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Mozilla, baby!

antville.org
 Donnerstag, 22. November 2001 

Jetzt hab ich auch auf dem Mac ein paar Stunden Surfpraxis mit Mozilla 0.9.6 absolviert. Fazit: die erste Mozilla-Version, die IE 5/Mac dezidiert und brutal in den Arsch tritt. Speed (alles ausser Startup) ist ok (was man von IE 5/Mac nicht behaupten kann) und Tabbed Browsing rult. Einer der wenigen Minuspunkte: dass man bei den Plugins mit Ausnahme von Quicktime bei null anfängt.

Richard Stallman, Linus Torvalds und Ken Sakamura erhalten den Takeda Award 2001 für die Sparte "Techno-Entrepreneurial Achievement for Social/Economic Well-Being", der mit ca. 800.000 US$ dotiert ist. Ich halte das für hochverdient. Andere können leider nicht anders als zu zu geifern. Zur Erinnerung für Dave: Stallman war der ursprüngliche Entwickler von gcc, Emacs und einem Haufen anderer Software. Und vor allem ohne gcc, aber auch ohne die GNU Unix tools würde es heute so gut wie nichts von dem geben, was wir Free Software nennen. Ganz bestimmt kein Linux, und ganz bestimmt kein derart erfolgreiches Apache. Klar könnte ein junger Entwickler oder ein am seidenen Faden hängendes Projekt das Geld dringender gebrauchen. Aber der Preis ist eben für Achievements (Stallman macht das seit 1984) und nicht für Hoffnungsvöllegefühl.

Wurscht, es handelt sich um alte News, wie Doc Searls rausgefunden hat.

"Keene Zähne mehr im Maul aber La Paloma pfeiffen" und andere lässige Sprüche.

Wow. Ich glaube das letzte mal, dass ich so so surfsüchtig war, war mit Netscape 0.9.8 oder so, 1994. Witzig aber vielleicht kein Zufall: ähnliche Versionsnummer und gleiche Firma (auch wenn nichts ausser dem Namen gleich geblieben ist).

Interessante Verschwörungstheorie zum Flugzeugabsturz in NYC/Queens.

Custom Keywords in Mozilla.

Still more thinking about Hop. Reading old Bobo mailing lists.

lnk + 8 cmt (chris, hns, slauti, funzel, earl)
 Mittwoch, 21. November 2001 

So ein Zufall, habe mich gerade vor zwei Tagen gefragt, ob es Ruby nicht auch in und auf Java gibt. Es gibt. (via LNGR)

Gestern endlich mal Squeak installiert. Ich glaube Squeak ist der Versuch, die Idee auf allen Ebenen siegen zu lassen (Idee vs. Materie, Idee vs. praktische Überlegungen etc). Ein schönes Beispiel ist die Art, wie man in Squeak alle sichtbare Objekte drehen kann. Und zu den sichtbaren Objekten gehören eben auch die Fenster. Keine Ahnung, ob es viele Leute mit schiefem Hals gibt, die das benutzen ;-). Mir ist das zu hegelianisch, ich bin (oder war) Schopenhauerianer.

Das mit Hegel und Schopenhauer und den Programmiersprachen würde ich mir gern noch genauer überlegen (ist natürlich nur schnell hingefetzter Blödsinn). Leider werd ich heute keine Zeit dafür haben. Muss nämlich endlich ein paar Ideen für Helma (und in Folge Antville) rausbringen, die ich seit einem Monat oder so in meinem Kopf ausbrüte.

Wort des Tages: backpedaling. Wenn man von einer Ansicht, die man zuvor grossspurig vertreten hat, abgeht und (grossspurig) das Gegenteil verkündet.

Gestern abend im Westbahnhof-Supermarkt Ulla getroffen, die jetzt in Berlin wohnt und lässige Shareware für die neuen 3D-Features im Director geschrieben hat. Ulla war es, die mich 1995 in die Tiefen und Breiten der Director-Programmierung eingeführt hat. Zwischenzeitlich war ich ganz gut darin, mittlerweile ist aber alles vergessen und verschüttet. An meinem ersten Arbeitstag bei Nofrontiere bin ich an diesem Screen gesessen. Es war in Andrea Steinfls alter Wohnung in der Sechshauserstrasse. Die Welt war neu und voller Wunder.

Ich wünsche, Andrea Steinfl würde endlich Freundschaft mit dem Web schliessen.

Im CD-Player: Spaceship of 13th Flipper von Strawberry. Die härtestrockenden Jungs im japanischen Showbusiness reissen mich immer noch.

Mozilla 0.9.6 ist da und möchte dein Webbrowser sein. Das ist das erste Mozilla, das Konqueror wieder ernsthaft die Stirn bietet. Zwar ist Konqueror speedmässig unschlagbar, Mozilla punktet dafür mit wunderbarem Tabbing-Support. Alles in allem ist Konqueror aber der reifere Browser. Nach mehrstündigem Testen revidiert: 0.9.6 rockt Länge mal Breite!

Gute Laune Tee von Willi Dungl Marketing muss illegale Substanzen beinhalten. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich schon nach einer Tasse dermassen high bin. Ich mach mir gleich noch eine.

lnk + 8 cmt (slauti, hns, funzel, msm)
 Dienstag, 20. November 2001 

Once upon a time there was a dog with an afro... Introducing Afro Ken. Umbedingt runterscrollen zum Stammbaum!!! Wenn Hunde so ausschauen würden, würde man Hundescheisse als kleinere Unannehmlichkeit gern in Kauf nehmen. Das wäre eine sinnvolle und ethisch vertretbare Anwendung von Gentechnologie. Einander unbekannte Menschen würden sich auf der Strasse lachend in die Arme fallen. (Via katatonik auf elephäntville)

Interview mit Lawrence Lessig zu seinem neuen Buch über die reaktionären und hegemonialen Begierden der grossen Netz-Betreiber.

Ich störe nur ungern eine Rauferei, bei der die Teilnehmer schon mit blauen Augen und blutenden Nasen in der Ecke liegen, aber: Programmieren ist gar keine Wissenschaft. Ich bin Programmierer und wüsste es, wenn diese Tätigkeit eine wissenschaftliche wäre. Und bei der Kunst und den Künstlern die ich kenne ist das genauso. Die Frage, ob und wie Geisteswissenschaftler naturwissenschaftliche Begriffe verwenden sollen und dürfen geht deshalb am Problem vorbei, ob Kunststudenten programmieren lernen sollen. Natürlich sollen sie! Angewandtes Rauf- und Runterzählen hat in unserer barock-kontinentalen Kultur (ich lebe in Wien) einen viel zu niedrigen Stellenwert (wahrscheinlich weil es hier nie richtig cool war, Handel zu treiben - ich meine jetzt cool für die Kaufleute selbst). Und die Unbarmherzigkeit der Fehlermeldungen beim Kompilieren hat eine Wirkung, die man jemandem, der diese Erfahrung nicht selbst gemacht hat, kaum mit Worten beschreiben kann: Tief, mystisch, beunruhigend und verdammt ärgerlich. Ich finde das gehört gelernt, Tom!

*Jubel* xml.apache.org könnte demnächst endlich ein praktikables Design mit einer vernünftigen Struktur und ohne die kranke Gif-Rollover-Navigation bekommen. Das könnte bedeuten, dass wir dann endlich das erste Release von Apache XML-RPC rausbringen können. Das versuchen wir zwar schon seit fast zwei Wochen, aber der derzeitige XML-XSL-Mechanismus zum Verwalten der Site hat etwas von einer mittelalterlichen Geheimwissenschaft. Dabei haben wir ein paar erfahrene Jakarta-Leute im Team, die alle Rechte haben und eigentlich wissen wie das geht. In der Zwischenzeit habe ich die wesentlichen Infos und Links auf der alten Site veröffentlicht.

Pimi und Flo, unsere künftigen Büromitinsassen, sollten jetzt irgendwann in Wien eintrudeln. Hier ein Fotoromanzo von der Abschiedsparty in London.

Der Mann der dabei war hat sich per Email gemeldet um zu sagen, dass er nicht aus Brasilien, sondern aus Ungarn ist. Und dass es ihm gut geht. Don't miss the Gallery.

Mit Stars & Stripes lassen sich nicht nur patriotische Gefühle erzeugen. Funky outfit, Grossvater!

lnk + 4 cmt (kris, hns, slauti)
 Montag, 19. November 2001 

2,6° und Glättegefahr, ich häng die Mofette an den Nagel (komische Redewendung für Mofetten) und kauf mir eine Öffi-Wochenkarte. Schwarzfahren ist für Thrillseeker.

Quanta Gold ist ein gutaussehender HTML-Editor für Linux und Windows. Die ursprüngliche KDE-only-Version erfreut sich auf sourceforge bester Gesund- und Beliebtheit. Könnte als Editor für Hop-Apps rocken. Update: Nicht mein Geschmack, ich bleibe bei Kate.

Die Betaversionen von Java 1.4 sind unglaublich schnell (für unsere Zwecke etwa doppelt so schnell wie 1.3.1). Das raubt jede Lust zum selber optimieren. Wie soll man stundenlang rumfitzeln wenn die paar Millisekunden, die man dabei raussschindet so gemein gedwarft werden?

Banksy - Weapons of mass distraction. Genial, der Mann (oder die Frau).

Moorbek hat eine Antwort von Thomas Rottenberg gekriegt. Jetzt ist er sauer auf ganz Österreich, was ich gut verstehen kann. Schön die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Wenn ich das richtig verstehe ist das hier eine Visualisierung des Helma-Codes. Ausserdem hat sich Chris wie man sieht für 10 US$ um die 4000 Text-Ads bei Blogger gekauft. Davon 41 Clickthroughs (1.02%) sind wahrscheinlich mehr, als sich die Bannerfutzies zu träumen wagen. "Let a billion neurons flourish" ist aber auch ein guter Slogan. Mehr interessantes bei Chris und Tobi.

You read it first on henso.com: betty ford ist wieder da.

lnk + 16 cmt (funzel, slauti, hns, stefan, roland, chris, michi, earl)
 Sonntag, 18. November 2001 

January 1st 1662: "Waking this morning out of my sleep on a sudden, I did with my elbow hit my wife a great blow over her face and nose, which waked her with pain - at which I was sorry. And to sleep again."

Thomas gestern: Wie er gesehen hat, was ich die letzten zwei Tage hier geschrieben habe, habe er sofort gewusst, dass es mir schlecht geht. So war es auch.

Gestern von 17:00 bis 5:00 zu Fuss in und um Ottakring unterwegs. Auf dem Weg: Bei Tom mein Herz ausgeschüttet, bei Sven ein Abendessen gekriegt und dafür sein lokales Netzwerk konfiguriert, im Stiegenhaus einer vermummten wimmernden Frau begegnet, die mir nicht gesagt hat, ob ich ihr irgendwie helfen kann, bei Verena und Albert das Baby und den magnetischen Schwebekreisel bewundert, Sven und Mkt in einem Schnösellokal getroffen weil sonst nirgends Platz war, im Rhiz gepartiet (?) als ob es 1999 gewesen wäre, zweimal ja gesagt wie Klaus gefragt hat "Soll ich sie auf einen Drink einladen? Soll ich sie auf einen Drink einladen?", mich wunderbar mit dem Mädchen unterhalten, das von Klaus auf einen Drink eingeladen worden war bis sie uns rausgeschmissen haben.

Keine Ahnung wo das Kopfweh herkommt. Zu Fuss gehen ist doch eigentlich gesund.

Samuel Pepys' Tagebuch gibt's auch in Buchformen, zum Beispiel hier in gestraffter Form.

lnk + 6 cmt (mkt, hns, slauti)
 Samstag, 17. November 2001 

Ist es Eskapismus, die gescheiterte österreichische Presse als gescheitert anzuerkennen? Nope.

Hat derstandard.at höhere Qualitätsmassstäbe und professionellere Arbeitsbedingungen als henso.com? Das möchte ich doch nicht hoffen. Es sei denn "schreib 800 Wörter" zählt als professionelle Arbeitsbedingung, und "du kennst unsere Abmachung" als Qualitätsmassstab.

Österreich ein Stück weit aufzugeben wenn man hier lebt, das hat zugegebenermassen was eskapistisches. Aber ich kann mich nicht um alles kümmern, kann nicht alles kompensieren und nicht alles verkraften. Der Rest wird mit Hoffnung aufgefüllt.

Seltsames und leicht unkomfortables Gefühl, einen Verlegenheitstext aus eigener Produktion, der sich über mehrere Website-Evololutionsstufen [1],[2],[3] durch schludriges Copy, Paste, Replace, Adapt entwickelt hat irgendwo an doch recht prominenter Stelle zitiert wiederzufinden. Naja, die Syntax scheint zu stimmen.

Wo ich nochmal drüber nachdenke: War wohl ein Fehler, Rottenbergs Artikel zu verteidigen. Faktisch und menschlich. Aber das ist halt mein Oppositionsreflex. Und hey, wer hat gesagt, dass es manchmal gut ist, ein öffentliches Arschloch zu sein? Es stimmt! Nichts schöneres als eigene Fehler zuzugeben. Die volle Katharsis sozusagen.

Ich trinke grad zum ersten mal Gute Laune Tee von Willi Dungl Marketing. Gar nicht schlecht! Wenn Will Dungl grad keine neuen Teesorten erfindet schreibt er Bestseller wie "Zerrung, Prellung, Tennisarm". Ein echtes Universalgenie und ein toller Hecht.

lnk + 3 cmt (katatonik, hns)
 Freitag, 16. November 2001 

Juhu, ich bin ein Ausserirdischer. Jedenfalls fühle ich mich so, weil ich diesen Schrieb von Thomas Rottenberg nicht skandalös finde. (Siehe auch EuroRanch Messageboard.) Die Anklage: Rottenberg ist ein arrogantes Arschloch und sollte aus diesem Grund nicht im Standard schreiben dürfen. Wow. Ich und andere sind der Meinung, dass es gelegentlich gut ist, ein öffentliches Arschloch zu sein. Dass das jetzt im Standard passiert und tausende Leute ihre Identifikationsplattform verlieren muss gewiss hart sein. Mein Mitgefühl ist euch sicher.

Dabei ist der Text harmlos. Ich schlage vor, Moorbek eine Kolumne im Standard zu geben.

Lustig zu sehen, wie Leute zwar fühlen aber nicht genau fassen können was sie an dem Text aufregt, und dann in ihren erzürnten Reaktionen so arg danebenhauen. Der Tabubruch ist ja, dass Rottenberg den Augustin-Verkäufern die Anerkennung für ihre Arbeit verweigert, indem er die Zeitung kauft ohne sich dafür zu interessieren, oder gar ihnen Geld anbietet, aber keine Zeitung dafür will. Ansonsten fast überkorrekt. Mehrfach hat er versucht, den Augustin gut zu finden. Und dass er sich in einer (fiktiven oder realen - jedenfalls leider abstrahierten) Szene von einem aufdringlichen, stinkenden Verkäufer belästigt fühlt ist doch nichts zum drüber aufregen. Ich jedenfalls fühle immer mit Leuten, die sich nicht mit einem Schmäh aus einer derartigen Situation retten können - egal ob es an der eigenen sozialen Kompetenz oder an der Empfänglichkeit für Subtilitäten des anderen hapert. Aber da ist dann zu hören, dass alles an Rottenbergs zu kleinen Zumpferl liegen muss, oder dass Gestank nicht stört, wenn die Ursachen im Sozialbereich liegen. Oh well. Raffiniert.

In-tre-sant: sinn-haft, gefunden via Murmel-Weblog.

JOHO das Blog

lnk + 12 cmt (p3k, praschl, mkt, hns, katatonik)

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