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antville.org
 Monday, 8. October 2001 

Graz kann eine schreckliche Stadt sein - schrecklich schön. DSL hat sich angeblich mal geweigert, in Graz aufzulegen, weil es dort "nur Künstler" gibt. Aber Dr. Pfisters mehrfach zweckentfremdetes Reihenhaus mit Südosteuropas grösster Plattensammlung (bis zu zwei Stunden vergehen, bis eine Platte unter den tausenden anderen gefunden wird), dem einzigartigen privaten Fussballstadion, Profigrill im Garten und unzähligen obskuren Einrichtungsgegenständen wie dem Medienzimmer und der Dr. Kren-Tasse liegt eigentlich in LA und ist ein ausgezeichneter Ort, einen sonnig warmen Spätsommersonntag in netter Gesellschaft zu verbringen. Vielleicht sogar der beste überhaupt.

Wie ich die Herren auf diesem Foto kennengelernt habe:
T als Ex-Arbeitskollegen meiner damaligen Freundin, als er sich gerade nach Amerika abgesetzt hat, um an einer Provinzuni an der Ostküste Meeresuntersuchungen zu machen.
O als neuen Nachbar und guten Freund von Thomas H. in unserer alten Wohnung in der Ungargasse sowie als Präsident des 1. FC Schamott.
N kenne ich nicht (oder nur vom Sehen).
I als superfeinen DJ. I wanna L.O.V.E. love you!

Gestern abend angefangen: City of Quartz, Mike Davis' Sozial- und Kulturgeschichte von Los Angeles.

Es gibt grad eine sehr gute kleine Ausstellung in Graz: The Magic Hour – Die Konvergenz von Kunst und Las Vegas. Empfehlung von mir und anderen. Der Title "The Magic Hour" stammt aus einer Predigt des in der Ausstellung gefeatureten Reverend Ethan Acres.

Gestern die Geschichte von einem Ex-Jugoslawen gehört, dessen unermessliche Plattensammlung im Krieg in Slowenien (oder Kroatien) zu einem Klumpen Vinyl geschmolzen wurde. In Kabul dürfte es kaum mehr nennenswerten Plattensammlungen geben. Dafür hunderttausende von Kriegsinvaliden, die nicht wegziehen können selbst wenn sie wollen. Aber von denen hört und weiss man nicht allzu viel.

RAWA - Revolutionary Association of the Women of Afghanistan

lnk + 1 cmt (katatonik)
 Saturday, 6. October 2001 

Tom ist ein verdammt guter DJ!

Ausserdem hat er endlich die Bilder von Prag entwickeln lassen und schickt mir folgenden Scan eines Fotos aus der Kavarna Slavia.

kavarna slavia, prag

Das hinten intellektuell-nachdenklich bin ich, das im Vordergrund jugendlich-pfiffig ist Peter Pfister, zu dem wir heute nach Graz fahren, um Gerhards Abschied zu feiern. Gerhard tritt einen Job als Lehrbeauftrager an einer angesehenen Uni in einem krisengeschüttelten Land an - hier.

Gestern in der Künstlerhaus-Passage: Junge Menschen mit neuen Apple Laptops beobachtet, zunehmend frustriert an einer Animations-Aufgabe arbeitend, die sie mit Photoshop oder Director oder was weiss ich zu lösen hofften. Ich hätte ihnen die Lösung zuflüstern können: Den Computer nicht als Spachtel verwenden, sondern als programmierbares Gerät. Use your Lingo. Das scheint sich aber mit dem Selbstverständnis und Weltbild vieler junger "Künstler" nicht gut zu mischen. Je mehr ich drüber nachdenke, desto leider tut mir Tom Fürstner ob seines neuen Jobs als Professor an der Angewandten.

Behavioural Inheritance considered harmful: Ich stimme zu und vermeide Klassenhierarchien wie die Pest. Oder sagen wir wie eine Verkühlung. Im Hop gibt es keine einzige Anwendung von mehrstufiger Vererbung, gerade mal eine Kleinfamilie mit Papa (Action) und Kind (Template). Verhaltensvererbung ist auch etwas, das Java-GUI-Toolkits zu komplizieren pflegt. Richard Dale, der Autor der KDE Language Bindings meint im Interview zum Thema AWT und Swing: "It doesn't appeal to me because the subclassing and managment of event listeners looks clunky and doesn't make use of Java's dynamic runtime. Swing code appears to need 5 times as many classes and twice the bulk, yet offers less functionality, compared to Apple's Cocoa or Trolltech's Qt."

Gestern unterwegs ist mir ein Lied auf dieser alten Platte eingefallen, heute morgen bin ich sehr froh, dass ich wider Erwarten in meinem Regal gefunden habe: Simply Red, Picture Book.

Vorgestern habe ich gegenüber Katatonik den Verdacht geäussert, dass es mir möglicherweise schwerfällt, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die ich nicht persönlich kenne. Mittlerweile bin ich draufgekommen, dass wahrscheinlich nur das kleine Spiel vom Geben und Nehmen aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Oder aus den Angeln gefallen, sprich nicht mehr als das kleine Spiel aufgefasst, das gespielt werden muss, zu ernst genommen, zu weit ins Existenzzentrum gerutscht.

lnk + 1 cmt (goldchen)
 Friday, 5. October 2001 

DJ Tomsel aka Snivlem legt heute in der Künstlerhauspassage auf, und die Murmels haben ein Weblog.

Interview mit Peter Drucker, via David McCusker.

Vom Register kommen scharfe Schüsse auf GNOME: "The [alpha Version of GNOME 2.0] is accompanied by a note warning that this initial Alpha build "does not include anything of use to end users," which at least makes it consistent with all the previous versions of GNOME Desktop we've used. [...] But the KDE camp, which seems to extend its lead over GNOME with each major release - it's probably two years ahead now - has never been able to match the GNOME team's gift for publicity or political smarts."

lnk ~ cmt
 Thursday, 4. October 2001 

Jetzt hab ich endlich Win2k auf dem Vaio zum stabil laufen gekriegt.

Dann hab mir gedacht ich installier schnell noch testweise die letzte SuSE bevor ich die Linux-Partitionen in NTFS umwandle, und what do you know: ich bin schockiert, verliebt, erschüttert. SuSE installiert und läuft auf dem Vaio wie ein Traum. Das letzte mal war es noch mühsam - Yamaha Soundkarte wollte nicht so richtig, Trackpad und USB-Maus waren mühsam zu konfigurieren. Diesmal alles selbst erkannt, supersanft, wie immer ohne Reboot.

Auf KDE 2.2 upgedated, das macht einen grossen Teil meiner Begeisterung aus. Konqueror 2.2 ist ein Traum. Flash, MP3-Streams und dergleichen laufen wie gehabt, CSS und DHTML noch einen Tick feiner als bei 2.1.2. Jetzt lad ich mir gerade 2.2.1 runter.

lnk ~ cmt
 Wednesday, 3. October 2001 

Michi Platzer hat eine sehr sehr coole Demo-App der neuen Art für Release 1.2 geschrieben. Ein dünner Script-and-Skin-Layer um das JavaMail-API - und schon hat man eine voll funktionale Web-Mail-Anwendung. Mehr, Download.

Gotta love it!

Gehorche Riesen! Sticker und Idee haben sich bei uns leider noch nicht so durchgesetzt.

obey

Yes yes well well, habe heute den Maler im Haus, Henso-Leser wissen bescheid, Wasserschäden ausbessern. Sehr netter Mann. Hat mich um halb acht aus dem Bett gerissen (gestern bis eins gearbeitet = zuwenig Schlaf) aber ich surfe und linke noch im Halbschlaf aus dem Bett. Jetzt ist alles verputzt, um 11 kommt er wieder und streicht drüber, daher Arbeit vorerst von zuhause. Würde gern schwimmen gehen in der Zwischenzeit, aber das geht sich nicht mehr aus, gerade mal ein externes Frühstück (in der Küche ist alles abgedeckt).

Gestern eine Wireless LAN-Karte für meinen anderen Laptop bestellt. Ich arbeite seit zwei Tagen fieberhaft daran, Windows 2000 darauf stabil zum Laufen zu bringen. Der Patient ist sehr krank, friert alle paar Minuten ein. Krankheitsgeschichte: Mit Windows 98 gekauft, weil Sony Win2k damals noch nicht angeboten/unterstützt hat, Win2k-Update gekauft, installiert, seit dem völlig unstabil, BIOS-Update, Treiber neu installiert, Software deinstalliert, Windows neu installiert, keine Besserung. Werde es heute wahrscheinlich mit einer totalen Neuinstallation incl. Festplattenformatierung probieren.

Verrückt: jetzt wo ich alle Daten backuppe läuft der Deckel wie geschmiert. Es scheint sogar die Installation von Service Pack 2 gut zu laufen, da ist er mir vorher 10.000 mal an der gleichen Stelle abgeschmiert. Muss wohl dran liegen dass ich die Schrift auf "klein" gestellt hab.

lnk + 2 cmt (hr, markusegg)
 Tuesday, 2. October 2001 

"Freu dich mit Theo!" Das klingt für mich wie eine Stimme aus einer fernen, fremden Welt. Das Kennen und Gernhaben nicht nur des Patienten, sondern auch gleich noch des Chirurgen, ohne beide jemals getroffen zu haben: absurd. Seit langer Zeit der erste Hinweis dafür, dass in diesem Land immer noch das Konzept Krone regiert. Faszinierend aber auch wie gut man hier mittlerweile leben kann ohne zwischen medialer Verschmutzung und Eremitage zu pendeln. Mein Rezept für den Alltag: Keine Tageszeitungen (auch nicht "Qualitätszeitungen", auch nicht am Wochenende, das Ziel ist, die Verteiler auf der Strasse nicht als solche wahrzunehmen), kein Fernsehen, nur Internet, CDs, Bücher, Küche und Strasse. (Das "kein" ist natürlich nicht ein kategorisch verbietendes, sondern heisst soviel wie "nicht alltäglich".) Radio nur aus dem Netz, selten. Das wichtige daran ist, dass all das nicht Gesten des Verzichts sind, sondern Fragen der Kombination, der Mischung, des Geschmacks. Quasi nicht "ich trinke keinen Kaffee", sondern "ich trinke meinen Kaffee ohne Milch und mit eineinhalb Löffeln Zucker". Netz statt Fernsehen und Zeitungen ist nicht "ich verzichte auf euer Material", sondern "gebt mir die Beiträge, die Endregie (oder Endredaktion) mach ich ganz gern selbst".

Kaffee ohne Milch halte ich für gleich wichtig wie Nachrichten ohne Fernsehen. Allerdings erst seit kurzem - seit Sizilien, genau gesagt. Die Strasse nehm ich am liebsten zu Fuss oder per Mofette. Taxi und Öffentliche eher ungern, sprich nicht alltäglich.

lnk + 1 cmt (katatonik)
 Monday, 1. October 2001 

Bon jour! Die mitteleuropäische Sonne, diese Sau, scheint so hell auf Wien, dass die Stadt selbst himmelblau-gelb leuchtet. Je weiter im Hintergrund, desto gelber und heller. Am Horizont ist es so hell, dass es blendet, und der Farbunterschied zwischen der letzten Hochhaussilhouette und dem angrenzenden Himmel ist nur mehr ein winziger, kleiner als vom letzten Hochhaus zum vorletzten. Aber sie leuchtet nur, die Sonne, wärmen tut sie nicht mehr bzw nicht mehr genug. Update: Ist ja doch ganz warm. Sorry für die Sau.

Gedanken zum mongolischen Boodog-Rezept (gestriges Posting ganz unten): Ich stelle mir vor wie es wäre, wenn jede besser ausgestattete westliche Wohnung einen verfliesten Raum zum Schlachten von Ziegen und Schafen hätte. Man läedt Freunde zum Essen ein und aus einem Nebenraum der Küche hört man das vertraute Gemeckere und Geblöke. Dann bindet sich der Hausherr eine Gummischürze um und verschwindet für zehn Minuten. Das Blöken hört auf. Die Gäste sitzen derweil im Wohnzimmer und trinken und scherzen.

lnk ~ cmt

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