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Mozilla, baby!

antville.org
 Saturday, 8. September 2001 

"Die dadurch ermöglichte weitere Absicherung der liquiden Mittel wird den österreichischen Stamm-Markt weiter stärken."

Diese auf dem Rückzug befindliche und (noch) am Neuen Markt notierte Firma hat mal mit mir eine Tochterfirma gegründet. Das war damals so üblich. Eineinhalb Monate später hab ich genervt auf meine 5 Prozent verzichtet. Wie ich die Firma kennengelernt habe hiess sie noch Datenwerk und hatte so etwas wie Geist. Schade darum. Schade für die Leute.

Hey! Ho! Schöne Seite, und ich bin gelinkt.

Mozilla-Build von vorvorvorgestern mit einem Custom 93er Netscape Skin. Rock'n'Roll!

Zum Vergleich ein heutiger Build aus dem 0.9.4 Branch auf Linux/KDE mit dem Standard Classic-Skin.

lnk + 2 cmt (slauti, kris)
 Friday, 7. September 2001 

In Meran ist um diese Jahreszeit verdammt schön. Warm. Ich wünsche ich wäre jetzt dort.

lnk ~ cmt
 Thursday, 6. September 2001 

From Hot Concept to Hot Site in Eight Days: Die Geschichte von amihotornot.com, erzählt von James Hong, einem der Einfaller/Ausdenker.

News.com über Mitchell Baker being fired by AOL.

Heute kommt hans_heinz aus Tirol zurück. Heyho Sven, ich hab dich vermisst! (h_h heisst in Wirklichkeit Sven.) Obligatorischer Link zur Ranch.

Ist doch schön, wenn sich einer freuen kann.

Ist doch ok, wenn sich einer verliebt und seinen kostbaren Arsch in der Klatschpresse feiert.

Na gut, ich gebe zu, beides geht meilenweit an mir vorbei. Wenn das nicht so wäre würde ich auch spotten, schimpfen und lachen. Die Ars Elektronika ist mir sogar noch wurschter als der Scharping, nämlich so wurscht, dass es mir überhaupt nicht mehr wurscht ist. Ich wünsche niemand in meinem Dunstkreis würde irgendetwas davon bemerken, sagen, schreiben, schon gar nicht hinfahren. Jedes Jahr hoffe ich, jetzt sind die Leute soweit aufgewacht, dass sie die Ars an sich vorbeigleiten lassen, und jedes Jahr wieder das gleiche Theater. Was fasziniert die Leute? Sagt es laut:

Die interessanten Sachen finden nicht (mehr) dort statt wo Geld und Glamour sind oder wo Kunst draufsteht.

Die Ars Electronica ist eine absurde Veranstaltung. Nicht wegen dem Cyberspace-Schmarrnargument, quasi wir brauchen keine realen Veranstaltungen mehr wo wir das Internet haben - das ist Quatsch. Sondern aus Gründen des Stils - weil die Ars im Grunde ihres Herzens ein höfisches Zeremoniell ist.

Anders ausgedrückt: Die Ars Electronica ist der Weiterführung des jahrhundertealten Versuchs, Glauben zu machen dass grossartige Kunst nicht in den Köpfen einzelner versteut lebender Menschen entsteht, sondern dort, wo gehörig Geld dafür bereitgestellt wird.

Chris schreibt: "Seit wann passieren keine interessanten Dinge mehr, "wo Geld und Glamour sind"?" Eine sehr gute Replik, die Antwort liegt meines Wissens darin, wie sehr man die Gewissheit des Todes in sein Denken miteinbezieht. Vielleicht macht es auch einen Unterschied, ein paar der geheimen Orte gesehen zu haben, an denen Kunst entstanden ist oder entsteht.

leop "Lass uns Hof halten!"

"Einen Treffpunkt der Netzjugend!"

Das bringt mich auf die wirklich interessante und wichtige Frage: Wie feudal ist Helma? Was ich damit nicht meine sind die Hierarchien und Entscheidungsstrukturen - die halte für ziemlich in Ordnung. Was ich meine sind mögliche Anzeichen des sich-ein-Reich-bauens. Zum Beispiel ist es so, dass die gesammte Helma-Infrastruktur zentral von mir aufgebaut kontrolliert wird. Dabei wäre es beispielsweise vernünftig, die Mailinglisten bei Yahoo laufen zu lassen. Andere Sachen könnten anderswo besser erledigt werden. Klar, einfach selbst alles hinzustellen ist eine der möglichen Arten, ein Projekt wie Helma zu bootstrappen. Aber sich nicht an das Aufgebaute festzuklammern, sondern es dorthin ziehen zu lassen wo es hin will, das wird in den nächsten 6 Monaten wichtig sein. Daran habe ich auch gedacht, wie Tom geschrieben hat, dass wir alle zu sehr unsere eigenen Wege gehen: Wir sind zu vertieft in das Basteln an unseren kleinen Königreichen.

Apropos Tod: Dieses Wetter kann man nur als Selbsmordwetter bezeichnen. Zur Erinnerung: Altweibersommer ist warm und sonnig. Warm und sonnig! Egal, in zwei Wochen bin ich in Sizilien. Und apropos Wetter, in ein paar Tagen wird wetter.orf.at relauncht. Manfred Andres hat eine Helma-Extension geschrieben, um wunderbar antialieste Graphiken aus dem Hop zu erstellen, das wird sehr schön glaub ich. Der Link heute quasi für den vorher-nachher-Vergleich.

Jubel: Robert hat gestern nacht zirka 72.000 Antville-Updates ins CVS eingecheckt. Steht mir nichts mehr im Weg, henso.com zum Antville-Site umzubauen.

Vorher allerdings steht Helma 1.2 prerelease 2 auf dem Programm - wenn möglich soll es heute rauskommen. Im wesentlichen wird es der Snapshot vom 3. September sein, ein paar kleinere Bug-Fixes und Erweiterungen kommen noch dazu.

Danke: Dave Winer erklärt die Herkunft des Begriffs "astroturfing", dem Faken von grass roots support: Fake grass = astroturf. Astroturfen ist zum Beispiel, wenn der Chef einer Firma auf einem Message Board unter der vorgetäuschten Identität eines Joe Sixpack schwärmt, wie zufrieden er doch mit den Produkten jener (seiner) Firma sei.

O'Really? (lustig)

lnk + 7 cmt (sinvlem, kris, p3k, hns, slauti)
 Wednesday, 5. September 2001 

Mitchell Baker, Chefcheckerin bei Mozilla, wurde von Netscape entlassen. Äusserst dumm, gerade jetzt wo Mozilla aufblüht. Grosse Firmen, schlechtes Timing, ein AOL-Manager der von seinen Golffreunden gehänselt wurde, was weiss ich.

Zufälligerweise war ich gerade mit Mozilla 0.9.3 unterwegs, wie ich von Mitchells Entlassung erfahren habe. 0.9.4 (oder 1.0?) ist gleich um die Ecke.

Da glaubt man, man steht als Zuschauer am Rand und kann sich lustig machen über den Dot-Com-Blödsinn, und dann, wenn eigentlich alles schon vorbei ist, kriegt man plötzlich selber eine von hinten aufs Gnack. In Form von Steuernachzahlungen für 1999. Dabei hab ich höchstens die kleine Zehe reingehalten in das Dot Com. Aber ein kleiner Deal dort, eine Kooperation hier, plötzlich soviel Geld auf dem Konto. Zum Glück war's nicht ganz so viel, und ich war nicht ganz so unvernünftig und jetzt komme ich mit dem Schrecken eines kurzfristig ausgemaxten Überziehungsrahmens davon. Aber in Zukunft aufpassen. Meine Einstellung zu Geld hat sich seit damals geändert, nicht zuletzt durch diese Erfahrung jetzt. Früher war es je mehr desto besser, nimm was du leicht kriegen kannst, man hat halt nicht nein gesagt. Heute frag ich mich eher, was ich wirklich brauche und wie ich das langfristig tragen kann. Das ist ziemlich wenig, obwohl leider nicht alles billig: angenehme Wohnung, angenehmes Büro, eine Stereoanlage die gut genug ist, einen Unterschied zu machen im Leben, ein paar mal im Jahr wegfahren, gutes Essen. Ach ja: ein iBook zuhause und eine Linux-Kiste im Büro, beide mit Anbindung an Internet. Was ich nicht brauche: ein Auto, besondere Kleider, technischen Schnickschnack, den schnellsten neuesten Computer, Designermöbel von Angelo Perversi (doch, den gibt's!).

Obwohl: heute wäre ein Auto fein.

Merkt man eigentlich, dass am Wochenende Wolf Haas gelesen hab?

Ein paar Worte noch zum österreichischen Steuersystem für Selbstständige: es saugt. Es gibt hier die Regel, dass die Einkommenssteuervorauszahlungen für das laufende Jahr aufgrund einer Standardformel ermittelt werden, der das letzte versteuerte Jahreseinkommen zugrunde liegt. Also quasi: man zahlt für das laufende Jahr das was man vor zwei Jahren gezahlt hat plus 8% dazu. Bei mir war das so, dass ich Mitte der Neunziger in der Nofrontiere-Sklavenfarm praktisch ein Trinkgeld verdient habe, deshalb fast keine laufenden Steuern gezahlt habe als mein Einkommen in der Freiheit deutlich gestiegen ist, und jetzt wo ich Durchschnittsverdiener bin wiederum dafür büssen muss, weil meine Steuererklärung für 1999 auch die Zahlungen für das laufende Jahr explodieren lässt. Stellt sich die Frage: warum wird eine Pauschalformel verwendet, die auf veralteten Daten fusst, wenn viel genauere und aktuellere Informationen vorhanden sind? Der oder die Betreffende weiss ja ziemlich genau, was an Einkommen zu erwarten ist, vor allem bei den sogenannten Scheinselbstständigen. Warum wird der laufenden Einkommenssteuer nicht eine Selbsteinschätzung der Steuerzahler zugrunde gelegt? Es läge doch nur in ihrem eigenen Interesse, realistische Zahlen zu nennen, weil man sonst zuviel bezahlt oder aber nachzahlen muss. Man kann ja gewisse Plausibilitätsklauseln einsetzen, zum Beispiel dass Abweichungen von mehr als 50% nach unten genauer erklärt werden müssen. Aber an den mündigen Steuerzahler glaubt der österreichische Staat offensichtlich nicht so recht, und so ist die einzige Art, wie ich meine Einkommenssteuerveranlagung für 2001 geradebiegen kann das "Rechtsmittel der Berufung".

That's fucking teamwork! Zuerst hab ich ja gedacht: typischer Goldchen-Link, immer nur Beziehungsfragen. Ist aber wirklich gut! Das Gesicht vom Sängergnom kommt mir irgendwie bekannt vor. Ist das nicht Rob Malda? Nein, der hat kurze Haare. Schönes Lied auch!

lnk + 6 cmt (motz, hns, kris, hannes, msm)
 Tuesday, 4. September 2001 

DANKE!

HP kauft Compaq. (Hat keine tiefere Bedeutung, dass ich auf die jeweiligen Linux-Abteilungen linke - nur die, dass mich das grad am meisten an diesen Firmen interessiert.)

"Ja, mein Sohn, so ist das."

Motzes zum Xerox' glücklosen Versuchen als Computerverkäufer: "No other company could develop software for the system because the programming language was never publicly released. Oddly enough, the "software lock-in" was a strategy that IBM had used in the past, a strategy that the SDD wanted to duplicate." Das Interessante hier ist nicht, dass die Strategie für Xerox fehlgeschlagen ist, sondern dass sie zuvor für IBM funktioniert hat. Wenn man diese Entwicklungslinie weiterzeichnet ahnt man, dass die Arten, wie Softwarekonzerne in den 80ern und 90ern zu ihren Milliarden gekommen sind, in zehn Jahren gleichermassen absurd klingen könnten.

Schon heute ist eine der Hauptanstrengungen aller Softwarefirmen, glaubhaft zu machen, dass sie keinerlei Macht oder Kontrolle über ihre Kunden ausüben. Natürlich stimmt das nicht mal wenn es um Open Source oder Free Software geht zu hundert Prozent, aber manche lügen mehr als die anderen, und manche besser.

lnk + 8 cmt (slauti, motz, hns, tinto)
 Monday, 3. September 2001 

Zitat von David McCusker für Slauti:

Of course, I also want to avoid the totalitarian do-gooders.
Regarding software, I want you all to leave me the hell alone.
Thanks to Woz and others (less nice) we get our own boxes.
But we don't get our own software computers running inside.
We're still at the mercy of many ravenous software assholes.

RFC: Introduction to Helma. If you wonder what Helma is, read this and tell us whether it makes any sense.

lnk + 4 cmt (holger, hns, slauti, chronistin)
 Sunday, 2. September 2001 

We've come a long way, baby! (And still a long way to go.) Relax.

Tom und Slauti werfen ein paar interessante Fragen auf, aber heute wird erst mal im Hafen rumgelegen.

Helma 2001-08-32 ist der erste Helma-Snapshot, mit dem ich zufrieden bin.

Wendy and Bonnie

(via First Class)

Scheiss Formel 1. Mit 300 in den Reifenstapel kann man nicht überleben. Naja oder doch.

http://www.visi.com/~lazlo/liz/exile.html#Stratford

http://members.tripod.it/balestra/fda/se_ti_tagliassero.html

lnk + 6 cmt (p3k, slauti, grob, mkt, hns)

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