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Mozilla, baby!

antville.org
 Dienstag, 24. April 2001 

lileks.com, gefunden via RNS, ist eine wahre Fundgrube. Serviervorschlag: The Gallery of Regrettable Food.

Auf der Suche nach einem guten Domainnamen? Ins camp catatonia schauen und einfach eine passende TLD dranhängen. Ich würd mir z.B. sofort Klassemann.at kaufen, wenn ich nicht schon zuviele Domains hätte. Hat da gerade wer gelacht?

Nicht gut: künstlich am Leben gehaltene Begeisterungen. Kommt oft vor, wahrscheinlich weil es leichter ist, als sich eine Enttäuschung einzugestehen.

Jahrelang habe ich die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft gehasst, weil sie mir horrende Beitragsgebühren verrechnet und dann mit Pfändungsdrohungen rausgekitzelt hat. Heute war ich zum ersten mal persönlich dort (Krankenscheine abholen, Adresse ändern) und ich bin ganz hin und weg: lauter nette Menschen, mit denen man gern ein Wochenende auf einer einsamen Hütte verbringen würde! Kein Scherz, ich hab eine halbe Stunde später noch blöd gegrinst.

Ich glaube ich werde das Konzept des Steuermärtyrers, das ich hier nicht weiter erläutern möchte, wieder aufgeben.

Eine relativ vollständig wirkende Liste von Filmklischees, via Hinterding.

lnk + 1 cmt (hannes)
 Montag, 23. April 2001 

The Net does not need to be saved.

Lo-Biz, ein Roman-Manuskript von Angelika Unterholzner "auf der Suche nach einem smarten Verleger, vielen Fans und geilen Groupies".

Es ist ein Fakt: Das Boden-unter-den-Füssen-wegziehen ist nicht mehr populär. Auch die smarten Leute wollen jetzt unterhalten werden. Stellt sich die Frage warum das so ist. Eine mögliche Antwort ist die, dass eben in den Sechzigern und Siebzigern schon zuviel Boden weggezogen wurde. Sozusagen eine kulturelle Gegenbewegung. Eine andere Antwort ist, dass es die Haltegriffe aka Ideologien, an denen man sich damals festhielt, heute nicht mehr gibt. Wir haben nicht die Reserven, uns auf sowas einzulassen. Und schliesslich fällt mir zu Handke ein: Wenn man es schafft, mit einer einzigen einfachen und absolut ununterhaltsamen Idee von einem Tag auf den anderen berühmt zu werden und dabei Literaturgeschichte zu schreiben, dann hat man es leicht, auch weiterhin ununterhaltsam zu sein. Wer im Glashaus sitzt hat leicht stinken, oder so ähnlich.

Bei Chris Langreiter und Tom Fürstner spriessen wundersame Google-Blüten. Wieder müssen Gehirnzellen sterben, und zwar die, die Google mit Search-Engine gleichsetzen. Google ist auch eine Anwendungsplattform. Ist es klug, seine Zukunft auf Google zu setzen? Gibt es ein Developer-Programm? Was plant Googles neuer Capo Eric Schmidt, ein Platform-Manager (Sun/Java, Novell) par excellence?

Praschl kritisiert im Forum das deutsche Neonazi-Aussteigerprogramm, hier ist das österreichische, und hier der Background dazu. Sorry, mir ist schlecht.

Scheiss mich an! (österreichisch für "alle Achtung!")

lnk + 24 cmt (p3k, hns, praschl, chris, katatonik, chronistin, isore, 1/2tot)
 Sonntag, 22. April 2001 

Sean makes me want to reevaluate Duran Duran. One week of dedicated listening against the random pieces and sediments in various parts of my brain. My strongest Duran Duran memory is watching the sickening Wild Boys video clip on italian music tv around 1985, but there's also some faded but great first teenage party memories I associate with "Rio" and "Hungry like the Wolf". And I hear the "Sing Blue Silver" line each time I read it, although I don't recall the rest of the song.

So it's time to fire up Napster again - the first time since it got the copyright filter. The search for Duran Duran/Rio yields exactly nothing. So I just fill in the artist field and leave the title blank and there they are - "Reo", "Hungary like the Wolf" and "The Chauffer" 8-) Creative spelling is subversive!

Unfortunately Makotter borrowed my computer-to-stereo cable for today's EuroBrunch, and my iBook's internal speaker went mute the last time I surfed from the bath tub.

Wortwerkstatt: Der Marktplatz, ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters. Beim Programmieren nennt man sowas wie es die alte Frau macht einen "ugly workaround hack", und das deutet meistens auf Unzulänglichkeiten in der Systemstruktur.

Viele Leute haben auf ihrem Weblog irgendwo seitlich stehen welches Buch sie gerade lesen oder welche Musik sie gerade hören. Aber was gerade bei einem in der Glotze läuft habe ich noch nirgends gesehen. Bei mir zum Beispiel eine Dokumentation über Hyänen auf Vox. Solche Informationsflüsse zu automatisieren wäre ein guter Grund, Haushaltsgeräten einen Netzanschlüssen zu verpassen. Andere potentiell interessante und automatisierbare Informationen: Welche Farbe hat der Himmel draussen? Wann habe ich das letzte mal die Zähne geputzt? (Erfordert elektrische Zahnbürste.)

lnk + 1 cmt (katatonik)
 Samstag, 21. April 2001 

Bei Malorama, auf dem Sofa und in meinem eigenen Freizeitverhalten gibt es weitere Evidenz dafür, dass Weblogs nicht für die Leser sondern für die Schreiber optimiert sind. Being Hannes Wallnöfer mache ich mir natürlich Gedanken über technische Besserstellungen der Leser, etwa Echtzeit-Syndication mehrerer Blogs auf einer Seite. Allerdings wird man den hinterherhechelnden Leser nie ganz loswerden, denn das "my-turf-my-rules"-Prinzip und die daraus folgende Notwendigkeit des Besuchengehens sind irgendwie schon Grundkonditionen des Bloggens.

Gerade bin ich wieder auf Courtney Loves meilensteinerne Rede vom letzten Sommer gestossen. "But don't talk to me about "content." [...] What the hell is content? Nobody buys content. Real people pay money for music because it means something to them. A great song is not just something to take up space on a Web site next to stock market quotes and baseball scores. DEN tried to build a site with artist-free content and I'm not sorry to see it fail. The DEN shows look like art if you're not paying attention, but they forgot to hire anyone to be creative. So they ended up with a lot of content nobody wants to see because they thought they could avoid dealing with defiant and moody personalities. Because they were arrogant. And because they were conformists."

MacOS sieht aus wie Florida.

Drei Worte zur gestrigen Taxi-Orange-Sendung: Um Gottes Willen.

Im Netz ist alles soweit sogut gelaufen. Ein kleiner Bug bei HopMacros, und nach der Sendeng ist JServ mangels zugewiesenem Speicher mehrmals gecrasht und das System hat mit einer average load von 2500% kurzfristig geschluckt, aber keine gröberen Probleme sonst.

Weiters erzählt Grandmaster Grob, dass während der Sendung gestern 34 mbit/s rausgeflossen sind, davon 21 mbit/s vom Streaming Server, die restlichen 13 mbit/s Web (Statische Frontpage, Bilder, Hop). Der Streaming Server muss dann gedrosselt werden, weil sonst das gesamte österreichische Internet baden geht, Telekom und Chello zuerst. Letztes Jahr ist das jedenfalls trotz Drosselung passiert, mittlerweile haben die beiden offensichtlich aufgerüstet. [Update: oder doch nicht - Klaus hat mir gerade erzäht dass sein Chello-Account heute lähmend langsam ist.]

Pageviewmässig macht der TXO-Server heute schätzungsweise das zehnfache von allen Userland-Servern zusammen, zum Glück merkt man's ihm aber nicht so an ;-)

So, grosskotzen tut zwar ab und zu ganz gut, jetzt aber genug davon.

Super: wieder mal keine saubere Wäsche da. ... muss ... lernen ... vorauszuplanen ... muss ... lernen ... vorauszuplanen ... muss ... lernen ... vorauszuplanen ...

lnk + 2 cmt (grob, motz)
 Freitag, 20. April 2001 

Zu Phettbergs Freude geht heute der "Spass" wieder los. Beim ersten Durchgang letzten Herbst ist es heiss hergegangen, hektische Löscharbeiten am schmelzenden Server und dergleichen. Für heute abend ist hingegen Ruhe und Zuversicht angesagt, aber sowas kann bekanntlich schnell kippen. Das Setup ist jedenfalls simpel und bewährt: Ein interner Hop für die Redaktion, eine aufgebohrte Apache-Hop-Kombo für's Publikum und ein Server mit thttpd für die Bilder. Die beiden Hops kommunizieren über XML-RPC anstatt über den neuen Cache-Replication-Mechanismus, der leider etwas zu spät kam.

Gestern hab ich Hop wieder mal für Mac/JDK 1.1 kompiliert (ich stell's heute raus, versprochen). Dabei bin ich auf einen Bug gestossen, der mich in eine dieser "das gehört alles umgebaut"-Sinnkrisen gestürzt hat. Und dann sind plötzlich die Groschen gefallen, einer nach dem anderen: Wie man HopObject-Checkouts implementieren muss, wie Prototype-Vererbung richtig Sinn bekommt und wie man das Name-Caching endlich in den Griff bekommt. Letzteres vielleicht schon heute, vorausgesetzt es gibt keine gröberen gesundheitlichen Einbrüche.

Schon komisch dass ich erst gestern und via Sofa Blogger Arnos Waschsalon genauer inspiziert habe - immerhin kenne ich die Herren und Damen Berufsjugendlichen und Kleinverleger und Kunstwerkbastler doch einigermassen gut. Ich stelle fest: erfrischend unbloggig. Ich glaub auch nicht, dass einer von denen Henso.com liest oder überhaupt kennt. Oder doch? Vielleicht kann ich das ja am Sonntag klären.

Jemand muss in der Kausa Greenspun ja den Teufelsadvokaten spielen. Also, ihr Lakaien Philips, nehmt das und das!

lnk + 5 cmt (chris, hns)
 Donnerstag, 19. April 2001 
OK? Need Help?

Ich hab immer gewusst dass diese ausfahrbaren Leinen nichts taugen.

Diese wunderbare Signature ist gerade in meiner Inbox gelandet:

                 _________________
                |  How are you?  |_____    __
                |  I am Li Bing. |     |__|  |_________
                |________________| OK? |::|  | Need   /
                |                \.____|::|__| Help? <
                |                      \::/  \._______\
   /\**/\       |   ___________________________________
  ( o_o  )_     |__|http://www.public.asu.edu/~libing /
   (u--u   \_)  |  |bing.liXasu.edu, 480-829-8492(H) /
    (||___   )==\  |480-965-9038(L)480-965-1746(O)   \
  ,dP"/b/=( /P"/b\ |__________________________________\
  |8 || 8\=== || 8
  `b,  ,P  `b,  ,P
    """`     """`

The future according to Jim Bowery, via LNGR.

Herr Mkt spuckt grosse Töne.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich Mkt und Chra hier auf die sprichwörtlichen Schlipse getreten fühlen. Wenn das so ist: Don't! Alles was ich getan habe war mich scherzhalber zu fragen, warum ich nie wie P3K zu Gast-DJ-Ehren komme, worauf Katatonik mir mehr oder weniger gute Tips verabreicht hat. Worauf ich wiederum gemeint habe dass es mir ja nicht um die Musik sondern ums Posen geht. Es ging doch nicht um euch! Ich weiss schon dass ihr die fürsorglichsten DJs und Anverstalter in Showbiz seid!

lnk + 2 cmt (mkt, hns)
 Mittwoch, 18. April 2001 

Auf manche Register-Headlines auf salon.at klicke ich einfach, weil sie lustig sind. Zum Beispiel Snowball's chance in ebiz hell. Und so muss ich erfahren, dass es Snowball, der Muttergesellschaft des honorablen ChickClick, nicht besonders gut geht. Aber wie ich sehe ist ChickClick eh nicht mehr der Verbund superber unabhängiger Websites der es mal war, sondern aufs gemeinste portalisiert und homogenisiert. Schade.

Natürlich muss ich da rüberschauen zu girl wonder und, wie könnte es anders sein, vor einer Woche hat Molly, die bei ein paar ChickClick-Sites involviert war, ihren Job bei Scient verloren. Wenigstens genießt sie die neue Freiheit, sagt sie.

Hehe. Ich hasse das Wort "Portal" genauso wie der piefke next door, aber ich neige bei Leuten die's nicht besser wissen halt zur Nachsicht. Im übrigen glaube ich, dass sich von allen Dingen die Einstellung, aus der heraus Weblogs geschrieben werden, am wenigsten ändern wird - oder besser gesagt nur im Reflex auf die Änderung der Bedeutung, in der sie gelesen werden. Auch hier wieder eine Parallele zum "Erwachsenwerden", das ja mehr mit Ernstgenommenwerden zu tun hat als damit wie man sich fühlt (siehe gestrigen Eintrag).

Warum werde ich eigentlich nie als DJ engagiert?

Eine meiner Lieblingsdestinationen in letzter Zeit: isore.de.

lnk + 23 cmt (katatonik, hns, chris, mkt, chra, p3k)

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