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antville.org
 Friday, 8. June 2001 

In dieses Bild haben sich zwei Fehler eingeschlichen. Wer findet sie?

Jetzt mal im Ernst: wie soll ich eigentlich all die Geschenke und Mitbringsel verteilen? Soll ich mit einem grossen Sack rumrennen wie der Weihnachtsmann? Wahrscheinlich wäre es besser, ein paar Abendessen bei mir zu veranstalten.

Flören hält einen Vortrag an der Kanagawa University, beantwortet Fragen formell und informell und lächelt zufrieden vom Plakat. Leider ist der Kamera beim wirklich informellen Teil die Batterie ausgegangen, daher keine Bilder von Camembert-Crackern und Wein, den chaotischen Institutsräumen und dem sehr angenehmen Campus.

Diese Frau wartet auf Kunden in einem kleinen Geschäft in dieser Gasse in Yokohama.

Handygeschichten, die der Henso schrieb:
  "I love you . . . not."
  "That's alright. What's for dinner, honey?"

Das Lied zum Tag: Fabrizio de André: Se ti tagliassero a pezzetti (so um die 4 MB).

lnk + 6 cmt (sinvlem, katatonik, mkt, hns)
 Thursday, 7. June 2001 

"Wenn du leben willst, komm mit mir, aber eigentlich nur zu dir", eine von Tomsels Lieblings-Lied-Stellen (hier der Rest davon).

Jetzt bin ich wirklich wieder zurück, ich habe sozusagen den Moment des Ankommens über einen Tag ausgedehnt, um ein paar Sachen zu überlegen, zum Beispiel meine Email-Adresse.

Sehr feine Sache, die sich gerade bei mir im CD-Player dreht: Awsome - a compilation of american bands on a dutch label named after a german town. Bought in Japan, kann ich da noch hinzufügen, als Mitbringsel für den 'kotter. Das Label und die deutsche Stadt heissen übrigens Munich.

In letzter Zeit werde ich öfters daran erinnert, dass ich nur sehr wenig über Physik weiss. Zum Beispiel finde ich mich nur sehr langsam mit der Tatsache zurecht, dass Luft für ein fliegendes Flugzeug quasi ein fester Stoff ist. Und jetzt gerade frage ich mich, wie Haare (wahrscheinlich meine) unter die Tastatur des Laptops kommen.

Mein (anderer) Bruder ist übrigens Physiker.

Es gibt im Deutschen kein Wort dafür (get lost with "Gewissenskampf"!), aber ich mache es offensichtlich jedesmal durch, wenn ich von einer Reise zurückkomme. Nicht angenehm, aber im nachhinein ganz nützlich. Ich glaube übrigens, es kommen doch keine Bilder mehr aus Japan, jedenfalls heute nicht mehr, geht sich logistisch nicht aus.

Zum Themenkomplex Storytelling/Understanding/Weblogs (den Begriff "Knowledge Management" mag ich nicht besonders): Jon Udell, Doc Searls, und der elearningpost-Artikel "Grassroots KM through blogging".

lnk ~ cmt
 Wednesday, 6. June 2001 

Heute um 4:00 aufgewacht und aufgestanden.

Weil hier jetzt Schluss ist mit Japan möchte ich osakagurl.diaryland.com empfehlen, das Tagebuch einer Amerikanerin, die an einer japanischen Schule Englisch unterrichtet. Die ganze kulturelle Tiefe, die es hier in 100 Jahren nicht gegeben hätte!

Learn from the real pros -- fuck "professionalism" -- get personal.

lnk + 2 cmt (chris, katatonik)
 Tuesday, 5. June 2001 

Ya! Mushi Mushi! (japanisch für "Hallo", das sagt man wenn man das Handy abhebt, kein Schmäh!) ich bin wieder hier.

Waren die Strassen in Wien immer schon so ausgestorben oder kommt mir das nur jetzt so vor? Und woher kommt der Impuls, auf der Ringstrasse Fotos zu machen?°=?!°?

Allerliebste Grüsse zurück nach Japan zu Raphael und Nobu und vielen Dank for showing us around! (Ohne euch wären wir verhungert bzw. nicht über Fliessbandsushi hinausgekommen.)

Und Evelyn und Karin fürs Abholen vom Frughafen!

Tjo ich bin voll aufgeladen (hey ich war eine Woche mit meinem Bruder in einem Zimmer!) und deshalb MP3isiere ich jetzt ein paar fetzige japanische Punkrock-Reisser! Dabei sehr beatlesque! Strawberry heisst die Bande, Spaceship of 13. Flipper die CD, die Files sind trotz 128 kbps alle unter 2 MB klein (das war ja auch die Idee bei der Punk-Sache). Sunday Morning, Newspaper Taxis, Radio.

Es gab leichte Connectivity-Probleme bei Helma, beide Nameserver haben sich aufgehängt. Fuck the Heaven!

Auf meiner inneren Uhr ist es jetzt fast zwei Uhr morgens, deshalb rechne ich damit, bald niederzubrechen.

PS: Neue Fotos kommen morgen.

lnk + 7 cmt (mbruntha, chronistin, grob, katatonik, mkt, hns, goldchen)
 Monday, 4. June 2001 

Wow! Feiner Tag in Yokohama an der Kanagawa University. Vollkommen geschlaucht, morgen müssen wir um 6:00 aufstehen. Wenn alles gut geht melde ich mich morgen nachmittag aus Wien.

lnk + 2 cmt (matthias, hns)
 Sunday, 3. June 2001 

Hier bin ich in Tokyo und alles was ich tun will ist im Park sitzen und lesen. Und ab und zu ein T-Shirt kaufen gehen, zwischendurch.

Gestern vormittag hab ich mich mit der U-Bahn verfahren. In den Expresszug eingestiegen, der nicht in Daikanyama hält, wo das Symposium stattfand. Dann in die Gegenrichtung nochmal den Expresszug erwischt. Schliesslich war ich dann aber noch rechtzeitg in Daikanyama, um für meinen Bruder die Slides zu switchen.

Am abend dann zum ersten mal einen Sitzplatz in der U-Bahn ergattert, wobei ich ein leises Zugehörigkeitsgefühl spürte. Obwohl auf dem Platz, den ich beanspruchte, mindestens zwei Japaner hätten sitzen können. Japaner sitzen in der U-Bahn auf Körperkontakt, es ist auch nichts dabei, sich in eine 15 Zentimeter breite Sitzlücke zu pferchen. Ich hatte dauernd Angst, dass sich noch jemand links oder rechts neben mich reinklemmen würde. Wahrscheinlich weil ich Europäer bin blieb es aber bei den leicht vorwurfsvollen Blicken.

Das U-Bahn-Ticketsystem ist sehr ok hier. Es gibt grosse Tables, auf denen die Fahrpreise vom aktuellen Standort zu den einzelnen Destinations angezeigt werden - meistens zwischen 110 und 190 Yen, also so um die 20 Schilling oder darunter. Man kauft dann am Automaten eine Karte, die man am Eingang in eine Schrankenmaschine steckt. Die Maschine spuckt die Karte wieder aus und lässt einen passieren. Am Zielort steckt man die Karte dann in eine ebensolche Schleuse, diesmal wird die Karte geschluckt und man selbst in die Freiheit entlassen. Es sei denn man hat zuwenig gezahlt: in diesem Fall ist ein "Fare Adjustment" von Nöten. Neben dem richtigen Preis muss man auch darauf achten, das Ticket bei einem Automaten des U-Bahn-Betreibers zu lösen, dessen Dienste man in Anspruch zu nehmen gedenkt.

Angeblich gibt es die (ohnehin spärliche) Beschriftung der U-Bahn-Stationen in lateinischen Zeichen erst seit zwei Jahren.

Seit gestern geht mir die Möglichkeit durch den Kopf, längere Zeit hier zu verbringen. Das schöne an meiner Arbeit ist ja, dass man sie von überall aus machen kann.

Wenn japanisch nur nicht so schwierig wäre! Raphael meint, man hat am Anfang ziemlich schnell Erfolgserlebnisse, wenn man die ersten Wörter versteht und die Silbenschriften Hiragana und Katakana lesen lernt. Dann wird es aber wird es sehr sehr zäh mit all den Kanji-Zeichen und der komplexen Syntax. Ich kenne derzeit nur das Zeichen für Tee: ein Dach, darunter ein Kreuz mit zwei Tränen, darüber ein Doppelkreuz (oder, je nach Schreibstil, zwei getrennte kleine Kreuze). Für diejenigen mit Kanji-Support ist es Unicode-Zeichen Nr. 33590: . Aussprechen tut man es "cha", aber das Wort kommt nie alleine vor, sondern immer mit einem Tee-Qualifier, z.B. ryoku cha, 緑茶, grüner Tee. Allerdings ist das alles gar nicht wichtig, wenn man den Tee so wie ich nur aus Dosen trinkt, die man von den allgegenwärtigen Automaten bezieht. Ich kenne das Zeichen eigentlich nur, um den Tee von den anderen teilweise recht absurden Getränken unterscheiden zu können.

Mehr zum Thema Tee vom eher traditionalistischen Standpunkt.

Der grüne Tee schmeckt hier übrigens viel intensiver als alles, was man bei uns so kriegt. Man braucht ein paar Dosen, um sich daran zu gewöhnen.

Bilder: Welcome to Japan, street crossing in front of Shibuya station, waiting in line for train, inside subway train, youth hair style, Yoyogi reading station, elder man, shouting potato, one-eyed i-mode girl, bikeschool dwellers, bikeschool families, bikeschool kid, jogging man, dancing not allowed for dogs and cats, Bart laughing at Yoko Ono, Akihabara Electric Town, backstreet scene, nice balcony, backstreet cables, system overload, delivery service car, ballet school 17 floors below us, pool exhibition zone at Hillside Gallery.

lnk + 6 cmt (tf, katatonik, hns, pimi, earl)
 Saturday, 2. June 2001 

Bemerkenswert ist der Gebrauch der englischen Sprache hier in Japan. Ich hab es schon bei den T-Shirts festgestellt, ähnliches spielt sich aber auch bei Werbung und Firmenslogans ab.

Ich erinnere mich verschwommen, dass englische Floskeln bei uns in northern Italy eine ähnlich magische Wirkung hatten, bevor sich Englisch in den Achzigern als Fremdsprache in den Schulen etablierte. Hier in Japan, wo praktisch keiner auch nur ein Wort Englisch kann, ist diese Kraft ungebrochen. Ausserdem stellt es aus diesem Grund überhaupt kein Problem dar, syntaktisch oder semantisch fragwürdige Slogans zu verwenden. Link your Style! Speed to the next! Produce your imagination! Friendry Service! Heute in der U-Bahn habe ich meinen vorläufigen Favoriten entdeckt: NewSize NewStyle NewBe!

Adidas wirbt mit dem Slogan "We are Japanese".

Wobei mir einfällt, dass Goldchen das schon vor ein paar Wochen hatte: Engrish. Aus irgendeinem Grund finde ich das jetzt um Klassen witziger als damals.

Nicht Englisch-related: Gestern ist mir ein japanisches T-Shirt untergekommen, auf dem ganz gross "VÖLG" draufstand. Für mich stand natürlich sofort fest, dass es sich um eine Abkürzung für "Völlegefühl" handeln musste, was allerdings aufgrund des Trägers unwahrscheinlich schien. Ich schätze das "Ö" gilt als cooler Buchstabe.

Fast wie um Katatoniks Ohrenthese am Boden zu zerschmettern: Die Asahi Beer-Girls zeigen fast alle sehr viel Ohr. Und irgendwie kommen mir diese Ohren auch ganz schön gross vor. Möglicherweise - und das würde Katatoniks These wieder unterstützen - finden viele Japanerinnen ihre Ohren zu gross und halten sie deshalb bedeckt. Die Nasen sind ja eher klein, da fallen die Ohren schnell mal aus dem Rahmen. Übrigens: Asahi Bier ist das beste!

Heute abend mach ich aber auf Wellness, nur grünen Tee trinken, lesen, und Turnübungen im Hotelzimmer. Ich hab zwei neue Murakamis. Der Grüne Tee schmeckt sauintensiv, aber nach dem vierten oder so gewöhnt man sich dran.

Gleich ist mein Akku aus. Flören ist mit der Architektenmeute unterwegs und hat den Akkuauflader.

Ich habe heute fünf Handy-Attrappen gekauft, das war schon etwas peinlich. Neue Wünsche können leider nicht mehr berücksichtigt werden.

lnk + 6 cmt (p3k, katatonik, hns, goldchen)

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