henso.com
Home
Archive
Search

rss feed for this page

DELI
HLM

LNGR
EURN
OON
CHLM
POOL
ELPH
RIST
SOFA
SENS
P3K
FM4
SCRP
MAL
RNS
GDNY
ELEG
OSNS
SLSH

Mozilla, baby!

antville.org
 Wednesday, 5. September 2001 

Mitchell Baker, Chefcheckerin bei Mozilla, wurde von Netscape entlassen. Äusserst dumm, gerade jetzt wo Mozilla aufblüht. Grosse Firmen, schlechtes Timing, ein AOL-Manager der von seinen Golffreunden gehänselt wurde, was weiss ich.

Zufälligerweise war ich gerade mit Mozilla 0.9.3 unterwegs, wie ich von Mitchells Entlassung erfahren habe. 0.9.4 (oder 1.0?) ist gleich um die Ecke.

Da glaubt man, man steht als Zuschauer am Rand und kann sich lustig machen über den Dot-Com-Blödsinn, und dann, wenn eigentlich alles schon vorbei ist, kriegt man plötzlich selber eine von hinten aufs Gnack. In Form von Steuernachzahlungen für 1999. Dabei hab ich höchstens die kleine Zehe reingehalten in das Dot Com. Aber ein kleiner Deal dort, eine Kooperation hier, plötzlich soviel Geld auf dem Konto. Zum Glück war's nicht ganz so viel, und ich war nicht ganz so unvernünftig und jetzt komme ich mit dem Schrecken eines kurzfristig ausgemaxten Überziehungsrahmens davon. Aber in Zukunft aufpassen. Meine Einstellung zu Geld hat sich seit damals geändert, nicht zuletzt durch diese Erfahrung jetzt. Früher war es je mehr desto besser, nimm was du leicht kriegen kannst, man hat halt nicht nein gesagt. Heute frag ich mich eher, was ich wirklich brauche und wie ich das langfristig tragen kann. Das ist ziemlich wenig, obwohl leider nicht alles billig: angenehme Wohnung, angenehmes Büro, eine Stereoanlage die gut genug ist, einen Unterschied zu machen im Leben, ein paar mal im Jahr wegfahren, gutes Essen. Ach ja: ein iBook zuhause und eine Linux-Kiste im Büro, beide mit Anbindung an Internet. Was ich nicht brauche: ein Auto, besondere Kleider, technischen Schnickschnack, den schnellsten neuesten Computer, Designermöbel von Angelo Perversi (doch, den gibt's!).

Obwohl: heute wäre ein Auto fein.

Merkt man eigentlich, dass am Wochenende Wolf Haas gelesen hab?

Ein paar Worte noch zum österreichischen Steuersystem für Selbstständige: es saugt. Es gibt hier die Regel, dass die Einkommenssteuervorauszahlungen für das laufende Jahr aufgrund einer Standardformel ermittelt werden, der das letzte versteuerte Jahreseinkommen zugrunde liegt. Also quasi: man zahlt für das laufende Jahr das was man vor zwei Jahren gezahlt hat plus 8% dazu. Bei mir war das so, dass ich Mitte der Neunziger in der Nofrontiere-Sklavenfarm praktisch ein Trinkgeld verdient habe, deshalb fast keine laufenden Steuern gezahlt habe als mein Einkommen in der Freiheit deutlich gestiegen ist, und jetzt wo ich Durchschnittsverdiener bin wiederum dafür büssen muss, weil meine Steuererklärung für 1999 auch die Zahlungen für das laufende Jahr explodieren lässt. Stellt sich die Frage: warum wird eine Pauschalformel verwendet, die auf veralteten Daten fusst, wenn viel genauere und aktuellere Informationen vorhanden sind? Der oder die Betreffende weiss ja ziemlich genau, was an Einkommen zu erwarten ist, vor allem bei den sogenannten Scheinselbstständigen. Warum wird der laufenden Einkommenssteuer nicht eine Selbsteinschätzung der Steuerzahler zugrunde gelegt? Es läge doch nur in ihrem eigenen Interesse, realistische Zahlen zu nennen, weil man sonst zuviel bezahlt oder aber nachzahlen muss. Man kann ja gewisse Plausibilitätsklauseln einsetzen, zum Beispiel dass Abweichungen von mehr als 50% nach unten genauer erklärt werden müssen. Aber an den mündigen Steuerzahler glaubt der österreichische Staat offensichtlich nicht so recht, und so ist die einzige Art, wie ich meine Einkommenssteuerveranlagung für 2001 geradebiegen kann das "Rechtsmittel der Berufung".

That's fucking teamwork! Zuerst hab ich ja gedacht: typischer Goldchen-Link, immer nur Beziehungsfragen. Ist aber wirklich gut! Das Gesicht vom Sängergnom kommt mir irgendwie bekannt vor. Ist das nicht Rob Malda? Nein, der hat kurze Haare. Schönes Lied auch!

lnk + 6 cmt (motz, hns, kris, hannes, msm)
 Tuesday, 4. September 2001 

DANKE!

HP kauft Compaq. (Hat keine tiefere Bedeutung, dass ich auf die jeweiligen Linux-Abteilungen linke - nur die, dass mich das grad am meisten an diesen Firmen interessiert.)

"Ja, mein Sohn, so ist das."

Motzes zum Xerox' glücklosen Versuchen als Computerverkäufer: "No other company could develop software for the system because the programming language was never publicly released. Oddly enough, the "software lock-in" was a strategy that IBM had used in the past, a strategy that the SDD wanted to duplicate." Das Interessante hier ist nicht, dass die Strategie für Xerox fehlgeschlagen ist, sondern dass sie zuvor für IBM funktioniert hat. Wenn man diese Entwicklungslinie weiterzeichnet ahnt man, dass die Arten, wie Softwarekonzerne in den 80ern und 90ern zu ihren Milliarden gekommen sind, in zehn Jahren gleichermassen absurd klingen könnten.

Schon heute ist eine der Hauptanstrengungen aller Softwarefirmen, glaubhaft zu machen, dass sie keinerlei Macht oder Kontrolle über ihre Kunden ausüben. Natürlich stimmt das nicht mal wenn es um Open Source oder Free Software geht zu hundert Prozent, aber manche lügen mehr als die anderen, und manche besser.

lnk + 8 cmt (slauti, motz, hns, tinto)
 Monday, 3. September 2001 

Zitat von David McCusker für Slauti:

Of course, I also want to avoid the totalitarian do-gooders.
Regarding software, I want you all to leave me the hell alone.
Thanks to Woz and others (less nice) we get our own boxes.
But we don't get our own software computers running inside.
We're still at the mercy of many ravenous software assholes.

RFC: Introduction to Helma. If you wonder what Helma is, read this and tell us whether it makes any sense.

lnk + 4 cmt (holger, hns, slauti, chronistin)
 Sunday, 2. September 2001 

We've come a long way, baby! (And still a long way to go.) Relax.

Tom und Slauti werfen ein paar interessante Fragen auf, aber heute wird erst mal im Hafen rumgelegen.

Helma 2001-08-32 ist der erste Helma-Snapshot, mit dem ich zufrieden bin.

Wendy and Bonnie

(via First Class)

Scheiss Formel 1. Mit 300 in den Reifenstapel kann man nicht überleben. Naja oder doch.

http://www.visi.com/~lazlo/liz/exile.html#Stratford

http://members.tripod.it/balestra/fda/se_ti_tagliassero.html

lnk + 6 cmt (p3k, slauti, grob, mkt, hns)
 Saturday, 1. September 2001 

Kirk Douglas, Actor, 84, Beverly Hills. Das Foto rult, die Worte auch.

Hallo Tom!

lnk + 1 cmt (slauti)
 Friday, 31. August 2001 

Yes! (so geht das mit dem Blink-Tag) (lest das Kleingedruckte, es kommt das Wort "sex-machine" vor)

lnk + 10 cmt (stefan, hns, slauti, earl, motz, chris)
 Thursday, 30. August 2001 

Antville bekommt täglich neue Qualitäten. Heute transatlantische Trunk-Calls auf Motzens und Slautis.

Es gibt Ant-Art, baby! Von Claudi:

antville.org

Und von mir geklaut:

powered by Antville

Gestern die Website von Mono, Ximians .NET-Clone durchkämmt. .NET ist Java so ähnlich, dass ich mich frage, wie man es gut finden kann, ohne Java zu mögen. Zwei rationell nachvollziehbare Gründe fallen mir ein: Das Versprechen, mit verschiedensten Sprachen arbeiten zu können, und das Vertrauen, dass Microsoft beim ersten Versuch eine gute GUI-Library hinkriegt.

Was Mono betrifft wünsche ich den Entwicklern viel Glück, gerade weil ihr Vorhaben einigermassen wahnsinnig ist. Mir sind drei Organisationen bekannt, die ein vergleichbares VM/JIT/Class-Libraries-Projekt erfolgreich gehoben haben: Sun, IBM und Microsoft. Alle haben Jahre oder Jahrzehnte darin investiert, smarte kleine Firmen und Absolventen aufgekauft und dergleichen mehr. Man darf gespannt sein.

earl antwortet mit seiner Sicht der Dinge.

Nachforschungen zu IBMs z/OS:
Oktober 2000: IBM ändert seine Server-Strategie. Analüsten: "This rebranding is a real gamble by IBM. What they're doing is throwing away existing brand awareness and starting over." "We don't expect IBM to capture the No. 2 spot in Unix servers over the next three years. If that's what they wanted to get out of this, they're not going to get it."
August 2001: "IBM's share increased to 28.6 percent from 19.1 percent a year ago, while second-quarter revenue climbed 8.4 percent from the second quarter of 2000. Meanwhile, the overall U.S. server market shrunk by 27.4 percent in terms of revenues and 8.7 percent in units shipped. As a result, Sun Microsystems, Compaq Computer and Dell Computer each lost ground. No. 2 Sun fell from 22.4 percent market share in the second quarter of 2000 to 20.7 in the second quarter of 2001. Compaq came in third, falling from 18 percent to 13.8 percent. Dell and Hewlett-Packard tied for fourth place in market share with 10.5 percent, a slight dip for Dell from last year's 11.3 percent and a slight gain for HP from the previous year's 10 percent." Und Sun schwitzt.

So beschreibt ein IBM-Mann die z900-Serie: "Now we have the notion of virtual servers, where the server capacity--whether it be CPU or I/O capacity--is moved to the workload as required. We characterize the z900 as a living, breathing server. The customer can define virtual servers within the z900 that will expand and contract based on business needs."

The victory of the virtual over the physical machine?

"I don't want to talk about HailStorm because I think there's tremendous confusion about what the world thinks it is." - Jim Allchin

lnk + 4 cmt (slauti, hns, grob)

Not logged in. Click here to log in.

 comments