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Mozilla, baby!

antville.org
 Tuesday, 9. July 2002 

Helma wird künftig über ein Bündel von Antville-Weblogs organisiert, dokumentiert und publiziert werden. Tobi hat exzellente Arbeit geleistet und den Inhalt von Helma.org bereits in ein neues Weblog importiert. Sehr fein, ein ganz wichtiger Schritt nach vorn.

Heute schon den Reisepass verlängern lassen. Jetzt fehlt nur noch ein fahrbares Auto.

Hervorragender Artikel über das Internet und die Musikindustrie von Janis Ian. "Who gets hurt by free downloads? Save a handful of super-successes like Celine Dion, none of us. We only get helped." Tatsache ist, dass die RIAA, der Verband der US-Tonträger-Industrie, Amok läuft und Drohungen über den ganze Erdball verteilt (auch die Euroranch bzw. deren ISP silverserver haben bereits eine erhalten) und dabei vorgeben, die Interessen der Musiker zu vertreten, während es ausschliesslich die Interessen der Plattenfirmen und ihrer grossen Cash-Kühe (Eminem, B. Spears etc.) sind.

Als Kontrastmittel nochmal die Inside-Story eines Audio Galaxy-Mitarbeiters auf kuro5hin.org.

Microsoft bringt neue Content Management-Software.

Review der FTP-Version von Suse 8.0. Highlightet meine Probleme mit Suse der Firma, findet aber lobende Worte für die Software.

lnk + 2 cmt (p3k, hns)
 Monday, 8. July 2002 

Ich brüte über dem hier. 5 Stunden ratloses Rumfummeln, 10 Minuten Helligkeit, Problem zur Hälfte gelöst.

http://www.sexxxxpics.com/blog/: Diary of a Porn Publisher. (via sexblog)

Vielleicht das subversivste und böseste Softwareprojekt aller Zeiten: Linux auf Microsofts Xbox zum Laufen bringen. Wenn es erfolgreich ist, hat Microsoft ein echtes Problem. Die Xbox, innerlich fast ein vollwertiger PC, wird um ein- bis zweihundert Dollar unter ihren Herstellungskosten verkauft. Das Geld hofft Microsoft mit verkauften Spiele wieder reinzuholen. Mit Xbox-Linux käme das der Direktsubventionierung einer Legion neuer Linux-Benutzer gleich. Ein Mindfuck von besonderer Güte.

lnk ~ cmt
 Sunday, 7. July 2002 

In the dutch mountains.

Frühstücks-Soundtrack: Egill S - I love you so, Kategorie verrückter Isländer.

Guter Weblog-Artikel auf Heise.de. "Erstaunlich viele wollen nicht nur lesen, sondern auch schreiben." Ich möchte nur eines geradebiegen was Antville angeht, nämlich das mit der Selbstausbeutung. Ich weiss, wir haben die Sache mit Antville als Selbstausbeutung selbst in die Welt gesetzt, aber stimmen tut es trotzdem nicht, zumindest nicht für mich. Die meiste Zeit auf Antville verbringe ich lesend, und ab und zu schreibe ich ein Stück Software dafür. Beides keine selbstausbeutenden Tätigkeiten, sondern solche, die mich in jeder Hinsicht reicher machen. Ach ja, bleibt noch die Systemadministration, aber so glatt wie da alles läuft ist das eine regelrechte Ausnahmetätigkeit. Vielleicht sollten wir es sogar zu unserem erklärten Antville-Ziel machen, Weblog-Hosting ohne Selbst- oder sonstige Ausbeutung möglich zu machen.

Unter Swingern.

lnk + 9 cmt (rogerisland, hr, hns, funzel, pmode)
 Saturday, 6. July 2002 

Ich kann mir nicht helfen, aber ein Handy mit Kamera ist für mich das 0er-Jahre-Äquivalent zum Ghetto-Blaster mit Keyboard. Ich empfinde sogar einen gewissen Ekel vor dem Nokia-Teil (jetzt in echt).

Die beste mir bisher untergekommene Analyse zu Microsofts gegenwärtiger Lage und Palladium. (via SuitWatch)

Was genau ist TrackBack und was kann es mehr als etwa unsere Backlinks?

Adobe GoLive scheint ein beliebtes Produkt zu sein. (via sofa)

lnk + 5 cmt (ghack, roland, chris, rolandk)
 Friday, 5. July 2002 

Gerade aufgewacht, Computer aufgeklappt, das hier gelesen und mein erster Gedanke heute war, dass wir da etwas hingestellt haben, was die Nervensysteme vieler Menschen total überhitzt. Es fehlt irgendeine Art von Widerstand. Jetzt aber erstmal schauen, ob ich noch Frühstück kriege.

Zusammenfassung des Treffens mit Eric Raymond, das ich versäumt habe, weil ich ein arroganter Schlock bin es mich so nicht interessiert hat.

Die Kursverläufe von Red Hat, Microsoft, Sun über das letzte Jahr. Die Aussage ist: Am meisten lässt sich bei Hardware sparen, weshalb die Hardware-Entscheidung primär ist. Intel gewinnt. Sobald das aber klar ist, wird der Kampf um die Softwarebrösel interessant. Red Hat ist eine interessante Firma, wenn ich Geld hätte würd ich's investieren. Auch interessant, dass mich die RHAT-Website im Gegensatz zu Suses nicht anödet.

Blogs as Disruptive Tech - How weblogs are flying under the radar of the Content Management Giants. Das trifft's. Helma und Antville fliegen auch unter dem Radar vieler "Grosser". Und das ist gut so, weil es uns Zeit zum Lernen gibt. Jeden Tag einen kleinen Schritt. (via etter det vi erfarer)

lnk + 4 cmt (katatonik, hannes, kris)
 Thursday, 4. July 2002 

Antville.org war letzte Nacht down: Ursache und Wirkung. Die HTTP-Logs wachsen zu schnell.

Ewald Stadler, Volksanwalt und einer der unverhohleneren n.a.z.i.s in der FPÖ.

Gerade entdeckt, dass 0.0.0.0 gleich localhost ist, jedenfalls auf Linux.

Woohoo! Genau diesen Grundig (zweites Bild von oben) hatten wir. Meine Schwester, genauer gesagt. Ich weiss noch genau, wie sich alles anfühlte.

lnk + 2 cmt (earl, p3k)
 Wednesday, 3. July 2002 

Neu auf antville: Tomato Republic, ein italienisches kollaboratives Politblog.

Um nochmal meinen Standpunkt zur Diskussion um den FM4-Soundpark klarzumachen: FM4 hat kein Monopol für Jungmusiker-Plattformen im österreichischen Internet. Die Mittel und Wege es besser zu machen sind da, wenn man glaubt, es besser machen zu können. Wenn jemand ernsthaft daran interessiert ist, eine Alternativ-Plattform für unsignierte österreichische Musik auf Basis von Antville-Code auf die Beine zu stellen, werde ich nach meinen Möglichkeiten dabei helfen. Dieses Angebot gilt auch für FM4.

Steven Johnson über Emergence. Wer ein komplexes, auf das Zusammenspiel vieler Akteure aufbauendes System zu schaffen gedenkt und glaubt, die beste Art dies zu tun sei, die Aktionen jener Mitspieler bis ins Detail zu planen und kontrollieren, der sollte Johnsons Buch lesen. Leider ist die Kontrollangst eine verbreitete Krankheit. Die Gratis-Stadtrad-Aktion in Wien ist daran zu Grunde gegangen. Teil dieses Plans war, dass Stadtradradler wie für einen Einkaufswagen zwei Euro "Pfand" in einen Schlitz am Fahrrad stecken, um das Fahrrad von einer es festhaltenden Kette zu lösen. Am Ende der Fahrt würde der Stadtradradler das Rad an einer (wahrscheinlich von der Ausgangsstation verschiedenen) Fahrradstation anketten, um die zwei Euro zurückzuerhalten. Man erkennt an der Tatsache, dass die zwei Euro niemals den Wert des Rades abdecken, dass diese Regelung absolut irrational und nur der Kontrollangst der Planer entsprungen sein kann. Vor allem aber wurde dadurch der Wert des Rades annihiliert, weil die Ein- und Ausstiegspunkte ins System mit unglaublicher Reibung versehen wurden. Diese Reibung war nicht nur praktischer Natur (sprich: gibt es hier oder am Zielort eine Fahrradstation, habe ich ein Zweieurostück parat, etc.) sondern vor allem auch emotionaler (sprich: das Rad gehört nicht dir, aber unter unseren strengen Auflagen darfst du es benutzen). (Einstiegs- und Ausstiegspunkte sind übrigens Parameter, die beim Web-Bau eminent wichtig sind, und der Grund, warum Frames, Applets, und Link-in-neuem-Fenster-öffnen absolute no-nos sind. Aber das ist eine andere Geschichte.) Wie also hätte die Stadtrad-Aktion funktionieren können? Indem man den Stadtbewohnern eine Möglichkeit zur Benutzung der Räder gegeben hätte, die den Nutzen der Räder nicht geschmälert hätte. Das bedeutet keine strengen, bis ins Detail gehenden Benutzungsauflagen, die von oben nach unten gereicht werden. Stattdessen hätte man den Menschen die Möglichkeit gegeben, selbst einen Benutzungskodex zu finden oder zu entwickeln. Nichts anderes passiert ja bei der Festlegung der Benutzungskodexes von Gehsteigen, Parkbänken, Friedhöfen, Sonntagszeitungen etc. (Interessanterweise geschieht diese Kodexfindung zu einem grossen Teil über Blicke, aber das ist eine andere Geschichte.) Für die Fahrräder hätte das so ausgeschaut, dass es absolut keinen Pfandmechanismus hätte geben dürfen. Die Fahrradstationen wären normale, wenngleich speziell gekennzeichnete Fahrradständer gewesen. Das alleine ist jedoch nicht ausreichend, weil das Konzept der vereinzelten Stadtradstation dem des Fahrrades als Fortbewegungsmittel grundsätzlich zuwiderläuft. Es muss also die Möglichkeit geschaffen werden, das Stadtrad einfach an Ort und Stelle stehen zu lassen, und dafür muss die Möglichkeit geschaffen werden, den Benutzer kundtun zu lassen, ob er oder sie das Rad noch zu benutzen gedenkt oder ob es für einen neuen Benutzer zur Verfügung steht. Das wäre mit einem am Gepäckträger angebrachten Fähnchen, das man nach Benutzung einfach hochgeklappt wird, einfach zu machen gewesen - eine simple, elegante, potentiell coole und im Gegensatz zum Zweieurostück absolut nicht lästige Geste. Wäre die Stadtradaktion damit erfolgreicher verlaufen? Ich kann es nicht sagen. Auf jeden Fall hätte sie eine faire Chance gehabt.

Während obige Argumentation darauf abzielt, absolute Verhinderer-Bugs aus dem Stadtradsystem zu entfernen, gibt es noch einen anderen Winkel/Grund/Mechanismus, warum das von mir vorgeschlagene System bessere Lebenschancen gehabt hätte: Das Zwei-Euro-Pfandsystem suggerierte gross und laut: Hier gibt es ein Fahrrad für zwei Euro. Das ist natürlich eine deutliche Botschaft für jene, für die das Geld bei einem potentiellen/imaginierten Fahrradkauf eine entscheidende Rolle spielt, also fast alle, vor allem aber Kinder und Jugendliche. Wäre das Aneignungsprinzip ohne die zwei Euro vonstatten gegangen, hätte es diese Botschaft, hätte es die Überlegung "ein Rad für zwei Euro" ganz einfach nicht gegeben. Verrückt, aber das menschliche Gehirn funktioniert tatsächlich nach diesem Schema: Was nichts kostet, das brauch ich auch nicht zu fladern.

Resource Management über Pheromone, Resource Management über Fähnchen. (Nur eine Notiz für mich selbst.)

lnk + 2 cmt (sierra, hns)

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