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Mozilla, baby!

antville.org
 Saturday, 18. August 2001 

Viele der Minidramen auf Disturbing Search Requests lassen sich zusammenfassen als "Mann such Bild und findet Text".

Endgültig durchgeknallt: Bradley Kuhn von der Free Software Foundation v3rgleicht im Slashdot-Interview das Recht, mit der eigenen Software zu machen was man will (z.B. sie zu kompilieren und verkaufen) mit der Sklaverei. "Today, some argue that the "right to choose your own software license" is the greatest software freedom. By contrast, I think that, like slavery, it is an inappropriate power, not a freedom. The two situations both cause harm, and they differ only in the degree of harm th at each causes."

In den Kommentaren findet man neben deutlichen Worten auch dieses Testimonial eines Gnu-Entwicklers vom Auftritt eines Phänomens namens Linus Torvalds. Es ist eine Tatsache: Linux war und ist anders als die anderen - weniger Raumschiff, mehr Komet, und einiges von dem, was hier als Mob Software beschrieben wird.

HttpUnit, ein Test-Framework für Web-Apps.

lnk + 16 cmt (motz, hns, katatonik, slauti, earl, chris)
 Friday, 17. August 2001 

Wer hätte das gedacht - spät aber doch spiegelt die Homepage von lion.cc den geheimen Wunsch der Betreiber wieder, Bücher und CDs zu verkaufen. Man kriegt ja fast schon Lust, was zu kaufen! Vor einiger Zeit war jene Seite nämlich noch mit Nachrichten gefüllt. Das muss man sich mal vorstellen. Quasi wie wenn Billa einem Prospekte an die Wohnungstür hängt, in denen dann nicht steht, dass die 2-Liter-Colaflasche nur 24,90 kostet und Faschiertes 69,90, sondern dass irgendwo eine Bombe explodiert ist und der Papst in Afrika weilt. Ist doch gut wenn einem das Geld ausgeht, man besinnt sich wieder aufs Wesentliche.

Ein Interview mit Mike Lynch, dem CEO von Autonomy. Autonomy ist eine durchaus interessante Firma, die zu automatisieren versucht, was beim Webloggen manuell gemacht wird: Verstehen, Kategorisieren und Auswahl von "reicher", unstrukturierter Information. "You say, "Look at what you're using people to do in your business. If you're using them to read e-mails or using them to link articles in an online publishing site, that's a waste. That's something that can be done automatically and as accurately." And they may look at you and may think, "Well, I don't believe you can link online news articles as accurately as the editors." And you say, "OK, we'll come back on Thursday. We'll put an editor in one room and a machine in the other, and we'll get two of your other editors to blind test and score the thing." That's all they're interested in. It works. They actually don't care whether it's little leprechauns or the computer that does it--as long as the results are there when they actually do the test. You can do a test in an afternoon and prove the point. Almost every one of our customers has done those tests before buying."

lnk + 3 cmt (pimi, hns, slauti)
 Thursday, 16. August 2001 

Nicht irgendein Link, sondern das beste, was ich jemals zum Themenkomplex Softwarearchitektur/Softwareentropie gelesen habe: Big Ball of Mud. Auch die darin enthaltenen Links sind von hohem Wert, so sie nicht ins Leere führen. Danke Motzes!

Auf die Frage ob ich weiss, wovon die Herren schreiben kann ich nur sagen: "I'm soaking in it!" Ich habe gerade die Konsolidierungsphase meines Lebens.

Auch interessant, dass Foote und Yoder konsequent die Begriffe "Stadt" und "Stadtteil" als Analogien für komplexe Programme auffahren. Ich habe vor ein oder zwei Wochen begonnen, in genau jenen Begriffen vom Hop zu denken. Die Essenz des so Denkens ist, dass man das gesamte System nie in seiner Ganzheit verstehen kann (ich kann, aber auch erst nach 2 Jahren) und dass Sanierung und Konsolidierung "one block at a time" erfolgen muss.

Wenn ich sage, dass es auch für mich schwierig ist oder war, den Hop in seiner Ganzheit zu verstehen, meine ich übrigens nicht den Code. Bisher habe ich jeden Code, den ich irgendwann geschrieben habe, auch wieder verstanden wenn ich lange genug drauf gestarrt habe (abgesehen von sed und awk-Scripts, natürlich). Vielmehr meine ich die Problem Domains des Hops, das was er zu machen versucht und wie er das tut. Dabei gibt es zwei relativ komplexe Bereiche. Erstens: Eine Objektstruktur entweder nur in Memory, auf eine "native" Objektdatenbank oder auf eine relationale Datenbank zu mappen und sie in allen drei Fällen über den selben transparent-abstrakten Mechanismus zugänglich zu machen, und zweitens: diese Struktur zum Gegenstand objektorientierten Scriptens und Skinnens zu machen. Beides verstehe ich erst jetzt - so richtig. Bildlich gesprochen strecke ich gerade erstmals meinen Kopf aus der Wolkendecke und sehe was da eigentlich passiert.

"A certain amount of controlled chaos is natural during construction, and can be tolerated, as long as you clean up after yourself eventually. Even beyond this though, a complex system may be an accurate reflection of our immature understanding of a complex problem. The class of systems that we can build at all may be larger than the class of systems we can build elegantly, at least at first. A somewhat ramshackle rat's nest might be a state-of-the-art architecture for a poorly understood domain. This should not be the end of the story, though. As we gain more experience in such domains, we should increasingly direct our energies to gleaning more enduring architectural abstractions from them."

Ward Cunninghams Peter Principle of Programming: "Everyone rises to their level of incompetence." Oder: "Everyone programs at at least level above that at which they are competent."

Noch ein Zitat: "It is interesting to ask whether some of the differences in productivity seen between hyper-productive organizations and typical shops are due not to differences in talent, but differences in terrain." Ja, ja und nochmals ja. Das ist das, was ich intern als "Position" bezeichne. Genauergesagt handelt es sich um die Konstellation von Mensch, Werkzeug und Materie, wobei mit "Werkzeug" beim Programmieren hauptsächlich das Begriffsarsenal gemeint ist, mit dem wir uns über ein Problem hermachen. "Talent" ist (ebenso wie "Intelligenz") ganz bestimmt kein ursprüngliches, primäres Phänomen, sondern die Manifestation eben jenes Zusammenspiels von Mensch, Werkzeug und Materie - und daher relativ leicht zu beeinflussen.

Mehr Lesestoff von Brian Foote.

lnk + 3 cmt (slauti, motz, p3k)
 Wednesday, 15. August 2001 

Heute: Infotech-Firmen und wie sie sich selbst sehen.
a leading provider of
technology leader in
the leader in
the worlds leading supplier of
a leading developer of
a leading provider of
a leader in providing
a leading provider
a leading provider of
leading provider of
the leading provider of
a leading provider of
a leading firm
the leading independent software vendor of
the leading global provider of
the leading product

Ich denke, da zeichnet sich ein Trend ab. Vielen Dank an Linux Journal für die Zusammenstellung.

Wie Peter Praschl feststellt sind auch in der Musikindustrie ernste Anzeichen von Leadgut festzustellen.

lnk + 7 cmt (claudschi, hns, kris, p3k, slauti)
 Tuesday, 14. August 2001 

Wer hätte gedacht, dass der Almrausch kein Zustand, sondern eine Pflanze ist, die es in bärtiger und unbärtiger Ausgabe gibt.

"Blog, du Bot!" Blogger als Jabber-(B)log-file. Incredibile.

Obige Aufforderung hiesse unabgekürzt übrigens "Weblogge, du Roboter!"

"KITT!"

"Wos is, Maikl?"

"Tuast eh mitbloggen?"

Aus irgendeinem Grund reden KITT und Michael bei mir immer bayrisch. Das hat im Sommer 1989 in der flirrenden Hitze Spaniens auf dem Rücksitz eines Fiat Ritmo angefangen und mich seither nicht mehr verlassen. Standardsatz Michael: "An Radi wui i hom." Nette Anekdote vom Sommerurlaub 1989: Wir hatten damals zwei Kilometer nach der Abfahrt einen Achsbruch vorne rechts und sind dann doch noch bis Portugal gekommen.

Die Kirch-Gruppe lässst eine erfolgreiche Fussballsendung vor die Hunde gehen, um dem vor sich hingrundelnden Premiere Kunden zuzutreiben. Mein Gott, Leo!

Gut dass es Leute gibt die wissen wie man eine Party macht und ausserdem schöne Lampen und Zimmerpflanzen zu schätzen wissen. Und mich in eine andere Welt katapultieren und nicht Henso lesen und nicht nachtragend sind. Gute Nacht, rechnet mit mir nicht vor machmittag und alles gute zum Geburtstag nochmal.

Man braucht interessanterweise einen Fernseher, um nicht fernzusehen. Ein kleines portables Billiggerät ist dafür vollkommen ausreichend. Ich hab meines seit Wochen oder gar Monaten nicht mehr aktiviert.

Kris entdeckt einen Schatz namens english.pravda.ru.

lnk + 4 cmt (slauti, hns, goldchen, kris)
 Monday, 13. August 2001 

Juhu, wir sind wieder online! Es gab ein Problem mit der Datenleitung von der Telekom, keine Ahnung was genau.

Irgendwie sind diese Buttons so blitzartig von der Weboberfläche verschwunden, dass man es gar nicht registriert hat. Wie dankbar ich dafür bin! Schrecklich auch jene Zeit, in der die Dual-Netscape-IE-Buttons zum "guten" Ton gehörten.

I/O-Slaves sind ein geniales Konzept in KDE 2: Protokoll-Plugins für Konqueror und jede andere KDE-Anwendung. Ein schönes Beispiel ist das kamera:/ Protokoll, mit dem man völlig transparent auf jede Digitalkamera zugreifen kann, die von gPhoto unterstützt wird.

Ab dem heutigen Snapshot kann man mit Helma quasi jede beliebige Java-Objektstruktur mit relativ geringem Aufwand scripten, skinnen und verHTTPen. Eine nähere Erklärung gibt's hier, dieselbe Demo-Application kann hier runtergeladen werden.

Natürlich gehört da noch viel abgerundet. Zum Beispiel muss es ganz leicht sein, Helma in bestehende Java-Programme einzubinden, um ihnen ein scriptbares Web-Interface zu verpassen.

Man könnte das durchaus als mind bomb bezeichenen.

Eine riesige Einstiegshürde weniger, und stattdessen eine verdammt verlockende Einstiegsdroge mehr.

Jetzt wo seine Benutzung optional ist bin ich mir übrigens mehr denn je bewusst, wie fein das Helma-eigene scriptbare und cachende Objectmodel ist, um grosse, flexible und skalierbare Anwendungen zu bauen.

lnk + 7 cmt (hannes, grob, chronistin, hns, slauti)
 Sunday, 12. August 2001 

Der heutige Tag markiert das Ende des monolithischen Hop. Es liegt schon seit Ewigkeiten in der Luft, aber endlich weiss ich wie - bis ins Detail. Für den normalen Benutzer ändert sich gar nichts, wohl aber für jene Programmierer, die nur einen Teil des Hop verwenden, andere Teile aber selbst zur Verfügung stellen wollen. Helma wird künftig aus drei Teilen bestehen, wovon nur einer verpflichtend ist, und zwar der Request Evaluator. Ein eigenes Objektmodell, zum Beispiel über Enterprise Java Beans, Town, oder selbstgestrickt? Kein Problem, die Objekte (oder Wrapper-Klassen) müssen nur ein einfaches Interface implementieren, das es dem Request Evaluator ermöglicht, einen Pfad aufzulösen. Eine andere Scripting Engine? Auch dafür wird es ein Interface geben, etwas komplexer als das Bean Scripting Framework, da objektorientiert. Nichtendender Dank geht an die Leute von Apache Jakarta (speziell die Autoren von Velocity und Torque), die mich ans Licht geführt haben. Es kann auch kein Zufall sein, dass mir das an diesem wunderschönen herbstlichen Sonntag gelingt, mit einem fast wolkenlosen blauen Himmel, in den ich aus meiner Badewanne gestarrt habe, als ich drüber nachgedacht habe.

Update: es funktioniert! Teil eins jedenfalls.

Es tut mir leid, dass ich mich in den letzten Wochen so selten in der echten Welt habe sehen lassen. Dieses Rückzugsritual gehört leider zu dem, was ich mache, und diejenigen, die mich besser kennen, sind daran wohl schon gewohnt. Aber bald werde ich zurück sein, und zwar fidel wie ein Frührentner!

lnk + 2 cmt (kris, sinvlem)

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