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 Tuesday, 5. June 2001 

Ya! Mushi Mushi! (japanisch für "Hallo", das sagt man wenn man das Handy abhebt, kein Schmäh!) ich bin wieder hier.

Waren die Strassen in Wien immer schon so ausgestorben oder kommt mir das nur jetzt so vor? Und woher kommt der Impuls, auf der Ringstrasse Fotos zu machen?°=?!°?

Allerliebste Grüsse zurück nach Japan zu Raphael und Nobu und vielen Dank for showing us around! (Ohne euch wären wir verhungert bzw. nicht über Fliessbandsushi hinausgekommen.)

Und Evelyn und Karin fürs Abholen vom Frughafen!

Tjo ich bin voll aufgeladen (hey ich war eine Woche mit meinem Bruder in einem Zimmer!) und deshalb MP3isiere ich jetzt ein paar fetzige japanische Punkrock-Reisser! Dabei sehr beatlesque! Strawberry heisst die Bande, Spaceship of 13. Flipper die CD, die Files sind trotz 128 kbps alle unter 2 MB klein (das war ja auch die Idee bei der Punk-Sache). Sunday Morning, Newspaper Taxis, Radio.

Es gab leichte Connectivity-Probleme bei Helma, beide Nameserver haben sich aufgehängt. Fuck the Heaven!

Auf meiner inneren Uhr ist es jetzt fast zwei Uhr morgens, deshalb rechne ich damit, bald niederzubrechen.

PS: Neue Fotos kommen morgen.

lnk + 7 cmt (mbruntha, chronistin, grob, katatonik, mkt, hns, goldchen)
 Monday, 4. June 2001 

Wow! Feiner Tag in Yokohama an der Kanagawa University. Vollkommen geschlaucht, morgen müssen wir um 6:00 aufstehen. Wenn alles gut geht melde ich mich morgen nachmittag aus Wien.

lnk + 2 cmt (matthias, hns)
 Sunday, 3. June 2001 

Hier bin ich in Tokyo und alles was ich tun will ist im Park sitzen und lesen. Und ab und zu ein T-Shirt kaufen gehen, zwischendurch.

Gestern vormittag hab ich mich mit der U-Bahn verfahren. In den Expresszug eingestiegen, der nicht in Daikanyama hält, wo das Symposium stattfand. Dann in die Gegenrichtung nochmal den Expresszug erwischt. Schliesslich war ich dann aber noch rechtzeitg in Daikanyama, um für meinen Bruder die Slides zu switchen.

Am abend dann zum ersten mal einen Sitzplatz in der U-Bahn ergattert, wobei ich ein leises Zugehörigkeitsgefühl spürte. Obwohl auf dem Platz, den ich beanspruchte, mindestens zwei Japaner hätten sitzen können. Japaner sitzen in der U-Bahn auf Körperkontakt, es ist auch nichts dabei, sich in eine 15 Zentimeter breite Sitzlücke zu pferchen. Ich hatte dauernd Angst, dass sich noch jemand links oder rechts neben mich reinklemmen würde. Wahrscheinlich weil ich Europäer bin blieb es aber bei den leicht vorwurfsvollen Blicken.

Das U-Bahn-Ticketsystem ist sehr ok hier. Es gibt grosse Tables, auf denen die Fahrpreise vom aktuellen Standort zu den einzelnen Destinations angezeigt werden - meistens zwischen 110 und 190 Yen, also so um die 20 Schilling oder darunter. Man kauft dann am Automaten eine Karte, die man am Eingang in eine Schrankenmaschine steckt. Die Maschine spuckt die Karte wieder aus und lässt einen passieren. Am Zielort steckt man die Karte dann in eine ebensolche Schleuse, diesmal wird die Karte geschluckt und man selbst in die Freiheit entlassen. Es sei denn man hat zuwenig gezahlt: in diesem Fall ist ein "Fare Adjustment" von Nöten. Neben dem richtigen Preis muss man auch darauf achten, das Ticket bei einem Automaten des U-Bahn-Betreibers zu lösen, dessen Dienste man in Anspruch zu nehmen gedenkt.

Angeblich gibt es die (ohnehin spärliche) Beschriftung der U-Bahn-Stationen in lateinischen Zeichen erst seit zwei Jahren.

Seit gestern geht mir die Möglichkeit durch den Kopf, längere Zeit hier zu verbringen. Das schöne an meiner Arbeit ist ja, dass man sie von überall aus machen kann.

Wenn japanisch nur nicht so schwierig wäre! Raphael meint, man hat am Anfang ziemlich schnell Erfolgserlebnisse, wenn man die ersten Wörter versteht und die Silbenschriften Hiragana und Katakana lesen lernt. Dann wird es aber wird es sehr sehr zäh mit all den Kanji-Zeichen und der komplexen Syntax. Ich kenne derzeit nur das Zeichen für Tee: ein Dach, darunter ein Kreuz mit zwei Tränen, darüber ein Doppelkreuz (oder, je nach Schreibstil, zwei getrennte kleine Kreuze). Für diejenigen mit Kanji-Support ist es Unicode-Zeichen Nr. 33590: . Aussprechen tut man es "cha", aber das Wort kommt nie alleine vor, sondern immer mit einem Tee-Qualifier, z.B. ryoku cha, 緑茶, grüner Tee. Allerdings ist das alles gar nicht wichtig, wenn man den Tee so wie ich nur aus Dosen trinkt, die man von den allgegenwärtigen Automaten bezieht. Ich kenne das Zeichen eigentlich nur, um den Tee von den anderen teilweise recht absurden Getränken unterscheiden zu können.

Mehr zum Thema Tee vom eher traditionalistischen Standpunkt.

Der grüne Tee schmeckt hier übrigens viel intensiver als alles, was man bei uns so kriegt. Man braucht ein paar Dosen, um sich daran zu gewöhnen.

Bilder: Welcome to Japan, street crossing in front of Shibuya station, waiting in line for train, inside subway train, youth hair style, Yoyogi reading station, elder man, shouting potato, one-eyed i-mode girl, bikeschool dwellers, bikeschool families, bikeschool kid, jogging man, dancing not allowed for dogs and cats, Bart laughing at Yoko Ono, Akihabara Electric Town, backstreet scene, nice balcony, backstreet cables, system overload, delivery service car, ballet school 17 floors below us, pool exhibition zone at Hillside Gallery.

lnk + 6 cmt (tf, katatonik, hns, pimi, earl)
 Saturday, 2. June 2001 

Bemerkenswert ist der Gebrauch der englischen Sprache hier in Japan. Ich hab es schon bei den T-Shirts festgestellt, ähnliches spielt sich aber auch bei Werbung und Firmenslogans ab.

Ich erinnere mich verschwommen, dass englische Floskeln bei uns in northern Italy eine ähnlich magische Wirkung hatten, bevor sich Englisch in den Achzigern als Fremdsprache in den Schulen etablierte. Hier in Japan, wo praktisch keiner auch nur ein Wort Englisch kann, ist diese Kraft ungebrochen. Ausserdem stellt es aus diesem Grund überhaupt kein Problem dar, syntaktisch oder semantisch fragwürdige Slogans zu verwenden. Link your Style! Speed to the next! Produce your imagination! Friendry Service! Heute in der U-Bahn habe ich meinen vorläufigen Favoriten entdeckt: NewSize NewStyle NewBe!

Adidas wirbt mit dem Slogan "We are Japanese".

Wobei mir einfällt, dass Goldchen das schon vor ein paar Wochen hatte: Engrish. Aus irgendeinem Grund finde ich das jetzt um Klassen witziger als damals.

Nicht Englisch-related: Gestern ist mir ein japanisches T-Shirt untergekommen, auf dem ganz gross "VÖLG" draufstand. Für mich stand natürlich sofort fest, dass es sich um eine Abkürzung für "Völlegefühl" handeln musste, was allerdings aufgrund des Trägers unwahrscheinlich schien. Ich schätze das "Ö" gilt als cooler Buchstabe.

Fast wie um Katatoniks Ohrenthese am Boden zu zerschmettern: Die Asahi Beer-Girls zeigen fast alle sehr viel Ohr. Und irgendwie kommen mir diese Ohren auch ganz schön gross vor. Möglicherweise - und das würde Katatoniks These wieder unterstützen - finden viele Japanerinnen ihre Ohren zu gross und halten sie deshalb bedeckt. Die Nasen sind ja eher klein, da fallen die Ohren schnell mal aus dem Rahmen. Übrigens: Asahi Bier ist das beste!

Heute abend mach ich aber auf Wellness, nur grünen Tee trinken, lesen, und Turnübungen im Hotelzimmer. Ich hab zwei neue Murakamis. Der Grüne Tee schmeckt sauintensiv, aber nach dem vierten oder so gewöhnt man sich dran.

Gleich ist mein Akku aus. Flören ist mit der Architektenmeute unterwegs und hat den Akkuauflader.

Ich habe heute fünf Handy-Attrappen gekauft, das war schon etwas peinlich. Neue Wünsche können leider nicht mehr berücksichtigt werden.

lnk + 6 cmt (p3k, katatonik, hns, goldchen)
 Friday, 1. June 2001 

Ein paar Stunden im Yoyogi-Park verbracht, ein Buch von Haruki Murakami lesend. "South of the border, west of the sun" heisst es.

lnk + 6 cmt (lollo, katatonik, claudschi, hns)
 Thursday, 31. May 2001 

So langsam begreife ich wie das alles funktioniert hier: die Schrift, die Zeichnungen, die Menschenmassen, die Sprache und so weiter. Wow.

Wenn in Shibuya die Fussgängerampeln auf grün schalten, füllen innerhalb von Sekunden tausende Leute die Strasse. Ich habe heute 4 Fernsehteams auf 50 Metern gezählt. Am Anfang haben mich die Massen fertiggemacht und ausgezehrt. Mittlerweile habe ich gelernt, darin zu schwimmen, ohne die einzelnen Menschen zu bemerken.

P3K erinnert mich mit diesem Posting daran, dass die Entstehung des Hop mit einer Reise nach Japan zusammenhängt. Im Frühling '98 besuchten Barbara Denk und Karin Holzfeind Tobi im frisch bezogenen ersten Helma-Büro, weil sie nach einer Möglichkeit suchten, ihren Japan-Aufenthalt über ein Web-Tagebuch zu dokumentieren. Ich hab vom Nebentisch mitgelauscht und gleich darauf angefangen, an einer Objektdatenbank mit Web-Interface zu basteln. Das kam zwar für das Babsi&Karins Japan-Reisetagebuch zu spät, ein paar Monate später ging damit aber die klassische Hema-Site online.

Ich hab ein paar DoCoMo Handies gekauft. Haben alle schon riesige Farbdisplays. Wenn wer eins will bitte Wunsch hier deponieren.

Selektierte i-mode-Sites mit lustigen Grafiken (Encoding auf Japanese stellen und japanische Fonts installiert haben! Tip: an den URLs erkennt man manchmal, worum's geht!): sagaso.com, gingin, avan.co.jp, Police of Hokkaido, i-weather (Wochenprognosen), CNet of Japan, gyu, safari, MacBoy, businavi, english lesson.

Für Tobi: Powerbook iNews - alles über das neue iBook.

Tokyo Maps finde ich besonders cool! Kleine Pläne von Tokyos hot districts in denen die main attractions eingezeichnet sind - hier z.B. ist Shibuya, Attraktion Nr. 5 ist Tower Records (Tower in Katakana). Wir wohnen unter dem 1er, gegenüber von Q-Front. (Encoding auf Japanese stellen und japanische Fonts installiert haben!)

Die Handies spielen eine riesige Rolle hier. Während die Leute auf der Strasse hauptsächlich damit telefonieren, wird in der U-Bahn ausschliesslich genetzt. Nach meinen Beobachtungen tun dies übrigens Frauen mehr als Männer, es kann aber auch sein, dass das nur mit dem Alter zusammenhängt. Die Leute scheinen kein Problem damit zu haben, dass ihnen jemand beim Surfen oder Email-Lesen (oft mitgrinsend) über die Schulter schaut.

Hey, war das nicht der eine von der Aum-Sekte? Schnell im i-mode-Handy nachschauen! Praktisch - der tel:110 Notruf-Link ist gleich dabei.

lnk + 7 cmt (p3k, hns, chris, katatonik, anoon)
 Wednesday, 30. May 2001 

Sehr feiner Abend gestern mit Nobu und Raphael (nicht der Helma-Raphael übrigens, sondern Raphael Moser) in Shinjuku, quasi dem Zentrum von Tokyo, wo die beiden auch wohnen. Wir waren zuerst schmacko Tempura essen und sind dann in der Peak Lounge des Park Hyatt rumgehangen. Die Atmosphäre dort ist genial - eine riesige schummrige Glashalle im 41. Stock, nach drei Seiten offen zum Lichtermeer von Tokyo. Nobu kommt öfter hierher, es ist ein angenehmer Gegensatz zur Hektik auf den Strassen.

Es ist fein, mit Japanern unterwegs zu sein. Vielleicht sollte ich doch noch Kontakt zu Takashiro oder Takemura aufnehmen. Aber oje, ich habe keine Geschenke mit!

Heute werde ich ein paar (von Shibuya aus gesehen) nordöstliche Bezirke erforschen: Tokyo Station, Akihabara, Ueno.

T-Shirts: eins, zwei.

Hirata is a tall person. Tokyo Police's most wanted Aum fugitives.

lnk + 6 cmt (praschl, isore, hns, holger, katatonik)

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