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Mozilla, baby!

antville.org
 Friday, 27. July 2001 

Heute abend gibt's in der Alpenmilchzentrale das jährliche grosse Hoffest. Wird sicher nett. Es werden angeblich Lachse gegrillt. Das ist eine Einladung!

Es muss vor ungefähr einem Jahr gewesen sein, dass ich Joel Spolsky's 12 Steps to Better Code las. Damals stellte ich betroffen fest, dass ich fast alle Fragen mit "nein" beantworten musste. Das war der Startschuss für ein vollkommenes Umkrempeln meiner (und mittlerweile unserer) Entwicklungsmethoden. Der Prozess war weder leicht noch angenehm. Heute sind bei Helma fast alle Punkte in Joels Test erfüllt. Der Unterschied zu vorher ist gewaltig. Bildlich gesprochen haben wir uns von einer kriechenden zu einer autofahrenden Spezis entwickelt, wobei unsere Ellbögen locker aus den Fenstern hängen und vom warmen Sommerwind umspült werden. (Hey, wenn schon bildlich gesprochen dann richtig. Nein, keine Fuchsschwänze an der Antenne.) Dass ich Joel unendlich dankbar für diesen Artikel bin brauch ich wohl nicht zu betonen. (Link via EIG)

Wes Strickland hat seinen Namen gewechselt und ist jetzt Lou Charrier. Sofort aufhören! Der frankophile Quatsch zieht bei mir nicht.

CNet vergleicht MySQL mit MS Access und erklärt, warum Web-Entwickler MySQL lieben.

lnk + 8 cmt (goldchen, p3k, hns, kris, ...s...t...e...f...a...n...)
 Thursday, 26. July 2001 

Wacky thing to do: Wenn man in einer Gruppe im Gasthaus sitzt und am Nebentisch läutet ein Handy (laut und mit einer fetzigen Melodie) alle gleichzeitig aufstehen und anfangen zu tanzen. Sobald das Handy aufhört zu klingeln hinsetzen und mit dem weitermachen, was man gerade gemacht hat.

Cooler Name des Tages: Wes Strickland. Seit ein paar Tagen krieg ich Spam-Mails von einem Absender mit diesem Namen. Bitte weitermachen.

Das Basteln an Antville geht weiter. Ab sofort hat jedes Weblog einen eigenen virtuellen Host, z.b. project.antville.org.

lnk + 6 cmt (chris, p3k, chronistin, kris, katatonik, hinterding)
 Wednesday, 25. July 2001 

Bei Punkten 3 und 6 dreht's mir doch etwas den Magen um, den Rest finde ich grossteils interessant und gut. Zu Punkt 3: Unter soziale Marktwirtschaft kann man alles fassen was diesseits des kollektiven Kapitals und der zentralen Planwirtschaft liegt. Klar ist es auch nur ein gradueller Unterschied zwischen Über-den-Kopf-Streicheln und tatsächlicher Mitbestimmung und ansatzweise funktionierender Demokratie, aber wer sagt dass graduelle Unterschiede nicht gewaltig sein können?

Betrifft henso.com: Ich würde mich freuen, wenn die Leute aufhören würden, das hier als intime Bekenntnisse oder Einblicke in mein Innenleben oder dergleichen zu lesen. Wenn ihr Woody Allen auf der Strasse begegnet fragt ihr ja auch nicht betreten, was seine Neurosen machen, oder? Klar ist es echt was hier steht, aber wenn es hier steht bin ich auch schon drüber.

Mein Mobilnetzbetreiber "One" möchte, dass ich mich auf seiner Website "www.one.at" registriere. Die kurze Antwort: Gehts scheissen. Die lange Antwort: Wieso soll ich mich "registrieren", wenn ich schon Kunde bei euch bin? Und wenn ihr euren Kunden irgendwelche nützlichen Dienste auf eurer Site anbieten würdet, würde ich diese wahrscheinlich auch nutzen. Also, show me the beef und lasst mich zufrieden mit eurem Gebettel!

Für ihn soll's rote Rosen regnen: Waldo Bastian, Release Manager für KDE 2.2.

Im Fernsehen wird ein Fussballspiel übertragen und ich habe gerade begriffen, dass die zwei hellen Lichter da draussen am Horizont die Flutlichter im Horr-Stadion der Wiener Austria sind.

lnk + 17 cmt (goldchen, praschl, hns, hannes, katatonik, tf, earl, mkt, ...s...t...e...f...a...n...)
 Tuesday, 24. July 2001 

Sisyphus der alte Sack hatte im Gegensatz zu mir wenigstens eine überschaubare Aufgabe.

"Der Abend bringt Linderung, der Blick weitet sich, die Verzweiflung weicht einer ruhigen gefassten Hoffnungslosigkeit." - Hannes Wallnöfer, henso.com

Tipp an ORF ON: Weniger Weichzeichner, Verwischer, Transitions in den Grafiken verwenden.

lnk + 2 cmt (grob, hns)
 Monday, 23. July 2001 

Genua erwacht aus einem Albtraum. Tränengasverseucht und voll verkohlter Autos und Müllcontainer. Dass sich der Genoveser Bürgermeister um die Abhaltung des Gipfels in seiner Stadt bemüht hat - ein Treppenwitz der Geschichte.

Jon Udell über Environmental Acquisition in Zope. Environmental Acquisiton bedeutet, dass Objekte nicht (nur) von ihrem Prototyp oder ihrer Klasse erben, sondern (auch) von ihrer Parent-Objekten im URI-Path.

Eines der wichtigeren Features im nächsten Helma-Snapshot wird eine spezielle Art von Environmental Aquisition sein. Die globale path-Variable ist nicht mehr nur ein Array mit den Objekten im Request-Pfad, man kann damit auch über den Prototyp-Namen auf die Pfadelemente zugreifen. path.weblog beispielsweise enthält das (letzte) Objekt vom Typ weblog, vorausgesetzt es existiert eines im URI-Path. Ich nenne das "semi-explicit" oder "typed" environmental acquisition. Im Gegensatz zur untypisierten Aquisition in Zope, in der alles nur ein "Folder" ist, also ein Objekt, das alles und nichts enthalten kann und alles automatisch von seinem Parent-Folder erbt, gibt der Programmierer hier an, von welchem Typ von Objekt er etwas will. Der Hop übernimmt dann die Aufgabe, das naheliegendste Objekt dieses Typs zu finden.

Buzzwords beiseite bedeutet das die Befreiung von allen __parent__-Hacks. Der Mechanismus ist sogar flexibler als es jedes getParent() je sein könnte, da man direkt an jede beliebige Stelle des Pfades springen kann, ohne überhaupt wissen zu müssen wo sie genau liegt.

Es wäre auch vorstellbar, dass es dereinst volle (untyped) Environmental Acquisition im Hop geben wird. Nicht als Default-Methode der Auswertung innerhalb der HopObjects, sondern über ein spezielles Konstrukt. Möglich wäre beispielsweise ein Objekt, das in path.hopobject oder path.any oder einer ähnlichen Stelle sitzt, über das man auf alle Properties und Funktionen im URI-Path so zugreifen könnte, als lägen sie in einem einzgen "flaches" Objekt.

Weil das jetzt alles etwas kompliziert klingt kann ich beruhigen: es ist in Wirklichkeit watscheneinfach.

lnk + 3 cmt (chris, grob, earl)
 Sunday, 22. July 2001 

Wow! Noch nie so ein Abendrot gesehen. Der Himmel, ganz Wien und meine Wohnung leuchten rot. Schon vorbei.

Sonja über die Ghost World-Verfilmung. Achtung, nicht lesen wenn man Ghost World wunderbar absurd findet. Sonja muss wieder mal alles erklären.

Der gestrige Abend war verkorkst. Zuerst wurde ein vielversprechend begonnenes Fest nicht durch Regen, sondern eine aus heiterem Himmel einbrechende Modenschau zunichte gemacht. Gibt es eine bessere Methode, die Besucher eines Festes für eigenunterhaltungsunfähig zu erklären als derart Rahmenprogramm? Bei einem Fest sollten die Gäste im Mittelpunkt stehen, nicht gaffende Umrandung sein.

Vergrämt ins Rhiz abgezogen, und dort reichte eine kleine Bemerkung von Arno Waschsalon, um meine Laune endgültig zu zerstören. Er meinte, Arno Senoner sei untersetzt, aber weniger untersetzt als ich.

Hrmf.

Wenn jemand weniger untersetzt ist als ich, dann ist er überhaupt keine Spur untersetzt. Nicht mal wenn jemand mehr untersetzt ist als ich heisst das, dass er infolgedessen untersetzt sein müsste!

Wahrscheinlich war meine Laune schon von der Sache in Genua verdorben.

Ich weiss jetzt, was ich gestern zum Tod des Mannes sagen wollte: Ich stelle mir vor, dass der Carabiniere in Todesangst war. Jemand, der verletzt ist, festsitzt und von einem stärkeren Gegner attackiert wird, hat Todesangst. Es ist ein Zeichen seltsam fehlkalibrierten Denkens, zu glauben, ein Polizist würde sich in dieser Frage wesentlich von jedem anderen Tier unterscheiden.

Unterdessen zuckt die Polizei in Genua völlig aus.

lnk + 11 cmt (chra, katatonik, grob, hns, rosengelb)
 Saturday, 21. July 2001 

Eier kochen in grossem Stil, Käsefiguren schnitzen, und Kaffee gibt's auch dazu: das nenne ich Frühstück!

Stell dir vor du machst jeden Sommer ein Fest im Freien, und jedes mal regnet es. Was heisst da regnen, volle Kanne schiffen muss man da schon sagen! So ist das jedenfalls bei der "Ausserordentlichen Mieterversammlung" in der Mariahilferstrasse 101, dem Hoffest von propeller z und den anderen Mietern in jenem Gebäude. Beim ersten mal vor zwei Jahren regnete es. Letztes Jahr hatten sie zum Glück schon den halben Hof mit einer Plane abgedeckt. Tjo und heute findet das Fest wieder statt, und es schifft. Naja, wenigstens soll's gegen Abend hin aufheitern.

Die diversen Indymedia-Sites (z.b. die österreichische) sind full of shit. Entweder ist überhaupt nur von Mord die Rede und Einzelheiten werden übergangen, oder es wird lapidar erwähnt, der Protestierende hätte einen Feuerlöscher auf ein Carabinieri-Auto werfen wollen. Und natürlich werden Bilder vom Toten in der Blutlache gezeigt. Dabei erzählen die Bilder vom Ereignis selbst (1, 2, 3) eine etwas differenziertere Geschichte. Das Auto steckte fest, die Scheiben waren eingeschlagen, die Insassen wurden von zwei Seiten attackiert. Ausserdem muss ich an die Feuerlöscher in unserem Büro denken, die sind so schwer, dass man sie kaum verschieben, geschweige denn aufheben kann. Na gut, unsere sind etwas grösser, aber die Vorstellung, so etwas in ein Auto zu schmeissen, in dem wer drin sitzt ist für mich einfach unpackbar. Die Erklärung des Polizisten, es habe sich um Notwehr gehandelt, scheint mir sehr plausibel.

Bei den Carabinieri im Auto handelte es sich laut Repubblica um 20-jährige Militärdienstleistende aus Sizilien und Kalabrien.

Immer zu einem Spass aufgelegt, diese Italiener.

Philip Jones über die Ziele der Demonstranten.

Das Wort "Globalisierungsgegner" ist übrigens ein saudummes und unpassendes. Kein vernünftiger Mensch wird glauben, irgendeine Globalisierung aufhalten oder rückgängig machen zu können. Worum es geht ist das Installieren und Überprüfen fairer, weltweit verbindlicher Regeln. Also eher ein Schritthalten mit der Globalisierung der Wirtschaft.

Slashdot-Q&A mit Shawn Gordon von TheKompany.

Quanta könnte eine gute Hop-Entwicklungsumgebung abgeben. TheKompany will Ende des Sommers eine Gold-Version für Linux, Windows und Mac rausbringen.

Ist Qt das neue WORA?

lnk + 5 cmt (chra, hns, p3k, bruno, earl)

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