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Mozilla, baby!

antville.org
 Saturday, 22. December 2001 

Am 31. Dezember steigt bei mir die Mörderfete. Mit anderen Worten, ich veranstalte ein Fest. Eine Geburtstagsparty. Silvester sowieso. Das hab ich soeben beschlossen, und es gibt kein zurück mehr, und ihr lest es zuerst hier auf henso.com. Werde es auch noch auf allen anderen Kanälen rausblasen. Ich hoffe es hat noch niemand was anderes vor.

Tres jolie: Absynnd.

Ich wünschte ich könnte heute abend noch ins rhiz um Klaus mit beidhändigem Victory-Zeichen hinterm DJ-Pult stehen zu sehen, aber Eva W. schmeisst ein Abendessen zu Ehren Heris Geburtstags und um 23:25 nehme ich den Zug Richtung Meran. Mal schaun, vielleicht geht sichs aus auf ein Seidel.

Wenn ich nach Bozen fliegen wollte, müsste ich in Frankfurt umsteigen und wäre insgesamt 8 Stunden unterwegs. Danke, aber nein danke. Nur nach Innsbruck fliegen ist mir zu umständlich, da hätte ich den nervigsten Teil der Strecke immer noch vor mir.

Chris und Bruno gestern, in der Blue Box Hof haltend, in der früh aus Innsbruck herjettend und am abend zurück, das war schon der Inbegriff von cool.

lnk + 3 cmt (kris, hns)
 Thursday, 20. December 2001 

Chris Langreiter und Bruno Haid halten morgen ab 10:00 vormittags eine Ganztagesaudienz in der Blue Box ab. Da bin ich natürlich dabei.

Jetzt ist es draussen. Ja, ich gestehe. Das ist auch der Grund, warum das neue DB-Mapping im Hop noch nicht fertig ist. Aufgedeckt von Michi.

"da hast du diesen supertrendy hipsterort wohl für immer verpasst" (Sonja per Email über eine Lokalität namens "lady chutney", in dem vor ein paar Tagen das vielgelobte satellite footprintshop-Konzert stattfand.) Warum immer ich? Fucking ungerecht.

Henso.com geht jetzt flott und stracks in den weihnachtlichen Snooze-Mode (ein Wort, das ich gestern gelernt habe). Ausser es passiert wieder was, was mich interessiert. Hoffe nicht.

Fare thee well, ye lazy buggers.

boingo

Ja, bitte.

Chris wirft mit einer interessante Ergänzung zu meinem gestrigen Südtirol-Special Licht auf die politische Kultur in der Region Trentino-Alto Adige. Italien ist in Regionen und Provinzen aufgeteilt, die autonome Provinz Bozen (=Südtirol) ist ein Teil der Region Trentino-Südtirol. Die regionalen Institutionen dürften ein ziemliches Kasperltheater sein, weil das Wesentliche auf Provinzebene in Bozen geregelt wird.

lnk + 2 cmt (h_h, chra)
 Wednesday, 19. December 2001 

Kris trägt ja jetzt wohl eine Kamera am Schlüsselbund. Ein anderes verlockendes Anhängsel wäre so ein USB-Drive mit bis zu 1 GB Speicher. Klein, schnell, läuft ohne Treiber auf jedem Computer. Die 1 GB-Version ist zugegebenermassen noch zu teuer, aber von 256 MB abwärts wird's erschwinglich. Könnte irgendwann für DJs interessant werden, die sich beim Tragen ihrer Musik nicht die Wirbelsäule ruinieren wollen. Zum Beispiel.

Übrigens, der Schlüsselbund-Schmäh ist bei der Kamera ja eher Koketterie, aber für ein Speichermedium wäre es quasi die ideale Auf- und Anhängung. Belohnt die ohnehin notwendige Achtsamkeit auf Wohnungs- und sonstige Schlüssel. Obwohl ... dann immer die Schlüssel dran hängen zu haben ... wohl eher doch nicht. Schade.

Stephan hat einen interessanten Fernsehtextlink.

mp3-r-us-(sometimes): Papa M - Beloved Woman (128 kbps, 3,1 MB)

Wow. Alles was ich über Memento hätte schreiben wollen steht schon bei Roland, und alles was ich noch wissen wollte in den Seiten, die er linkt.

Jörg Haider soll endlich die Goschn halten. Wenn's was bringt wäre ich auch bereit, das als höfliche Bitte zu formulieren.

Orf on: "Das Südtirol-Problem etwa konnte nur durch die Internationalisierung durch die Schutzmacht Österreich gelöst werden. In Kärnten sei die Lage insofern anders, als sich die Minderheit mit Österreich identifiziert." Die Österreicher sollten aufhören sich was vorzumachen. Die Südtiroler fühlen sich längst als Italiener. Genauergesagt fühlen sie sich als etwas ganz eigenes und besonderes - wahrscheinlich eine chemische Reaktion des überall vorkommenden Provinzialismus mit Südtirols privilegierter Position innerhalb des italienischen Staates und dem vielen Geld und den grossen Freiheiten, die damit verbunden sind.

Interessanter Artikel zur politischen Befindlichkeit in Südtirol. Interessante Website auch.

Hintergrundinfo für Nicht-Südtiroler: Südtirol wird im wesentlichen immer noch von einer Partei (der sogenannten "Sammelpartei") und einem Medienkonzern beherrscht. Viel Geld, feudale Strukturen. Gerade scheint sich ein unheiliger Machtkampf zwischen Athesia und SVP abzuspielen.

Da bin ich aufgewachsen, jedenfalls da in der Nähe. Das war klimatisch eine schöne Zeit.

Robert Rotifer liefert nicht nur gute Geschichten, sondern auch gute Sprüche. Hier zum Beispiel: "All das ist längst Geschichte, vielleicht nicht einmal das, sondern einfach nur Vergangenheit."

lnk + 1 cmt (chra)
 Tuesday, 18. December 2001 

Glorreiche Idee, gestern bei der Orf-on-Weihnachtsfeier Brötchen vom Buffet fürs Frühstück zu hamstern.

Äusserst dumm, am Sonntag nicht zur Murmel-Weihnachtsfeier gegangen zu sein.

Food for thought: The Fading Altruism of Open Source Development.

Jon Udell: The Event-Driven Internet.

Can you believe it: Mark is cycling across Cambodia with some other crazy Aussie. Take care, Mark! "Active mine fields are marked with with red sticks and 'skull and cross bones' signs." Sheesh.

Is it safe to cycle in Asia? Letzter Stand:
Safe: Central and Northern Thailand, Central and Southern Peninsula Malaysia, Cambodia, Vietnam, Laos, Singapore, Nepal, Bali.
Safe with qualifications: Southern Thailand, Northern Malaysia
Safe in parts: India, China
Questionable: Iran, Bangladesh
Not safe: Pakistan, Indonesia (but Bali's OK!)
Forget it: Afghanistan
Not applicable: Myanmar (Burma)

lnk + 5 cmt (snivlem, hns)
 Monday, 17. December 2001 

Eine Einführung in die ökonomische Theorie von Silvio Gesell. (More like this)

Das Zinssystem ist eine grossartige Einrichtung, um gespartes Geld in Umlauf zu halten und nicht von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Aber die Nachteile des Systems sind nicht zu übersehen: Überschuldung, Spekulation, oder einfach sinnvolle Investitionen, die nicht gemacht werden, weil sie sich "nicht rechnen". Eine interessante Idee also zu versuchen, die Tausch- und Sparfunktionen des Geldes zu trennen. Geld mit Ablaufdatum, Geld das ausgegeben werden muss, die Idee gefällt mir sehr. Use it or lose it, dude.

Das Geldwunder von Wörgl

"Mein Vorschlag ist, überall dort, wo den Menschen das Geld fehlt, um wirtschaftlich aktiv zu werden, lokales Geld zu schöpfen." Bernard Lietaer im brand eins-Interview. Lietaer wird als einer der Väter des Euro bezeichnet; sehr interessant.

Deutsche Website von Bernard Lietaer, guter Artikel über Lietaers Theorien.

Michael Ende und Joseph Beuys reden über Geld. (More like this)

Kudos an P3k und Cri für die Links.

"Warum es der Marxschen Lehre vom Kapital gelang, die Proudhonsche Lehre zu verdrängen und die sozialistische Bewegung zur Alleinherrschaft zu bringen? Warum spricht man in allen Zeitungen der Welt von Marx und seiner Lehre? Einer meinte, das läge an der Hoffnungslosigkeit und entsprechenden Harmlosigkeit der Marxschen Lehre. Kein Kapitalist fürchte diese Lehre, wie auch kein Kapitalist die christliche Lehre fürchtet. Es wäre geradezu vorteilhaft für das Kapital, möglichst viel und breit von Marx und Christus zu reden. Marx würde ja dem Kapital niemals etwas anhaben können, weil er die Natur des Kapitals falsch beurteilt. Bei Proudhon dagegen, da heißt es aufpassen. Besser ist es, ihn totzuschweigen. Er ist ein gefährlicher Bursch, denn es ist einfach unbestreitbar, was er sagt, daß, wenn die Arbeiter ungestört, ungehemmt, ununterbrochen arbeiten dürften, das Kapital bald in einer Kapital-Überproduktion (nicht mit Warenüberproduktion zu verwechseln) ersticken würde. Das, was Proudhon zur Bekämpfung des Kapitals empfiehlt, kann heute unmittelbar in Angriff genommen werden, ist also gefährlich. Spricht doch das Marxsche Programm selber von der gewaltigen Produktionskraft des mit den neuzeitlichen Werkzeugen ausgerüsteten, modernen, geschulten Arbeiters. Marx kann mit dieser gewaltigen Produktionskraft durchaus nichts anfangen; in den Händen Proudhons wird sie zu einer Waffe allererster Ordnung gegen das Kapital. Darum redet viel und breit von Marx, so wird man Proudhon vielleicht ganz vergessen." Silvio Gesell, Die natürliche Wirtschaftsordnung, 1911

Keine Ahnung wie so alte Musik so frisch klingen kann.

lnk + 4 cmt (cri, hns, michi)
 Sunday, 16. December 2001 

Manche Sätze sind besser als andere. Zum Beispiel "please form a primitive society and live in the terminal forever".

lnk ~ cmt
 Saturday, 15. December 2001 

Woohoo. Slashdot announct Apache XML-RPC. Komisches Timing, weil die Site ist immer noch nicht up bzw up-to-date. Wurscht. Ich sollte öfter meine Email checken. Geh noch schnell duschen, dann ziehe ich den Stecker.

Die Geschichte der Java XML-RPC-Library ist eine sehr lehrreiche, mäandrige, wichtige und schöne für mich. Von dem Zeitpunkt, als ich sie erstmals angekündigt habe über die Zeit, in der ich mich von den täglichen Supportanfragen und Verbesserungswünschen erschlagen fühlte bis heute, wo sich - vor allem aber nicht nur durch die Übergabe an die Apache Foundation - so viele Leute so grossartig darum (und umeinander) kümmern.

Sorry, ein bisschen Nostalgie und Pathos müssen schon sein.

Bzzzzzzzz

Kris läuft mit seiner neuen Schlüsselanhängerkamera durch Jena. Haben will!

Eine bemerkenswerte Firma namens Backyard Artillery bringt uns die Catapult Watch, vor allem aber einen schönen Slogan: "It's time to get medieval on your friends."

lnk + 3 cmt (slauti, chris, hns)

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