten Apps werden in nächster Zeit Antville und Helmaorg sein. Quasi zum Testen habe ich gerade eine kleine Änderung in Antville eingecheckt, mit der der Skin-Editor ohne spezielles Setup auskommt.

lnk + 4 cmt (earl, grob, pimi, hns)
 Sunday, 8. July 2001 

Clay Shirky Explains Internet Evolution. Es muss schön sein, ein Internetpundit zu sein.

Dank obiger Frage-Antwort-Stunde weiss ich jetzt auch, dass es eine englische Version von Frau Palmolives "Sie baden gerade Ihre Hände darin" gibt: "You're soaking in it!"

lnk ~ cmt
 Saturday, 7. July 2001 

Anfang Oktober gibt's in Santa Clara eine 802.11-Konferenz, die Themen sind nicht uninteressant.

Nachdenken über Akzeptanz von Komplexität bei der Softwareherstellung (runterscrollen zu Kommentar "the technical divide" von lkcl).

Abgründig, absurd, grossartig: die Cartoons von The Parking Lot is Full, via P3k.

Ich würd mir heute gern einen alten Schinken anschauen, zum Beispiel Peter Sellers als Dr. Strangelove im Burgkino um 21:15 oder Peter Sellers als Partyschreck im Filmcasino um 22:00, ich bin aber nicht auf Herrn Sellers fixiert, ganz und gar nicht, die Filme sind mir nur so entgegengesprungen.
Vorschläge, Kommentare?

lnk + 9 cmt (roland, hns, katatonik, goldchen, rosengelb)
 Friday, 6. July 2001 

ORF ON: In China gab es in den letzten 3 Monaten 1.781 Hinrichtungen - sogar für ein unfassbar grosses Land unfassbar viel. Unfassbar auch, dass die Todesstrafe bei Bestechung, Zuhälterei, Steuerbetrug, Benzindiebstahl oder Verkauf von gesundheitsschädlichen Lebensmitteln verhängt wird.

Wie ich 17 war hab ich mit zwei Freunden ein zwei mal den Versammlungen der ersten und damals einzigen Südtiroler Amnesty International-Gruppe beigewohnt. Allerdings erinnere ich mich besser an die Fahrt dorthin als an die Versammlungen selbst. Wir trafen uns in einem Frauenberatungszentrum, in dem zwei junge (für uns damals natürlich alte) ausgebildete Hebammen arbeiteten, mit deren Autobianchi wir dann zur Amnesty-Versammlung irgendwo in der Nähe von Eppan fuhren. Im Auto lief Musik von Bob Marley aus einem Ghettoblaster. Schon komisch dass gerade die Fahrt im Autobianchi und die Tatsache, dass es sich bei den zwei Frauen um Hebammen handelte so tiefen Eindruck hinterlassen haben.

Gestern nacht die Dokumentation des äusserst interessanten und nicht Hop-unähnlichen Midgard-Projektes durchpflügt. Empfohlen für jeden Hop-Kollaborateur. Besonders das hierarchische Aneignen von Inhalt und Style ist etwas, das beim Hop prinzipiell vorhanden aber noch nicht voll aufgeblüht ist.

Antville war gestern ein Hauptthema in der wöchentlichen Couchrunde des Helma-Steering-Commitees. Die kollektive Richtungsfindung macht wunderbare Fortschritte. Noch geht es vor allem darum, die Sachen zu entdecken, die Antville sein kann, aber langsam juckt es mich schon, diesbezüglich in die Tasten zu greifen.

Die Übernahme von Helma-XML-RPC durch Apache scheint seit gestern abend so gut wie fix. Allerdings wird das Projekt nicht bei der Jakarta-Partie, landen, sondern bei Apache XML, was mir recht ist, solange es ein unabhängiges top-level-Projekt ist. Über unsere Auseinandersetzungen darüber auf der Mailing-List gibt's sogar schon einen Artikel auf xmlhack, dem Boulevardmagazin der Markup-Szene.

Peter Merholz, seit langem bekannt als Ansteller kluger Beobachtungen, über den allgegenwärtigen Hang zur Geheimnistuerei.

Hey, ich mag Spaghettiträger! Werd mir wohl auch sowas zulegen.

lnk + 14 cmt (hannes, hns, grob, goldchen, katatonik, chris, p3k, rosengelb)
 Thursday, 5. July 2001 

Mir ist schlecht: Anfeindungen, finanzielle Scherereien, stagnierendes Privatleben, Wohnung im Chaos. Irgendwann hatte ich schon mal mehr zu lachen.

Schätze es ist Zeit für einen "bold leap" in Sekor drei.

Wenigstens beim Hop läuft alles smooth, wenn ich auch grad nicht viel dazu beitrage.

Es wundert mich, dass niemand meine gestrige Entdeckung aufgegriffen hat, dass notify.at gegen österreichisches Strafgesetz verstösst. Was soll ich machen, der Staatsanwaltschaft einen Hinweis geben? Oder jemanden kontaktieren, der sich für die Sache interessiert?

Holy moly, die UMTS-Trottel sind scared shitless vor Grassroots-Funknetzen, die auf dem IEEE 802.11-Standard aufbauen. Mit gutem Grund. Ich hab 802.11-FunkLANs im Büro und zuhause, und was soll ich sagen: es rockt. Mit einer etwas grösseren Antenne könnte ich die ganze Gegend um den Westbahnhof an mein Kabelmodem hängen.

Das neue ORF-Gesetz wurde heute im Nationalrat beschlossen. Für ORF ON bedeutet dies kurz gesagt mehr Geld und weniger Freiheit. Mehr Geld weil das Web Teil des öffentlich-rechtlichen Auftrages wird. Weniger Freiheit aus demselben Grund.

lnk + 13 cmt (hannes, rosengelb, chronistin, goldchen, hns, p3k, chris, stefanp)
 Wednesday, 4. July 2001 

Yauw, spannende Grabenkämpfe bei Apache. Ich behalte die Verschwörungstheorien für mich, die öffentliche Diskussion läuft hier. Zusammengefasst geht es um die Frage, ob XML-RPC zum Apache/XML-Projekt kommt (IBM/SOAP-Standpunkt, wollen ich und Jason auf keinen Fall) oder zu Jakarta (unser heftiger Wunsch). Stundenlang politische Emails schreiben saugt Esel. Aber hey, gemeinsame Feinde verbinden!

Alle meine Quellen drängen mich dazu, einen Artikel namens One Dead Opossum von Del Miller zu lesen. Mein Interesse war gering als ich feststellte, dass es sich um einen biologisch verbrämtes Anti-Microsoft-Pamphlet handelt, eine Sorte Text also, die dieser Tage auf einschlägigen Weblogs im Dutzend gehandelt wird. Jetzt habe ich dem Drängen nachgegeben. Im ersten Teil des Artikels beschreibt Miller, wie er eines Nachmittags ein offensichtlich krankes Opossum torkelnd seinen Garten betreten sieht und wie er dieses Tier am nächsten Tag tot vor seinem Fenster liegend findet. Ausgehend vom Motiv der toten Beutelratte im Garten schwenkt der Autor über zu Microsofts Plänen und Visionen: .NET, Passport, service based revenues und dergleichen. Dabei stellt er durchaus interessante und nachvollziehbare Überlegungen an. Es bleibt zwar das Gefühl, dass Microsoft in seinem derzeitigen Zustand wenig mit einem sterbenden Nagetier zu tun hat (abgesehen vielleicht vom Gefühl, das beide in Herrn Miller erregen), aber wer wird da so penibel sein, wenn er a) eine nett-grauslige Anekdote und b) schlaue Gedanken zur Softwarepolitik geliefert bekommt. Ja, ich würde die Lektüre sogar gerade aufgrund der fein erzählten Opossumsgeschichte empfehlen, die interessante Fragen zu Schicksal und Betroffensein aufwirft.

Aus irgendeinem Grund der nichts mit zoologischem Wissen zu tun hat bin ich übrigens der Überzeugung, dass es sich beim überfahrenen und bemalten Tier auf der Cluetrain-Site ebenfalls um ein Opossum handelt ... err, gehandelt hat. Opossen sind offensichtlich "Die Tiere mit der Arschkarte". Das kommt davon, wenn man sich 70 Millionen Jahre lang nicht weiterentwickelt.

Clay Shirky: The Case Against Micropayments. Wie vorgestern gesagt stimme ich Shirkys pessimistischer Einschätzung aus dem einfachen Grund zu, dass es angenehmer ist, einmal bewusst ein paar Dollar zu zahlen als an allen Ecken des Internet mehr oder weniger unbewusst Groschen, Pennies, Pfennige und Cents zu bluten.

Rosengelb legt im gestrigen Forum einen Link zu El Awadallas hervorragender Seite über Pyramidenspiele und Multi-Level-Marketing. Wenn man die Bereitschaft, täglich mit zwei SMSen beschossen zu werden, als nicht geringen Einsatz (bzw. als Einsatz mit nicht geringem Wert) betrachtet, so wären die Betreiber von notify.at laut § 168A Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Im Gesetzestext ist die Rede vom "Wert" des Einsatzes, nicht aber dass der Einsatz finanzieller Natur sein muss bzw. von welcher Seite der Einsatz finanziell abgegolten wird. Und da die Werbegelder sowohl das Unternehmen als auch die Gewinnhoffnungen der Teilnehmer finanzieren sollen, kann man wohl davon ausgehen, dass es sich um einen nicht geringen Wert handelt. notify.at - ein Fall für die Staatsanwaltschaft?

britney_spears_topless_and_undies_NOT_a_fake.gif

Wie üblich ist Mozille mit dem neuen Release 0.9.2 wieder ein beeindruckendes Stück schneller, angenehmer und stabiler geworden. Version 1.0 gegen Ende des Sommers scheint realistisch. Eine interessante Eigenschaft von verspäteter Software ist ja die, dass die Verspätung vergessen und wurscht ist, sobald die Software dann endlich da ist und tut was sie soll. Erstmals kann ich mir vorstellen, dass dieses Mozilla ernsthafte Teile des Browsermarktes zurückgewinnen kann. Das einzig Nervende ist eigentlich, dass Fenster in den Vordergrund geschaltet werden, wenn eine Seite fertig geladen ist - für einen Mehrfenster-Surfer wie mich sehr unangenehm.

Das neue film.at-Design gefällt mir. Wie üblich haben sich die User masslos darüber aufgeregt, hat Manfred Wuits auf Matthias' gestriger Geburtstagsgrillfete erzählt.

lnk + 5 cmt (p3k, bruno, hns)

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