henso.com
Home
Archive
Search

rss feed for this page

DELI
HLM

LNGR
EURN
OON
CHLM
POOL
ELPH
RIST
SOFA
SENS
P3K
FM4
SCRP
MAL
RNS
GDNY
ELEG
OSNS
SLSH

Mozilla, baby!

antville.org
 Tuesday, 5. March 2002 

Dieser Artikel von Jon Udell ist weit mehr als ein Produkt-Review, er ist eine kleine Geschichte der Internet-Groupware according to Mr. Udell und eine Beschreibung von Referrer-Logs als gruppenbildender Umstand. Höchste Empfehlung für die Techie-Fraktion unter meinen Lesern.

Gestern eine lapidare Erwähnung und heute laut Google schon die World Number 1 Authority für Twinny-Eis. Na gut, es ist ein Randgruppeneis und wahrscheinlich hab ichs sogar falsch geschrieben, aber trotzdem.

Der Grund, warum ich mit Google herumspiele ist eine altbekannte Kulturtechnik, die seit neuestem unter dem Titel Google Bombing gehandelt wird. Dabei geht es darum, wiederholt mit dem gleichen Text auf die gleiche Seite zu linken, so dass Google anfängt, den Linktext mit der gelinkten Website zu assozieren. Der Mechanismus beruht auf der Besonderheit von Google, bei der Bewertung von Webseiten nicht nur diese selbst, sondern auch die Seiten, die auf sie linken, auf verschiedene Arten zu berücksichtigen (mehr dazu später). Die Anklage lautet nun, dass Google Weblogs zu ernst nimmt und dadurch die Qualität seiner Suchergebnisse gefährdet. Dazu ist zu sagen: will ich auch hoffen, dass Google Weblogs höher bewertet als Seiten, die tot in der Gegend rumliegen! Ausserdem: so einfach ist es nicht. Die Suchbegriffe die wirklich jemanden interessieren sind bei weitem schwerer zu bomben als uns der obige Artikel glauben machen möchte. P3k zum Beispiel musste seinen Versuch, Google-Suchende auf die Ähnlichkeit von Microsofts CEO mit einem Mitglied der Addams Family hinzuweisen, erfolglos abbrechen. (Es funktioniert interessanterweise in die Gegenrichtung, offensichtlich ist die Addams Family leichter zu bomben als das Top-Management bei Microsoft.) Die interessante Frage ist nun: Sollte Google etwas an seinen Bewertungskriterien ändern? Dem ursprünglichen Google-Paper von Sergey Brin und Lawrence Page zufolge nimmt Google Anchor Text (vulgo den Text in den von anderen Seiten auf die Seite verweisenden Links) ähnlich wichtig wie den Titel des Dokumentes und wichtiger noch als "normalen Text" in der Seite selbst. "Anchors often provide more accurate descriptions of web pages than the pages themselves", schreiben die beiden in ihrer Begründung. Wahrscheinlich spiegelt das (wie andere Google-Eigenarten auch) die Herkunft googlescher Ideen aus der Praxis wissenschaftlichen Zitierens wider, in der man allgemein von einer gewissen Seriösität und gewissen Qualitätsstandards ausgehen kann. Es ist klar, dass man im grossen wilden Web, wo jeder alles sagen und linken kann, die Bewertungsmaßstäbe etwas anders setzen muss. Ich denke aber dass das in der Zwischenzeit auch schon längst passiert, entweder in Verbindung mit der Bewertung der linkenden Seiten oder aufgrund gewisser quantitativer Anforderungen (i.e. es reicht nicht aus, dass ich mit dem Text "Sauzechn" irgendwo hinzulinken um das Linkziel bei Google eine Sauzechn werden zu lassen). Trotzdem oder gerade deswegen finde ich es schade, dass das mit Onkel Ballmer nicht geklappt hat.

Wie ich jetzt den obigen Absatz recherchiert und geschrieben habe ist mir ein grösseres Licht aufgegangen: Dass nämlich Googles oft besungene Weblog-Affinität rein gar nichts mit bewusst angewandten Qualitätsmaßstäben oder gar einem "Ohr für den kleinen Mann" zu tun hat, sondern einfach das Resultat der Umlegung der Ökonomie wissenschaftlichen Zitierens auf das gesamte WWW ist. Wichtig ist, was viel gelinkt wird, um den Rest schert sich Google einen Dreck. Interessant wie aus einem elitären Spiel ein ganz anderes und grösstenteils recht unelitäres Spiel wird, wenn man die Zugangsregeln ausser Kraft setzt.

Unangenehm, zwei leere Kisten Bier zum Supermarkt zurückzubringen, wenn einem dabei dauernd die Hose runterrutscht. Die herumstehenden Prostituierten, Zuhälter, Freier, Wettcafebesucher und sonstigen Flaneure machen die Sache auch nicht besser. Das waren übrigens die letzten zwei Bierkisten von meinem Geburtstagsfest. Ich bin kein grosser Zurückbringer was Bierkisten angeht.

lnk + 14 cmt (roland, hns, msm, p3k, kris, katatonik)
 Monday, 4. March 2002 

Übrigens, der Mann hat dann in der Ubahn ein Twinny-Eis (das mit den zwei Stielen) rausgeholt und zu essen angefangen. Ehrlich, ich schwöre.

Intrige und Liebe im Hause Murmel #3. Auftritt der Liebe, Abgang der letzten Subtilitäten. So ist das nun mal. Hier die bisherigen Folgen, allerdings in umgekehrter Reihenfolge von unten nach oben (da müssen wir noch was machen).

Ich frage mich, ob das die Party ist, bei der ich am Samstag war. Schaut fast so aus - ich erkenne zwar nur einige der beschriebenen Personen, die aber dafür recht deutlich. Ah, mittlerweile finde ich auch mich selbst und den Fisch wieder. Damit ist der Verdacht der Gewissheit gewichen. Und ich weiss auch endlich, wer mortimer ist. Keine Problem, ich kann Geheimnisse bewahren. In related news: Aua.

Michi Platzer in Lissabon. Die vollständige Fotostrecke ist hier.

"ich weiß es, du rehhaftes geschöpf, du einziger stern an meinem himmel, du einziges pferd auf meinem stephansplatz! du bist mein, wie ich dein bin!"

lnk ~ cmt
 Sunday, 3. March 2002 

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°




















°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

"Ich wollte noch was essen, aber die Kiffer fallen über das Buffet wie die Heuschrecken." Sven gestern abend gesellschaftskritisch wie immer.


Eines der Geburtstagskinder. Alles Gute, Ute (und Gerlinde auch)!


Und es ging ein Raunen durchs Partyvolk, und das Erstaunen war allgegenwärtig


Der Hohi


Die Chefin (von hier)


Der Quehenberger


Der Fisch (angeblich echt)

lnk + 2 cmt (chra, hns)
 Saturday, 2. March 2002 

Einer der Morgen, an denen man vor seiner eigenen Stimme erschrickt. (Das sind fast immer gute Morgen.)

"Nun chiagne Maddalena Dio ci guarderà e presto arriveremo a Durango"

Das schönste Lied der Welt, Ster- und Grissemanns Beitrag zur österreichischen Songcontest-Ausscheidung. Hundert Punkte für die Frage "Hat irgendjemand irgendwo schon so ein schönes Lied gesehen?" Stermann hat eine gute nerviger-Rapper-Stimme. "Meine Damen und Herren, sie merken es doch: Wir alle hier auf der Bühne sind nur den Wimpernschlag einer Libelle vom Vollrausch entfernt!" Generell ziemlich gut.

Die Conspiranten haben ausserdem ein spannendes Erlebnisprotokoll der Songcontest-Entscheidung angefertigt. Danke Jungs! Wer braucht da noch Fernsehen, offizielle Homepage oder corporate-FM4-Seite - alles Sachen, die einem schönen Samstagmorgen einen schalen Beigeschmack geben.

Da fällt mir ein, dass die Songcontest-Internetabstimmung mit Helma gemacht wurde. Wie ich das damals gehört habe ahnte ich, dass das nicht gut gehen würde. Wenn jetzt wirklich was schiefgegangen ist würde ich das gern wissen! (Samt technischen Details bitte.)

Lebenszeichen aus Italien.

Auf diesem Bild kann man zwar nichts erkennen, wenn man aber etwas erkennen könnte dann wären es die charmantesten Naturlocken der Welt. Glaub ich zumindest. Übrigens mithilfe dieser Geheimtechnik bei der gestrigen Euroranch aufgenommen.

Es gibt keinen Ersatz für körperlich in Form sein und herabtropfende Zahnpasta mit der grossen Zehe auffangen zu können. (Übers Waschbecken beugen ist kein wirklicher Ersatz.)

Die ersten Builds aus dem Mozilla 0.9.9-Branch trudeln ein, Linux und Windows so far. (Normalbenutzern sei natürlich weiterhin die Verwendung der letzten stabilen Version empfohlen.)

lnk + 15 cmt (brrr, hns, hr, oj, katatonik, maras)
 Friday, 1. March 2002 

Heute wehrlos lesen! Klicken! Staunen! Lachen! (Morgen geht auch noch.)

Und falls lässig erwachsen heute zur Euroranch gehen!

Der gestrige Last Thursday war tatsächlich supergenial. Manfreds PHP-Framework hat seit dem letzten Mal als er's mir vorgeführt hat unglaubliche Fortschritte gemacht. Seine Situation bei yumyum ist darin ziemlich ähnlich der meinen bei orf on, dass er sehr langfristig an einem System arbeiten kann, das die Arbeit der anderen leichter macht. Kein Wunder, das ist die Art wie Software funktioniert. Danach mit Manfred, Hannes Stiebitzhofer und Michi Platzer und ein paar anderen im Tanzcafe Jenseits und mit Verwunderung festgestellt, dass es in voller Blüte steht und voll ist mit Leuten im allgemeinen und schönen Frauen im speziellen, und dass mir jetzt sogar die Bloody Maries schmecken dort (mit Lauchstengel!). Michi hat von der gut inszenierten Dekadenz beim McKinsey-Recruiting in Lissabon erzählt, Manfred vom lustigen und längst verflogenen Übermut österreichischer Dot-Coms ("wir haben mehr Geld als die VOEST!" Ja, aber könnt ihr einen FTP-Account konfigurieren?) und Hannes von den Freuden des Cafehaus-Surfens, an deren Verbreitung in Ö er nicht unbeteiligt ist. Hat dann Überwindung gekostet, mit den anderen zu gehen und nicht noch länger dort zu bleiben.

HEY MR. LEDERWESTE! Gestern durch Zufall die zweite Platte von Articolo 31 (sprich "articolo trentuno") wiederentdeckt, und das ist die beste italienische Hip Hop-Posse (sacht man doch so, oder?) aller Zeiten. FATTI IN LÀ, FATTI IN LÀ, SU! MP3s sind in Arbeit. Wahrscheinlich muss man italienisch können um das richtig schätzen zu können, also lernt mal!

Hier sind die MP3s. Die Auswahl nicht unbedingt wohldurchdacht, das Encoding 64kb/s mono.

Nehme ich heute auf jeden Fall auch zur Euroranch mit.

Yes.

Nicht nur Klaus Makotter ist ein Stecher.

lnk + 18 cmt (...s...t...e...f...a...n..., hns, hannes, mkt, h_h, kris, michi, andreas)
 Thursday, 28. February 2002 

Zwischen 11:13 und 15:08 ist heute unsere Standleitung ausgefallen. Betroffen waren unter anderem henso, helma und zum Teil auch antville.

gratuliere du bist lässig weil du ehrenwert bist.

Mariahilferstrassenland.

Beim heutigen Last Thursday stellt Manfred Wuits seine ziemlich ausgefinkelte PHP-Architektur vor. Wird garantiert spannend.

lnk + 8 cmt (seewolf, hns, murx, chronistin)
 Wednesday, 27. February 2002 
Einer der kollateralen Vorzüge, die man durch die Mitgliedschaft bei zahlreichen gut frequentierten Mailinglisten geniesst, ist die Versorgung mit ständig neuen interessanten und fantasieanregenden Namen. Hier sind einige meiner Favoriten unter denen, die in den letzten Tagen meine Inbox verziert haben:
  • Wong Aldrin (linux-sony; Raumfahrtpionier mit chinesischem Vornamen)
  • Kimbro Staken (xml.apache.org; gibs zu, der Name kommt aus einer Marketingabteilung für Action Figures)
  • Janne Jalkanen (xml-rpc; spielt Bass in einer obskuren finnischen Rockband)
  • Andrus Adamchik (jakarta.apache.org; kanadischer Eishockeycrack, aber doch sensibel)
  • Blake Girardot (CMS@camworld; ick hör die Champagne-Korken poppen; seine Frau heisst Krystal)
  • Aaron Smuts (jakarta.apache.org; einfach und direkt)
  • Jayson Joseph Chacko (xml.apache.org; overkill! Der Nachname allein hätte gereicht)
  • Aleksander Slominski (xml.apache.org; Ostblockflair mit Extrabonus)

Ich habe mich immer gefragt, wie das für technisch Unbefangene ist, wenn sie hier auf henso.com nur Softwaregebabbel zu lesen finden. Offensichtlich kann es anregend wirken. Weblogfasching ist ok. Ich glaube ich wäre gern Goldchen. Oder Makotic.

Schöner Text von einem Fan.

Truth is no longer needed, said the ad man, it has been replaced by repetition.

Sehr anstrengendes politisches Mail das ich heute schreiben musste.

Und endlich einen Bug mit HTTP-keepalive gefixt, der mir schon seit fast zwei Jahren bekannt war. Wouti - ich sehe gerade dass Chad McDaniels ursprünglicher Bugreport vom April 2000 eigentlich schon die genaue Analyse der Fehlerursache beinhaltete und sich fast so liest wie meine heutige Commit-Message ("client only threw an exception on the _read_ which didn't work with the current retry code" vs. "the exception was thrown not when trying to send the request to the server but only when trying to parse the server's response"). Das Problem war, dass ich den ersten Report falsch verstanden habe (das erkennt man an meiner Antwort) und ihn dann nie wieder angeschaut habe. Schande über mich.

lnk + 2 cmt (claudschi, hns)

Not logged in. Click here to log in.

 comments