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antville.org
 Saturday, 26. May 2001 

Bin eh noch da. Der Flug geht morgen mittag.

Immer wenn ich fliege (selten), gehe ich davon aus, dass das Flugzeug abstürzt. Deshalb hier eine potentielle Abschiedsrede:

Schade, gerade jetzt, es war sehr schön. Ihr werdet es schon schaffen.

lnk + 8 cmt (frenzi, grob, chra, mkt, holger, cabdelh, p3k, sinvlem)
 Friday, 25. May 2001 

Gestern hab ich zum ersten mal wen das Wort Mofette benutzen hören, die nicht wusste, dass das von mir ist. Obwohl, es ist eigentlich gar nicht von mir. (Für die Uneingeweihten: das ist eine Mofette.)

Heute spielt Philip Quehenberger im Rhiz. Ich weiss nicht, ob man das auf den Streams hören kann, aber Quehenberger ist ein Genie. Update: Man hört es nicht, aber jeder, der ihn schon mal live gesehen hat, wird es mir bestätigen.

Ich fühle mich heute so richtig scheisse. Jetzt nachdem ich das gesagt habe ist es etwas besser. Trotzdem, ich geh jetzt heim und leg mich hin.

"Und das kannst du dir leisten?" Nein kann ich nicht, lasst mich doch endlich in Ruhe damit.

Für die, die sich einen Laptop zulegen wollen: Sony baut extrem scheissige Kopfhörerverstärker in seine Computer ein. Das reicht vielleicht für die Windows-Startmelodie, zum Musikhören sind die nicht geeignet. Jeder Radiowecker hat einen volleren Klang. Schockierend, wahrscheinlich ein Opfer der Miniaturisierung. Die Line/Kopfhörerausgänge bei Apples iBooks sind hingegen erstklassig.

Wie sich das am letzten Tag vor einer Abreise gehört wollen alle noch schnell etwas ganz wichtiges von mir, und da fällt mir erstmals auf, dass der Spruch "nicht in diesem Leben" auch etwas sehr positives hat. Alles Gute übrigens.

lnk + 9 cmt (goldchen, mkt, hns, hr, grob, kris, brrr)
 Thursday, 24. May 2001 

Fabrizio de André: Rimini. Hier meine Übersetzung des Textes, und zwei MP3s: Studioversion (3,7 MB) und live (4,7 MB, samt "Vitellini"). Oder - courtesy of h_h - jetzt auch als gestreamtes MP3, das garantiert keine Flecken auf der Platte hinterlässt.

RIMINI

Teresa hat trockene Augen
sie schaut hinaus aufs Meer
für sie als Tochter von Piraten
ist das glaub ich normal
Teresa redet wenig
sie hat rissige Lippen
deutet auf eine verlorene Liebe
in Rimini im Sommer
sie sagt verbrannt auf dem Platz
von der heiligen Inquisition
vielleicht verloren in Kuba
in der Revolution
oder im Hafen von New York
in der Hexenjagd
oder an keinem Ort
aber niemand glaubt ihr

Chor: Rimini, Rimini

Und Kolumbus ruft sie
von seiner Bahre
sie nimmt ihm die Handschellen von den Gelenken
und schlägt ihm das Leintuch zurück
"für einen traurigen katholischen König", sagt er ihr
"hab ich ein Reich erfunden
und er hat es abgeschlachtet
auf einem Kreuz aus Holz
Und zwei Fehler hab ich begangen
zwei Fehler der Weisheit
Amerika abzutreiben
und es dann voll Liebe anzuschauen
aber ihr die ihr Männer seid
unter dem Wind und den Segeln
schenkt keine versprochenen Länder
denen, die sie nicht halten".

Chor: Rimini, Rimini

Jetzt ist Teresa in Harry's Bar
sie schaut hinaus aufs Meer
für sie als Tochter von Gemischtwarenhändlern
ist das glaub ich normal
sie trägt eine Klinge am Hals
sie ist hundert Jahre alt
ich hab wenig über sie erfahren
aber es scheint als würde sie nicht betrügen
"Und einen Fehler hab ich begangen", sagt sie,
"einen Fehler der Weisheit
den Sohn des Bademeisters abzutreiben
und ihn dann voll Liebe anzuschauen
aber ihr die ihr in Rimini seid
zwischen dem Eis und den Fahnen
schliesst keine Wetten mehr
auf die Tochter des Gemischtwarenhändlers".

Chor: Rimini, Rimini

Und das alles nur wegen dem Amlagam-Versprecher.

Die Musik für einen luschen auf der Couch liegenden Nachmittag: indiepopradio.com. Klingt auch mit 24 kbps noch sehr nett.

lnk + 7 cmt (h_h, hns)
 Wednesday, 23. May 2001 

Von meiner Seite ist alles klar was XML-RPC angeht, jetzt warte ich auf Antwort von Jason.

Sam Ruby, den ich von der SOAP-Liste kenne, ist Mitglied des Jakarta Project Management Committees und Owner des Bean Scripting Frameworks.

Mi innamoravo di tutto (ich verliebte mich in alles) ist der schöne Titel einer CD, die ich heute gekauft habe. Immer wenn ich zur Zahnärztin gehe, kaufe ich CDs, weil sie genau neben dem Virgin liegt. Rechts oben neue Füllung, Kunststoff statt Amlagam. Nächste Termine am 8. und 11. Juni.

Genau: Amlagam. I vitellini di Felloni, sì, appunto. (Ein Versprecher auf einer Live-Platte von Fabrizio De André)

Brent Simmons: What punk rock and the two-way-web have in common.

"Der Computer peinigt mich mit seiner übermächtigen Bannkraft - in meinem Fall: dem Versprechen, wenn ich es richtig mache, wird auch er es richtig machen, und zwar sofort." Sherry Turkle

lnk ~ cmt
 Tuesday, 22. May 2001 

Es gibt quasi ein inoffizielles Angebot der Apache Foundation, Helma XML-RPC/Java zu übernehmen. Für mich eine sehr schwierige Entscheidung, aber natürlich auch eine Ehre. Das wäre übrigens auch eine höchst interessante Option für den Hop, die mir schon ab und zu durch den Hinterkopf gefleucht ist.

Project Guidelines for the Apache Jakarta Project.

Radio im Netz, ein interessantes themenspezifisches Blog aus der Fachhochschule Vorarlberg.

Durch zufälliges Rumklicksen komme ich drauf, dass Sonja E. zusammen mit Ute H. eine Sendung auf Radio Orange macht. Interessant deshalb, weil Sonja mir dieser Tage grad damit in den Ohren liegt, ich möge doch Domain und Webspace für ihre neue Frauenthemen-Zeitschrift names Nylon sponsern, und ob ich jetzt beim Murmel-Film mitspiele, und ob sie in der Alpenmilchzentrale drehen können und und und... Sonja, gibt's eigentlich was was du nicht machst?

Überraschung: Bei Taxi Orange schaut es backstagens aus wie bei einem Fahrradkurier. Nur improvisierter und mit einem Türsteher, bei dem man ein non-disclosure-agreement unterschreiben muss. (Hab's nicht durchgelesen, ich hoffe ich krieg jetzt keine Probleme hier.) Wir gehen durch den Hof, in dem man leise sein muss, weil sich die Kandidaten hier aufhalten könnten, wobei sie gefilmt werden müssten. Tun sie aber eh nicht, kein Problem also. Das ist wie bei seltenen Vögeln, wenn sie auftauchen geht man in Deckung und verhält sich leise, ansonsten kann man das ruhige Platzerl für ein Telefonat mit seiner Freundin benutzen. Nächste Überraschung: die Leute hier sind sehr freundlich, obwohl sie vom Fernsehen sind. Auch als Produktionsfremder wird man von allen bis auf ein paar Sendungsverantwortliche dezent bis sogar sehr nett begrüsst.

Der ORF hat rund um den Kutscherhof lange Gänge mit zig Zimmern angemietet. Eines davon ist das Archiv, hunderte Videokasetten einheitlich beschriftet und millimetergenau ausgerichtet auf Regalen. Die Tür steht offen, wir können einfach reinspazieren. Der, der das verwaltet sitzt im Vorzimmer vor einem Computer und findet angeblich jede Szene im Handumdrehen. Am Ende des längsten Gangs liegt das Zentrum der Langeweile: der Regieraum. Zum Zuschauen verdammt schalten Nachwuchsregisseusen ab und zu von Kamera 16 zu Kamera 31 und zurück. Ansonsten vertreibt man sich die Zeit mit Gesprächen. Irgendjemand tippt im Halbdunkel "Storylines" in einen Computer ein. Den tatsächlichen Scheissjob haben aber die Tontechniker, die müssen in einem engen schwarzen Kasten sitzen.

Im Orf-On-Raum sitzen drei Frauen, die ich aus dem Fernsehen oder aus dem Netz kenne: Sandra, die letzte Woche rausgeflogen ist und jetzt im Forum Fragen beantwortet, Marion aus TXO1, die gerade hier arbeitet. Und schliesslich 0815tussi, genannt einfach nur Tussi. Sie ist der wahrscheinlich obsessivste TXO-Fan - so obsessiv, dass sie jetzt eben auch hier arbeitet, obwohl sie eigentlich in Innsbruck lebt und trotz der (wie ich höre) nicht berauschenden Bezahlung. Es ist sehr seltsam, wenn einem wer vorgestellt wird, der doch zumindest Halbpromi-Status besitzt oder besass. "Das ist Sandra, die ist am Freitag rausgeflogen," Sandra dreht sich um und nickt mir zu, "und das ist Marion, die war bei der ersten Staffel dabei." Man ist dann versucht, irgendwas zu tun um zu zeigen, dass man die Person natürlich eh kennt. Bis auf ein "ah ja, hallo" oder ein "ja eh" mit Zunicken kann ich mir das glücklicherweise verkneifen. Im Fall von Marion hätte ich mich sogar ohne zu lügen als Fan outen können (Marion ist cool!), aber ich erspare uns derlei Peinlichkeiten. Schliesslich ist man zum Arbeiten hier, und überhaupt, irgendwann muss auch mal Schluss sein damit.

Sandra muss noch den Empfang des Laptops bestätigen, mit dem zu bloggen sie fortan vertraglich verpflichtet ist. (Connie zeigt mir ein Mail eines Sendungsverantwortlichen, in dem er sich darüber aufregt, dass die bisher ausgeschiedenen Kandidaten dieser Aufgabe nicht nachkommen, samt genauer Auflistung ihrer Postings.) Dann können wir gehen.

Die Guten: Was willst du sagen, du grosser Entdecker? Hast du wieder was ans Licht gezerrt das vor uns versteckt war? Hast du den Willen zum Wissen gefühlt und im Blumenbeet der liebevoll gepflegten Obsessionen gewühlt? Wenn es so einfach wär wär es schwer! Wenn es so einfach wär wär es schwer! Denn es ist nichts nichts nichts nichts nichts nichts nichts dahinter. Es ist nämlich nichts nichts nichts nichts nichts nichts nichts dahinter. 128 kbps stereo oder 32 kbps mono.

lnk + 19 cmt (tf, olex, hns, grob, goldchen, earl, chris, brrr, hannes)
 Monday, 21. May 2001 

Am Sonntag stand plötzlich ein Koffer im Büro. Ich glaube es handelt sich um einen Beziehungsauflösungskoffer. Sein Zeug, sie bringt es, er holt es ab, der direkte Kontakt ist vermieden. Keine Ursache.

Heute abend werde ich mich auf Einladung von Goldchen erstmals backstagemässig im Kutscherhof rumtreiben.

Ways to stop skating, including some very obscure ASCII art.

Die Daumen sind da, und sie sind oben.

Eh klar. Weil alle anderen Hentai dazu sagen ;-)

lnk + 1 cmt (p3k)
 Sunday, 20. May 2001 

Uff. Endlich.

Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten ist von Aufbau und Plot her ein Vorgänger der heutigen Reality-Formate.

Heute sitzen die Männer vor ihren Kisten. "Die tollkühnen Männer vor ihren fliegenden Kisten", eine schöne und vielschichtige Umschreibung für das Internet.

Das Internet hat uns auf das "always on" der Reality-Formate gebracht. Ein anderer Ausdruck desselben Konzeptes sind über mehrere Tage gehende private Feste. Derzeit sind mehrtägige Feste eher eine Domäne der Jugend - Schulausflüge und dergleichen. Ich schätze für ältere Menschen wird das sozial aufwachen, sozial den Tag verbringen, sozial schlafengehen irgendwann zu anstrengend. Vielleicht ist da ja was in Bewegung, ich wäre unendlich dankbar für empirische Daten. Sehr interessantes Thema, das Zusammenspiel von realer und virtueller Welt.

Nochwas: Mich würde eine Diskussion von Reality-TV interessieren, die keine Fernseh-Kritik ist, sozusagen vom Fernsehen abstrahiert. Das wäre eine Diskussion, in der es nicht um Zuseher geht, sondern um die Spielenden, aber auch bei denen nicht darum, was ihnen das Fernsehen und was damit einhergeht bedeuten. Eine Kritik, die nicht darauf beruht, dass soundso viele Millionen zuschauen, sondern nur darauf, dass zuschauen kann wer will.

Ich mach mir Gedanken wegen der Frau im Stiegenhaus gestern. In der äusseren Mariahilfer Strasse wo ich wohne gibt es einen gutgehenden Strassenstrich, das meinte ich mit "trotz allem eher ungewöhnlich". Ist auch schon passiert, dass ich ein "Pärchen" im Stiegenhaus überrascht habe. Ich mach mir aber Vorwürfe, weil ich nicht gefragt hab, was los ist. Ich glaube, ich war in meinem betrunken Zustand überfordert von der Situation. Zum Bloggen hat's offensichtlich noch gereicht.

lnk + 6 cmt (earl, hns, goldchen, katatonik, p3k)

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