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Mozilla, baby!

antville.org
 Friday, 11. May 2001 

Auf Telepolis: Das Internet als globale "Beziehungsmaschine". Unsere emotionalen Bindungen ans Netz und an die darüber uns Verbundenen sind ein interessantes Thema. Wie viele andere hatte ich lange geglaubt, das Netz schon gefressen und verdaut zu haben. Dabei waren das gerade erst ein paar Virtualitätssprengsel. Das rein Virtuelle aber ist immer noch schwer zu ertragen. Zum Beispiel bekomme ich ab und zu dankende und anerkennende Mails von Leuten, die ich nie gesehen habe. Es fällt mir schwer, dabei nicht in ausufernden Stolz (Mail ist von Amazon.com) oder gleichgültiges Achselzucken (Mail ist von Student an Provinz-Universität) zu verfallen. Oder nehmen wir die Inter-Weblog-Crew-Relations: Die meisten Blogger haben Scheu, andere Blogger die sie nie gesehen haben als Freunde zu bezeichnen, auch wenn viele Tatbestände der Freundschaft eigentlich erfüllt sind. Ich glaube, dass die Weblogger-Generation in 10 Jahren damit weniger Probleme haben wird.

Michi Platzer auf knallgrau.at über Spark7. Spark7 ist glaubich der Versuch einer hiesigen Bank, eine Jugend-Community aufzubauen. Genauer möcht ich's gar nicht wissen.

Chris schickt mir einen Pointer zu einer Technologie names XML-by-example[tm] mit der Bemerkung, dass das sehr nach der (bislang nicht verwerteten) Technologie hinter salon.at klingt. "XML-by-example allows a user to define which content to monitor and mine on any web page, and automatically creates extraction code to mine the dynamic content over time. The code is a script that can be run against the future versions of the web site to extract the dynamic content, even if the content is updated and moved. The extraction script when applied against a web page, converts the unstructured HTML, into structured XML." In der Tat funktioniert der Code hinter Salon.at genau nach diesem Schema. Der Benutzer gibt eine URL und zwei Wortproben jener Teile der Seite ein, für die er sich interessiert. Das Script extrapoliert daraus eine Extraktionsregel, die auf zukünftige Versionen der Seite angewandt werden kann. Hier ist beispielsweise ein Screenshot der zeigt, wie eine Regel zur Headline-Extraktion bei Slashdot gewonnen wird. Die Extraktionsregel ist in diesem Fall recht einfach und kann so dargestellt werden:

HTML*1:BODY*1:TABLE*2:TR*1:TD*2:FONT*1:TABLE*X:TR*1:TD*1:FONT*1:B*1:#text*1

d.h. ein Extraktionsscript muss diesen Pfad im DOM von http://slashdot.org/ gehen und dabei über den zweiten Table loopen, um zu allen Headlines zu kommen. Das ganze funktioniert rocksolide selbst bei ungültigem HTML, und nicht nur mit Headlines, sondern mit jedem HTML, das über Templates generiert wird. Die DARPA hätte ihre 8 Mio $ besser in was solides wie z.B. Interkontinentalraketen stecken sollen als in die "World-class experts in data mining, artificial intelligence and mobile computing from Rutgers University". (just kidding ;-)

Gute Geschichte bei Wehrlos über Physik, ein Barometer und ein Hochhaus.

Die private Homepage lebt und es geht ihr gut. Vroni und Claudia.

Tatsächlich sehr nett: Tomte. "never been in a bandwettbewerb", steht da auf tomte-online, und das weckt die Erinnerung an ein ganz dunkles Kapitel in meinem Leben. Ja, ich war in einem Bandwettbewerb. Und nicht nur das, der Wettbewerb hiess auch noch Popodrom, und es war zirka 1992. Kein Wunder, dass ich kurz darauf das Musikgewerbe an den Nagel hängen musste und Programmierer wurde. Die Band hiess übrigens ... ach, lassen wir das besser.

lnk + 5 cmt (katatonik, p3k, hns, chronistin, monerl)
 Thursday, 10. May 2001 

Oh nein! Claudschi findet den neuen henso.com-Schriftzug nicht so gut. Quasi ein Todesurteil.

Gestern 176 Downloads von XML-RPC/Java. Das letzte mal hab ich vor ca. einem Monat nachgeschaut, da waren's so gegen hundert. Wenn PayPal im Sommer endlich Web Accept für international Accounts anbietet kleb ich mir einen grossen DONATE-Button auf die Seite und kauf mir davon so ein Auto. Just kiddin'.

XML-RPC hat in meiner Aufmerksamkeitsökonomie leider nur den Status, den ein neues Heft beim Spiegel-Verlag hat. Dabei läuft es quotenmässig viel besser als der Hop. Noch jedenfalls.

Bush ordnet Behörden in Kalifornien an, Strom zu sparen - indem sie weniger Emails verschicken! *lol*. Bei uns fliegt auch immer die Sicherung, wenn zwei Mails gleichzeitig abgeschickt werden. via JRPK

Vor ein paar Tagen hab ich übrigens nachts in einer Tankstelle unseren Raphael getroffen. Er war gerade aus Kenia zurück, wo er mit der EAV eine Platte nicht aufgenommen hat, weil die Leute zu verstritten oder besoffen waren. Für ihn dürfte die Entscheidung zwischen Programmieren und Tontechnik also wohl gefallen sein. Immerhin hat er noch ein paar Credits im aktuellen Helma-Code, zum Beispiel bei den Servlets.

Heise.de: Microsoft sieht sein Heil in Server-Applikationen. "Der Markt für Server-Software wird in den nächsten fünf Jahren vermutlich das Wachstumspotenzial Nr. 1 haben", sagt Steve Ballmer. Ist ok. Kommt gerade noch rechtzeitig, um die Ankündigung, dass wir in Zukunft auf Hobbygärtner-Portal machen, unauffällig verschwinden zu lassen.

Ich stelle heute einen "teppaten Humor" an mir selber fest.

lnk + 6 cmt (michi, hns, chronistin, claudschi)
 Wednesday, 9. May 2001 

Ich habe die Amica gekauft und ich sage euch: Es ist einfach nicht dasselbe.

unerreicht

Heute hier zum ersten mal von einer deutschen Zeitschrift namens twen gehört, die in den Sechzigern ziemlich tonangebend gewesen sein dürfte. Eher vergeblich nach einem ganzheitlichen Link gesucht, so in der Art "Was war twen". Aber ich hab's glaub ich eh schon begriffen. Mother of german lifestyle mags, offenbar in vieler Hinsicht unerreicht.

Gerade hab ich mir die Probepackung eines Schönheitsproduktes, wie sie Frauenzeitschriften beizuliegen pflegen, ins Gesicht geschmiert. Genauer gesagt handelt es sich um Vichy Fond de Teint Creme Satinée, und das Zeug hat alle Eigenschaften von brauner Ölfarbe. "Die luftdurchlässige Mikro-Struktur verstopft nicht die Poren, lässt die Haut frei atmen und sorgt für gleichmäßigen Teint." Das einzige was davon stimmen kann ist das mit dem gleichmäßigen Teint, denn unter dieser Spachtelmasse verschwinden sogar meine Bartstoppeln und bilden nur mehr eine kräuselige Dünenlandschaft. Arghhhh! Weg du Scheiss!

lnk + 29 cmt (chronistin, hns, praschl, kris, stephan, hannes, earl, ...s...t...e...f...a...n..., chra, der schockwellenreiter, roland, vernaer)
 Tuesday, 8. May 2001 

Am henso.com-Design rumgebastelt, obwohl ich das eigentlich nicht vorhatte. Mal schauen, vielleicht ist morgen alles wieder so wie's gestern war.

Klaus, mir geht's gleich. Care for a beer heute abend? (Hab schon gestern versucht dich zu erreichen, aber dein Handy war ab.) Wenigstens amüsiert sich Christina mit elektronischen Spassettln.

Seans heutiger Eintrag hat mich jetzt aber ordentlich wiederaufgerichtet. Vor allem damit (unbedingt beide Fotos klicken).

Ich hab's vergessen zu erwähnen: High Level Object-Oriented Programming with Array Technology, vor ein paar Tagen bei Chris gelinkt, hat meine Welt gerockt. Wird wahrscheinlich fünf bis zehn Jahre dauern, bis sich das durchsetzt, aber kommen tut's bestimmt.

Heute bin ich endlich wieder halbwegs ausgeschlafen und frisch. Eigentlich könnte ich das ja dazu nützen, wieder mal richtig früh mit dem Arbeiten anzufangen, aber ich habe mir stattdessen vorgenommen, Frühstück zu kaufen (mein Kühlschrank schaut aus wie neu gekauft) und mir dann die Wiederholung von Wilde Kreaturen anzuschauen. Sozusagen als Ersatz für den Sonntag, der keiner war. Danach komme ich genau rechtzeitig zum Mittagessen in die Alpenmilchzentrale.

Übrigens, Alpenmilchzentrale liefert bei Google nur Fragmentarisches. Es wäre an der Zeit, eine holistische Alpenmilch-Site zu bauen! Bis dahin: die Alpenmilchzentrale ist ein grosses Haus, in dem früher mal Milch verarbeitet wurde. Heute ist sie von Werkstätten und Büros besiedelt (unter anderem unserem) und wegen ihrer billigen Mieten und großen Räume geschätzt. Bevor besagte Werkstätten und Büros bis in die letzten Räume vorgedrungen sind wurden diese auch für Ausstellungen benutzt. Und der Chef lebt auf dem Dach, aber keine Angst, er hat darunter noch ein Wohn-, Arbeits- und Esszimmer mit schätzichmal 100 Quadratmetern.

lnk + 9 cmt (p3k, hns, mkt, chronistin, earl, claudschi, katatonik)
 Monday, 7. May 2001 

Gestern vormittag und und heute nacht schon wieder: Grobe Netzwerkprobleme bei Helma. Meine Vermutung ist, dass irgendwas im Routing unserers Providers nicht stimmt. Die Leitung steht, aber irgendwo kurz dahinter verschwindet alles in einem schwarzen Loch. Was mich fertigmacht ist, dass ich mich um alles kümmern muss. Mit einem Anruf war das Problem zu beheben, aber niemand kommt auf die Idee. Alle tun, als wär das nicht so schlimm, dabei ist es eine Katastrophe. Manchmal wünsche ich mich da in die warme Wiege des Angestelltentums.

In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass ich nicht dafür geeignet bin, komplexe Systeme (Betriebssysteme, Netzwerke) zu warten. Ich bin es gewöhnt, mit Systemen zu arbeiten, die kenne und durchschaue. Wenn ich ein technisches Problem zu lösen habe, das ich nicht mal im Ansatz verstehen und lokalisieren kann, werde ich panisch. Ich glaub es ist meine Art und gehört zu meinem Beruf, solche Probleme existenziell ernst zu nehmen (lacht ruhig).

Eigentlich kann ich getrost sagen, dass meine ganze Art überhaupt nur zu einem taugt, nämlich Software schreiben. Philosophie wäre auch noch gegangen. Für alles andere bin ich zu ehrlich, anspruchsvoll, introvertiert, arrogant, perfektionistisch, kompromissunfähig, weiss der Teufel was.

Tobi ist angefressen wegen dem ersten Absatz oben. Ja, ich habe ihn gemeint mit den Nichteingreifern, neben meinem Bruder, der ebenfalls vom Leitungsausfall betroffen war. Jedenfalls gebe ich zu, dass derlei öffentliche Beschwerden/Anschuldigungen unzulässig sind und entschuldige mich hiermit dafür. Ich gebe aber zu bedenken, dass das ganze vor jedwelchem Frühstück und nach einer Nacht auf dem Gästebett stattfand.

Der allseits geliebte Tex Rubinowitz hat auf alles-bonanza.de seit 18.01.2001 876 Forumsbeiträge geschrieben. Alle Achtung. Kann jemand ausrechnen, wieviele das pro Tag sind? Hab schon: großzügig gerechnet 7,963 pro Tag. Da haben wir ihn, den gläsernen Bürger!

Großzügig gerechnet heisst, dass ich als Berechnungsgrundlage 110 Tage hergenommen habe, statt der 109 Tage, 18 Stunden, 44 Minuten die es derzeit maximal sind.

Helma ist für sowas sehr praktisch. Man schreibt:
    var d = new Date (2001, 0, 18);
    res.write (getAge(d));

und bekommt:
    vor 109 Tagen, 18 Stunden, 44 Minuten

Wanna be a Project Manager? Wollen nicht, aber müssen. Sollte ich wohl lesen.

lnk + 6 cmt (sinvlem, chronistin, chris, der schockwellenreiter, hns, p3k)
 Sunday, 6. May 2001 

Serverstress. Warum krieg ich eine emotionale Krise, wenn der Server länger als erwartet für's Betriebssystem-Update braucht?

lnk + 6 cmt (grob, hns, phedaikin)
 Saturday, 5. May 2001 

Nein, Herta, das ist kein australischer Abenteurerhut, sondern ein echter Cowboyhut. Und woher soll ich wissen, was Madonna vor einem halben Jahr getragen hat oder was es bei h&m im Ausverkauf gibt?

Kann sein, dass ich mit dieser Meinung einsam sein werde, aber das neue Fatboy Slim-Video geht mir auf die Nerven. Fällt in die Kategorie Konzept-Kacke, was zählt's ob der Schauspieler "gut" ist.

Aber ich mag ja auch Mel C, und neuerdings finde ich sogar Destiny's Child ganz gut.

(Obwohl der Lara-Croft-mässige-Auftritt bei Destiny's Child sehr nervt. Hätten sie nicht nötig, die Musik ist gut, wenn auch Plattenfirmen-compromised. Aber das sind Kids aus schwarzen texanischen Aufsteigerfamilien, den Ergeiz von den Eltern eingeimpft haben sie jahrelang verbissen ihre Tanzschritte geprobt, bis sie ihren ersten Plattenvertrag gekriegt haben. Erst beim zweiten hat's dann geklappt. Norman Cook hingegen war schon der beliebte Housemartins-Bassist, als er sich zufällig mal im Trainingsanzug hinter Plattentellern fotografieren lassen hat und, nachdem das gut ankam, ins Dancefloor-Fach gewechselt ist. Fatboy Slim hatte das Privileg, sich sein eigenes White-B-Boy-Genre erschaffen zu können. Als schwarze Soulsängerin hast du das nicht, da hängst du an irgendwelchen Konjunkturwellen, die du nicht kontrollieren kannst.)

PS: Ich liebe und verehre Norman Cook/Fatboy Slim, und neue Genres aufbauen macht sowieso mehr Spass als alles andere.

Andrew Leonard auf Salon.com: Microsoft: Free-software licenses are the devil's work!

Bastian Rietdorf hat ein Foto von der Compaq-Tastatur, von der hier kürzlich die Rede war.

Halbschlafgekritzel: "... nor is anybody pissed at you", sagte der eine Vogel zum anderen. Don't ask!

lnk + 4 cmt (kris, hns, barbabo)

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