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Mozilla, baby!

antville.org
 Dienstag, 27. März 2001 

»Come on you softies! Don't let the bullies win!« - Billy Bragg, somewhere inside his site's guestbook.

I'm reading a book and came across a section where a bomb is being defused. »Finally he made the ticking stop. No explosion accompanied the sudden silence.« Hm, there's something strange about an explosion "accompanying" a silence ;-)

But what a nitpicker I am! This very fine book is called Earthweb, a science fiction novel by Marc Stiegler, and apart from being well written it contains very dense and specific information on what the author sees as the future of the web. Make sure you read Marc's Introduction To Capability Based Security, a central theme in the book.

Oh! I just rediscovered what is for me one of the finest records ever made: Supersonic Storybook by Urge Overkill. Early nineties, I just had moved into a little flat in Ungargasse with Tom, and we had a beautiful practice room which was actually a sculptor's atelier in the Prater next the Trabrennbahn. Now is actually the first time I'm listening to this record on a decent stereo system.

lnk ~ cmt
 Montag, 26. März 2001 

Chris hat etwas cooles gebaut: einen HopObject-to-XML-Serializer. Mit dem dazu passenden XML-to-HopObject-Deserializer könnte man damit wunderbar Sachen wie Datentransfer, Backup etc. lösen.

Kalbende Caribous, George Bush und das Öl, oder wie ein Wissenschaftler seinen Job verlor, weil er kartierte, was in der Arktis kreucht und fleucht. (Quick story here.)

Es gibt ein paar Sachen in diesem Beitrag von Markus Petrowsky auf popo.at die mich nerven. Erstens: Wir, die Guten, sind jetzt wieder in der Mehrzahl. Klar, und alle, die letztes mal FPÖ und diesmal SPÖ gewählt haben, waren damals Faschos und sind jetzt Demokraten. Tatsächlich handelt es sich dabei laut SORA hauptsächlich um Pensionisten, die eben um ihre Pensionen und Krankenkassen fürchten. Wie sehr es diesen Wechselwählern um demokratische Grundwerte geht, überlasse ich der Fantasie des Lesers. Zweitens: Diese Regierung ist nicht demokratisch legitimiert. Natürlich ist sie das, und zwar aufgrund des Wahlergebnisses vom Oktober 1999! Demokratisch legitimiert heisst ja nicht, dass es sich um die einzig mögliche Mehrheit handelt. Und wenn der fehlende Auftrag des Bundespräsidenten gemeint ist, dann sollte man vielleicht lieber von "präsidialer Legitimation" sprechen. Worauf ich hinauswill: Vielleicht muss man sich endlich damit abfinden, dass nicht irgendeine Verschwörung oder ein Putsch von "denen da oben" zur Regierungsbeteiligung der F geführt hat, sondern - surprise, surprise - die in (bis '99 zunehmenden und jetzt immer noch stattlichen) Massen F wählenden Österreicher! Oder deutlicher: Das Problem ist nicht Schüssel (oder Dichand oder selbst Haider), sondern die Leute in diesem Land und ihre teilweise beträchtliche Unkultur :-P

Gesundheitszustand: besser als gestern und vorgestern, schlechter als die 500 Tage davor. Selbstdiagnose: Bronchitis.

Endlich wieder Sonne und blauer Himmel! Ich sitz im Bett und schau raus und sehe die Häuser von Favoriten oder Meidling oder was auch immer das ist da unten, und ab und zu startet ein Flugzeug in Schwechat.

Habe heute bemerkt dass der Kühlschrank sich der Leere zuneigt. Und weil alle Freunde und Verwandten grad so einen scheiss Stress haben ist mir eingefallen: gute Gelegenheit, den Billa Online-Shop auszuprobieren. Die einzige Irritation bei der Bestellung war, dass Wurst und Käse in Einheiten zu 1000 Gramm verkauft werden. Nach etwas Rumprobieren hab ich aber gemerkt, dass man als Menge auch z.B. 0.2 eingeben kann. Leider kommt die Lieferung erst heute abend. Bis dahin bin ich, wie's ausschaut, auf steady diet of pasta and tea. Ok, jetzt übertreib ich, da hat's auch noch ein Stück Vorarlberger Bergkäse.

Hm, gerade habe ich die besorgniserregende Entdeckung gemacht, dass man im Billashop auch bei Konserven und dergleichen null-komma-irgendwas als Mengenangabe verwenden kann. Wenn das nur kein böses Omen ist :-)

Wer von euch hätte zum Beispiel gewusst, dass 0.13 Stück Balisto Milch Honig Mix 0.0156 kg wiegen und 2.33 Schilling kosten?

*Aufatm* Die Billa-Lieferung ist gekommen, und alles scheint ok (bis auf dass manches nicht in den Kühlschrank passt).

Die Titel sind bei Flaschko fast genauso gut wie wie Comics selbst, so auch der heutige: Hygiene, Hoffnung der Frauen

lnk + 3 cmt (katatonik, hns)
 Sonntag, 25. März 2001 

Il conto finale. (Sto pensando in italiano dopo aver letto quel primo capitolo e un paio di altre cose molto preocupanti su Berlusconi, Marcello Dell'Utri e la Cosa Nostra.)

A minor earthquake in SOAP-land, and already great things start coming out of it. It's sometimes good to shake things up a bit.

I always felt that the SOAP camp was too much driven by fear of not arriving first. With Microsoft and IBM each hacking away on implementations and features and not looking left or right, and everybody else left to follow or be left behind. It seems like people are starting to loosen up and think about the stuff that matters. (That's just my impression from the outside, of course.)

One reason I didn't jump on the SOAP bandwagon was partly due to some obscurities in the SOAP spec (which are starting to clear up now), but another one is that XML-RPC is doing so well. We currently have 50-100 downloads per day, number increasing, and people are actually using it, even at big companies like Amazon, Boeing, Lucent. XML-RPC is also doing well in the Open Source camp with supporters like RedHat, KDE, and O'Reilly.

Having said all this, it's quite possible that XML-RPC/Java will go SOAP, especially if the barrier of entry is reduced by introducing an XML-RPC style encoding option as proposed by Jake Savin.

I'm also reminded that I implemented asynchronous XML-RPC some time ago, but didn't come around to releasing it yet. Bad boy!

Wes Felter is sick, too. And he caught the Mac OS X bug. I'm even worse today than yesterday. Tomorrow it will either be better, or I'll see a doctor.

I just discovered a wonderful site called Gamasutra dedicated to "the art and science of making games" (via FUZO). I just read Birth of a new Game Studio, and all I can say is that I really admire the author for his thoughtfulness. Also, check out gaming industry vet Ernest Adams, who in his Gamasutra column called Designer's Notebook proposes a Dogma 2001 for computer games.

lnk + 2 cmt (h_h, hns)
 Samstag, 24. März 2001 

Bin krank. Daran ist nur dieses Wetter schuld. Aber so ein Wochenende zwischen Bett und Couch ist auch nicht schlecht.

Schade dass es so ganz und gar unvernünftig wäre, einen Maserati Khamsin zu besitzen. Obwohl, an der Unvernunft würd's bei mir nicht scheitern.

Morgen sind Wahlen in Wien und ich bin nicht dabei (Italiener). Vor einiger Zeit war ich zuversichtlich, dass die F ordentlich aufs Dach kriegt, aber jetzt ist mir doch eher mulmig zumute. Face it: Es gibt viele Idioten da draussen.

Idiot kommt vom altgriechischen Wort für Privatperson, also jemand der nicht am öffentlichen Leben teilnimmt. Vilém Flusser hat diesbezüglich gemeint: Nachdem das Fernsehen das öffentliche Leben ersetzt hat (die Welt kommt zu uns ins Wohnzimmer anstatt wir zu ihr) sollte man sich über eine gewisse Idiotenblüte nicht wundern.

Das Mousephon - die dümmste Erfindung ever? "Benutzung der Maus- und Telefonfunktion gleichzeitig", brought to you by UTA, schwer bemüht die Telekom an Trottelei zu toppen.

Ronsens über pokernde Hunde und röhrende Hirsche.

Sehr interessantes Whitepaper über den Fuse Light Chatserver. Weil nicht nur Palaver, sondern die ganze Szenerie regelmässig gebroadcastet wird (bzw. die Deltas zwischen der aktuellen Szene und der vorigen) sind die Anforderungen an Bandbreite und Server-CPU viel höher als bei "gewöhnlichen" Chatservern. (via LNGR)

lnk + 8 cmt (grob, hns, katatonik, chronistin, chris, roland)
 Freitag, 23. März 2001 

Von wegen (hi)storytelling im Web funktioniert nicht: Gestern abend bin ich mit (bildlich gesprochen) schlotterndem Unterkiefer vor dieser Site gesessen, die von der Kuba-Krise im Oktober 1962 erzählt. (via OON)

"Verisign hat königliche Scheiße gebaut"

Wie ich heute das hier auf Langreiter gesehen habe, wollte ich etwas über meine Erfahrungen mit derartigen Softwarelizenzen schreiben. Ich gebe auf. Zuviele schlechte Erinnerungen. Jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen. Immerhin kriegt man in der Pro-Version den Source-Code.

Aber ich kann ja wenigstens verraten welcher Art die schlechten Erinnerungen sind, ohne alles wieder aufzurollen. Da ist Ali Szadeczky, der circa eine Million Schilling dafür kassiert hat, mich an den ORF zu vermitteln während ich fast ein Jahr für einen Bruchteil des Geldes gearbeitet habe. (Hat zwar nichts mit der Lizenz zu tun, ist aber Teil der Geschichte.) Dann sind da Softwarekeiler, die mich zuhause besuchen und abfällige Bemerkungen über meine Wohnung machen. ("Wenn sie XXX verwenden werden Sie in 2 Jahren nicht glauben, dass Sie mal so gewohnt haben." Naja, hatten ja recht, das war damals recht studentisch. Aber trotzdem.) Und schiesslich sogenannte "Consultants", die extra aus Deutschald eingeflogen wurden und mir ihren feuchten Atem den Rücken runter bliesen, während ich quasi emotional erpresst ein Produkt evaluierte, von dem ich wusste, dass ich es nicht brauche.

Und all das hatte eben mit einer Lizenz zu tun, die fast aufs Wort identisch war mit der da oben. Für ein Produkt namens PSE Pro. Der Haken dabei war der, dass die Firma noch ein anderes Produkt hatte, eines das eben teuer genug war um Verkäufer durch die Welt zu fliegen.

Deshalb für mich: Keine Hirnzellen mehr für Software, die mir nicht gehört. Es gibt viele, die nicht verstehen worum es bei Open Source geht. Es geht darum, dass einem der Code gehört, egal wer ihn geschrieben hat. Proprietäre Software ist ein Tauschgeschäft - Hirnzellen gegen "Sicherheit". Statt dieser falschen Sicherheit, dass ein Produkt eine Zukunft hat (oder dass einen der Software-Vendor liebt oder was auch immer) hat man bei OS die echte Sicherheit, Herr über seine eigene Zukunft zu sein.

Hm, hoffe das klang jetzt nicht zu verbittert. Im allgemeinen bin ich nämlich schon drüber weg.

lnk + 1 cmt (chris)
 Donnerstag, 22. März 2001 

Amazoning The News, via LNGR und EVH. «How is story telling different on the web? The web uses all the tools of print, as well as those of video and audio. But it destroys narrative arc, character development, continuity. On the web you lose all the strengths of "Once upon a time. Suddenly. Luckily. Happily Ever After."»

The drum buddy show via EURN - sehr nett und traschig. Vor kurzem mit den ORF ONs beim Mittagessen bequatscht, dass wir so ein Infomercial auch für den Hop machen sollten. Natürlich komplett mit Vorher-Nachher-Vergleichen und miserabler Synchronisation. And give yourself this: Al Scramuzza teaches the Sissy Walk Johl!

Morgen geh ich mit Tobi zur Präsentation von Mac OS X. Der weiss auch genaueres bzgl wo wie wann. Ich rechne fest mit einem Monsterbuffet.

"Less move forward!"

Moment, falsch!

"Let's move forward!"

Ok, ich habe was gelernt und bin wieder optimistischer gestimmt. Was es ist das ich gelernt habe: Es wäre halt etwas zu bequem, wenn es so liefe wie ich wollte dass es läuft. "Ein paar Freunde schreiben einen web application server", oder so. Nicht missverstehen: ohne den - wenn ich das mal höchst wohlwollend so nennen darf - lokalen Habererpool wäre gar nichts gegangen und wird auch in Zukunft nichts gehen. Nur rückt man sich das dann in seinem Kopf etwas zurecht, und dann noch mehr, und schließlich noch ein Stück und fertig ist das Realitätsverzerrungsfeld.

Also, hier ist der Plan: Wir machen so weiter wie bisher - jeder wie er will/kann/muss - , nur versuchen wir endlich auch, den sogenannten globalen Talentepool anzuzapfen. Mittel zum Zweck: Minimale Distribution und Dokumentation (letztere wenn notwendig stichwortmässig, das Schreiben in "perfekten" ganzen englischen Sätzen ist ein echter Hemmschuh), und dann wird gespammt nutzen wir unsere Connections. Less go.

Der Hop kriegt Sympatiepunkte auf dem Sofa, was mir ja bekanntlich ebenso wichtig ist wie technisch bedingte Ehrenbekundungen. Derzeit ist es allerdings noch so, dass der Hop-Apostel Haus und Hof aufgibt und predigend durch das Land zieht. Sehr bald sollte es aber auch die bewährte Mitgliedsoption "häng dir ein Kreuz ins Eck und am Sonntag in die Kirche" geben. Just kidding, natürlich gibt's bei uns kein Kreuz 8-)

Was den Umstieg von Blogger auf ein anderes Tool angeht, das könnte schon a major pain in the ass sein, vor allem eben wenn man die Archive mitnehmen will. P3k dürfte auf diesem Gebiet Fachmann sein, der kopft nämlich schon lange an Umstiegsfantasien und kennt auch zumindest die Userland-Sachen ganz gut (und natürlich Hop, aber für den gibt's noch kein fertig gestricktes Blog-Tool).

Ausserdem kommen gute Nachrichten aus Tirol: Chris' erstes Hop-Projekt scheint gut zu laufen. Es scheint sich um einen sehr prestigeträchtigen Kunden zu handeln, aber nachdem er das nicht öffentlich kundtut, werde ich das hier auch nicht machen :-)

Manchmal denk ich, ich schreib in letzter Zeit zuviel von mir, aber dann fällt mir ein ich habe nicht mal erwähnt, dass ich jetzt wieder nass rasiere, dass ich gestern endlich Crouching Tiger, Hidden Dragon gesehen habe, nacher asiatische Kampfturnübungen vollzogen habe etc. In die Länge ziehen sie sich aber schon, meine Einträge.

lnk + 7 cmt (chris, earl, hns, hr, katatonik)
 Mittwoch, 21. März 2001 

I guess the messages coming from me the last two days were a bit confusing, even more so with the funny images strewn in. Here's a bit of context and background information.

First, after three months of very intense (and rewarding) Hop development, I find I've neglected everything else I should have been doing, from paying my taxes to minding professional relationships outside the inner Hop circle to leading a private life. So instead of getting back into routine mode, I've been thinking about this and talking about it with friends for the last few days.

My current view on it is that there's three roots for this problem: an organizational one, a technical one, and a personal one.

The organizational side has a lot to do with the history of the Hop, which started as a personal skunkworks project. Later on it was picked up by the folks at ORF ON when their prior app server vendor decided to call it quits, but the real background of the decision were the confidence and enthusiasm to build something cool and useful. Related to this is the decision to open source the Hop very early before people higher up would "start to care" about it. So the Hop still is (and will be for a long time) on that road from a skunkworks project to an official one, and that's not always a smooth road. The current bump in the way will hopefully lead to some organizational improvements which should get administrative stuff off me and add manpower to the project. Nothing spectacular, and the details still need to be worked out.

On the technical side, the Hop still ain't good enough for me. See, the Hop's one and only purpose is to make web development easy for me and everybody else who wants to use it. But time and again, when I start to build a Hop application, I find something that I could fix or add inside the Hop to make that task as easy as I think it should be. Of course, that's a highly personal experience, because I don't want to spend more than 2% of my time writing Hop applications (while others do it as their main job), and I'm in a position to actually fix stuff inside the Hop. The good thing is that the gap between my requirements and Hop reality has been closing consistently, and we did some brainstorming yesterday that promises to close it even further.

The personal side of the problem is that I happen to be somewhere on the border between persistent and obsessive, but I won't talk too much about that here and now -- you know, it's personal. :-)

lnk + 3 cmt (chris, mkt, hns)

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